Unwetter: Feuerwehren im Dauereinsatz

Köln/Bremen/Hamburg – Voll gelaufene Keller, überflutete Fahrbahnen, umgestürzte Bäume und Brände durch Blitzschlag: In weiten Teilen Nord- und Westdeutschlands haben Feuerwehren ein unruhige Unwetternacht hinter sich. Schwere Gewitter mit Starkregen, schweren Sturmböen und Tausenden von Blitzscheinschlägen haben die Einsatzkräfte am Donnerstag und Freitag in Atem gehalten.

Die Feuerwehr Gelsenkirchen (NW) zählte 58 Einsätze im Stadtgebiet. Die zahlreichen Unwettereinsätze waren eine zusätzliche Belastung für die Feuerwehrkräfte, die bereits seit den Mittagsstunden bei einem Großbrand eines Kühlhauses im Stadtteil Schalke-Nord gebunden waren. Die Anrufer mussten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte auch längere Wartezeiten hinnehmen, da die meisten Feuerwehrleute nach wie vor bei dem Feuer gebunden waren.

In Hamburg zählte die Feuerwehr ab Mitternacht 45 Einsätze – rund 200 Feuerwehrleute kamen in der Hansestadt zum Einsatz. Vor allem Keller, Läden und Tiefgaragen waren vollgelaufen, aber auch Straßen überflutet. In den Tiefgaragen wurden zahlreiche Pkw von den Wassermassen überflutet. Die Abpumparbeiten dauerten auch am frühen Freitagmorgen noch an.

Die Feuerwehr Hattingen (NW) meldete neben überfluteten Kellern auch diverse Sturmschäden. In einem Fall mussten lose Teile eines Baugerüstes von einer Drehleiter aus entfernt werden, in anderen lagen Äste und Bäume auf Straßen. Neben der Hauptwache kamen auch die freiwilligen Feuerwehren aus Welper und Blankenstein zum Einsatz.

Die Hansestadt Bremen, die erst vor zwei Wochen von einem schweren Starkregen mit über 500 Einsätzen getroffen worden war, erwischte das Unwetter ebenfalls. Die Leitstelle zählte mehr als 100 Einsätze. Besonders betroffen warten die Ortsteile Walle, Gröpelingen, Woltmershausen und Rablinghausen. Rund 130 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie aus neun freiwilligen Wehren kamen zum Einsatz – fast immer wegen vollgelaufener Keller.

Rund 20 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr Ratingen (NW) am Abend. Neben vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen kamen zeitgleich noch ein Wohnungsbrand und eine unklare Rauchentwicklung hinzu. Fast alle Einsätze konnte von Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Löschzügen innerhalb von dreieinhalb Stunden abgearbeitet werden.

Unwetter: In Dorsten (Kreis Recklinghausen, NW) beseitigt die Feuerwehr einen Baum von einer Straße, der bei starken Sturmböen während eines Gewitters umgestürzt war. Foto: Bludau
Bludau
Unwetter: In Dorsten (Kreis Recklinghausen, NW) beseitigt die Feuerwehr einen Baum von einer Straße, der bei starken Sturmböen während eines Gewitters umgestürzt war. Foto: Bludau

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