Hubarbeitsbühne mit 3 Personen kippt gegen Kirche – Drehleiter zu kurz

Karlsdorf (BW) – Bei Wartungsarbeiten an einer Kirche in Karlsdorf (Kreis Karlsruhe) kippt eine Hubarbeitsbühne gegen die Spitze des Turms. Drei Arbeiter sind in 40 Metern Höhe gefangen. Eine angeforderte Drehleiter ist zu kurz. Der Teleskopmast der BF Karlsruhe kann schließlich helfen.

Was für eine Vorstellung: Eine voll ausgefahrene Hubarbeitsbühne gerät bei Wartungsarbeiten an einer Kirche in Schräglage. Drei Arbeiter im Korb sind in einer Höhe von 40 Metern gefangen. Mit genau diesem Szenario wurde die Freiwillige Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard am Mittwochnachmittag konfrontiert.

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In einer Höhe von 40 Metern hatten die drei Männer Arbeiten am Kirchturm ausführen wollen. Als dann die Hubarbeitsbühne abkippte, musste die Feuerwehr anrücken. Foto: www.7aktuell.de/Fabian Geier

Der Boden, auf dem die ausgefahrenen Stützen der Arbeitsbühne standen, hatte vermutlich nachgegeben. Der eigentliche Kran des Montagewagens geriet daraufhin in Schieflage. Eine bedrohliche Situation für die zwei Steinmetze und den Korbführer, welche die Außenverkleidung der Kirche aufarbeiteten.


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Die erstanrückenden Einsatzkräfte erkannten den Ernst der Lage. Die Hubarbeitsbühne drohte weiter abzukippen. Die Kameraden entschieden sich als erstes, die hydraulischen Stützen des betroffenen Lkw zu unterbauen und den gegenüberliegenden Stützfuß mittels Seilzug des Löschfahrzeuges zu sichern.

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Mit Rettungszylindern und dem Seilzug des Löschfahrzeuges sicherten die Kameraden den Kranwagen gegen das drohende Umstürzen. Foto: www.7aktuell.de/Fabian Geier

Zugleich wurde die Drehleiter (DLAK 23/12) der Feuerwehr Stutensee angefordert, um die Arbeiter zu retten. Allerdings reichte die Einsatzhöhe der Leiter nicht aus. Der höhere Teleskopmast der BF Karlsruhe wurde nachalarmiert. Kurz nach Eintreffen konnten die drei Personen unverletzt aus ihrer Lage befreit werden.

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Nach anschließender Prüfung der Statik konnte die Hubarbeitsbühne durch langsames Zurückfahren in die Ausgangsposition gebracht werden. Die Polizei hatte während der gesamten Rettungsarbeiten und während des Einfahrens der Bühne alle Straßen in der Umgebung aus Sicherheitsgründen gesperrt.

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Auch die angeforderte Drehleiter konnte nicht weiterhelfen. Die Kameraden waren letztendlich auf Unterstützung der BF Karlsruhe angewiesen. Foto: www.7aktuell.de/Fabian Geier

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