Sonderausstellung zeigt Einsätze aus Hamburg

Norderstedt / Hamburg – Einsatz für die Feuerwehr Hamburg: Das große Aufgabenspektrum der Hamburger Feuerwehr wird in einer großen Sonderausstellung des Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein in Norderstedt gezeigt. Am kommenden Mittwoch (9. Februar 2011) wird die Ausstellung eröffnet, sie ist bis zum 23. April zu sehen.
    
Viele der in der Ausstellung dokumentierten Einsätze gehen unter die Haut. Sie zeigen aber auch die außergewöhnlichen Leistungen der Feuerwehrleute. Nachdem der Turm des Hamburger Michels 1906 infolge unsachgemäß ausgeführter Lötarbeiten in Brand geriet, konnte das berühmte Kirchengebäude trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr Hamburg nicht gerettet werden. Die größten Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs erfolgten durch die sieben Luftangriffe im Rahmen der “Operation Gomorrha” im Juli und August 1943. Ganze Straßenzüge und Stadtteile versanken in Schutt und Asche. Der Feuerwehr war es teilweise nicht möglich, in diesem Inferno an die Unglücksorte vorzudringen.
    
Bild aus der Sonderausstellung: "Feuerwehr Hamburg - Über 100 Jahre spektakuläre Einsätze". Foto: Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein
Bild aus der Sonderausstellung: "Feuerwehr Hamburg - Über 100 Jahre spektakuläre Einsätze". Foto: Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein

Der wohl größte Einsatz in der bisherigen Nachkriegsgeschichte ereignete sich in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 als Hamburg – ebenso wie das norddeutsche Küstengebiet – von einer verheerenden Sturmflut betroffen war. Alle Kräfte der Feuerwehr Hamburg, Berufsfeuerwehr und freiwillige Feuerwehr, standen bis zu 14 Tage danach an allen Brennpunkten im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch die Bundeswehr und Hilfsorganisationen.

Als das Altonaer Museum 1980 wegen eines defekten Kabels lichterloh in Flammen stand, konnte die Feuerwehr zahlreiche kulturelle Schätze vor den Flammen retten. Neun Jahre später wurden die Alsterarkaden ein Raub der Flammen, weil ein Ladenbesitzer Feuer gelegt hatte. Dieses Feuer war eines der größten in der Innenstadt nach dem Krieg. Auch Hamburgs bekannteste Straße, die Herbertstraße, in deren Bordellen normalerweise das Feuer der Leidenschaft wütet, war 1995 Schauplatz eines größeren Feuerwehreinsatzes.


Über 60 großformatige Fotos dokumentieren die dramatischen und spektakulären Einsätze der Hamburger Feuerwehr in den letzten 100 Jahren. In der Ausstellung sind neben den Fotos noch mehrere lebensgroße Puppen mit Hamburger Feuerwehruniformen aus verschiedenen Jahrzehnten, ein Hitzeschutzanzug, verschiedene Elektrogeräte als Brandverursacher, diverse Feuerwehrfahrzeuge en miniature und der einstündige Film “Feuerfront Hamburg” zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Unfang von 48 Seiten mit über 60 Abbildungen zum Preis von 10 Euro (ISBN  978-3-9813518-3-5). Außerdem findet an ausgewählten Sonntagen ein umfangreiches Begleitprogramm statt. Die Ausstellung wird von zahlreichen Sponsoren gefördert.

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Sonntag: 15 – 18 Uhr

Eintrittspreise:
4 Euro, ermäßigt 2 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre

Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein
Friedrichsgaber Weg 290
22846 Norderstedt 

Telefon: (040) 525 67 42
Fax: (040) 525 65 40
Mail: feuerwehrmuseum@wtnet.de
Web: http://www.feuerwehrmuseum-sh.de/

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