Sommerjobs: Was die Feuerwehr alles leistet

Bremen/Feldkirchen – Sauerstoffmangel im Fischteich beseitigen, von Trockenheit gefährdete Bäume wässern – vielerorts leisten Feuerwehren zusätzlich zum Alltagsgeschäft witterungsbedingte Sonderaufgaben. Viel Zeit, die dafür von den Einsatzkräften zusätzlich aufgebracht werden muss.

In Feldkirchen befüllt die Feuerwehr einen fast ausgetrockneten Teich. Foto: Feuerwehr FeldkirchenIm Juni 2008 passierte es: Ein Fischteich kippte nach tagelanger Sommerhitze im niedersächsischen Verden um – dem stehenden Gewässer fehlte der Sauerstoff. Massenweise Fische erstickten, ihre Kadaver trieben an der Oberfläche. Die Feuerwehr musste anrücken, um die stinkenden Fische von dem städtischen Gewässer zu bergen – und den Teich mit Sauerstoff zu versorgen. Aus mehreren Rohren mischten die Helfer Frischwasser in den Teich. Mit Erfolg: Ein Mitarbeiter des Klärwerks konnte nachweisen, dass die Verwirbelung den Sauerstoffgehalt verbessert hatte. Vor wenigen Tagen dann dieselbe Szene: Rund drei Stunden lang lief die Pumpe eines Tanklöschfahrzeugs, nachdem die Wehr erneut auf Bitten der Stadtverwaltung zur “Teichbelüftung” ausgerückt war.

Ein ähnliches Bild im bayerischen Feldkirchen am Dienstag: Ein kleiner Weiher war aufgrund der lang anhaltenden Hitzeperiode fast ausgetrocknet, ein angrenzender Bachlauf lag bereits trocken. Durch die hohen Temperaturen drohte das wenige Wasser zudem umzukippen, wodurch die im Weiher lebenden Fische und Frösche qualvoll verendet wären. Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Feldkirchen rückten mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Großtanklöschfahrzeug aus und füllten in einer zweistündigen Aktion unter zu Hilfenahme zweier Löschrohre und Wasserwerfer etwa 70.000 Liter Wasser in den Teich nach.

Auch in Bremen wird mit der Trockenheit gekämpft. Die in der Hansestadt niedergegangenen Niederschlagsmengen waren sprichwörtlich nur “ein Tropfen auf den heißen Stein”, so dass die Feuerwehr Bremen von der Bremer Umweltbehörde um Amtshilfe bei der Bewässerung von Bäumen und öffentlichen Grünflächen gebeten wurde. “Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten und soweit es das Gesamteinsatzaufkommen jeweils zulässt, werden in den kommenden Tagen insbesondere Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren aus deren Freizeit heraus beim Bewässern von Bäumen und Grünflächen des öffentlichen Stadtgebietes unterstützen”, teilte die Feuerwehr mit. Allerdings wollen die Einsatzkräfte nicht der Ansprechpartner von besorgten Umweltschützern sein. In einer Pressemitteilung heißt es ausdrücklich: “In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr Bremen noch einmal darauf hin, dass Ersuchen zum Bewässern von Bäumen und Grünflächen grundsätzlich nicht an die Feuerwehr, sondern an die Umweltbehörde zu richten sind.”

In Bremen muss die Feuerwehr als Amtshilfe ausrücken, um Bäume zu wässern. Foto: Feuerwehr Bremen
In Bremen muss die Feuerwehr als Amtshilfe ausrücken, um Bäume zu wässern. Foto: Feuerwehr Bremen

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