Mönchengladbach wird Meister

Bremen – Vier Jahre nach ihrem ersten Erfolg bei den Vergleichswettkämpfen Unfallrettung in Osnabrück (Niedersachsen) schaffte es das TRT Mönchengladbach wieder nach ganz oben aufs Treppchen: Bei der im Rahmen der Messe Akut in Bremen stattfindenden Rescue Challenge erreichte die sechsköpfige Mannschaft Platz 1 und errang so den Titel “Deutscher Meister 2010”.

Insgesamt waren 15 Mannschaften zu den Wettkämpfen in der Hansestadt angereist. Neben dem Technical Rescue Team Mönchengladbach waren dies die freiwilligen Feuerwehren aus Halver (NRW), Kaltenkirchen (SH, Deutscher Meister 2008 und 2009), Neuburg an der Donau (BY), Niebüll/Deezbüll (SH), Sinntal (HE) sowie Wildeshausen (NI), außerdem das Netzwerk Feuerwehrfrauen, das Rettungsteam der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein (BW) und die Technical Rescue Teams Ebstorf I, Ebstorf II (beide NI), Günding (BY), Storkow (BB), Waldeck (HE) sowie Wermelskirchen (NRW).

Das erfolgreiche TRT Mönchengladbach beim Standard-Pit. Foto: Olaf Preuschoff
Das erfolgreiche TRT Mönchengladbach beim Rapid Pit. Foto: Olaf Preuschoff

Sie hatten in Halle 6 der Messe Bremen an zwei Tagen je einen Rapid Pit sowie einen Standard Pit zu absolvieren. Unter Pit versteht man eine Unfalllage mit einem oder mehreren Pkw, aus denen jeweils eine verletzte Person zu retten ist. Beim Standard Pit stehen dazu 20 Minuten zur Verfügung, beim Rapid Pit – der einer Crash-Rettung gleichkommt – nur 10 Minuten. Zusätzlich zu den verschiedenen Verformungen der Fahrzeuge sind weitere Hindernisse, wie etwa Leitplanken aus Beton, Baumstämme, ein Anhänger oder andere Unfallfahrzeuge, in die Übung eingebaut. Bewertet werden neben der Mannschaftsleistung auch der Teamcaptain (Staffelführer) sowie der Medic (Innerer Retter).

Bewertet werden die Teams von erfahrenen Ausbildern aus dem Bereich Unfallrettung, die aus verschiedenen freiwilligen und Berufsfeuerwehren kommen, sowie von erfahrenen (Not-)Ärzten und Rettungsassistenten. Alle sind Mitglied der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Unfallrettungswesens e.V., kurz VFDU. Zudem waren in diesem Jahr noch drei Schiedsrichter der WRO (World Rescue Organisation) als Wertungsrichter dabei. Sie stellten unter anderem die beiden Verletzten, die ebenfalls die Maßnahmen des Medic bewerten.

Auf den Plätzen 2 und 3 landeten in der Mannschaftswertung die FF Kaltenkirchen sowie die FF Sinntal. Der beste Einsatzleiter war Frank Gerhards vom TRT Mönchengladbach, dahinter lagen Dirk Schiefer (FF Sinntal) sowie Björn Kleist (FF Kaltenkirchen). Bei den Medics (Innerer Retter) siegte Dr. Stefan Paululat (FF Kaltenkirchen) vor Anna Schäing (TRT Ebstorf II) und Michael Schüßler (FF Sinntal). Die FF Sinntal richtet auch vom 1. bis zum 3. Juli 2011 die nächste Rescue Challenge aus. Infos dazu unter VFDU und TRT Sinntal.


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