GW-L2 mit mächtig Dampf

Treuchtlingen (BY) – Treuchtlingen (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) mit seinen rund 13.000 Einwohnern kreuzen sich die beiden Bahnstrecken von Würzburg nach München und die von Nürnberg nach Augsburg. Diese Strecken und die dafür notwendige Infrastruktur machten Treuchtlingen Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Eisenbahnstadt. Daher ließ es sich die Feuerwehr auch nicht nehmen, ihren neuen GW-L2 vor der historischen Dampflokomotive der Baureihe 01-220 in Stellung zu bringen, die dort als Denkmal aufgestellt ist.

Alt und neu: Am Bahnhof von Treuchtlingen treffen der neue GW-L2 der Feuerwehr sowie die ausgemusterte Schnellzuglok der Baureihe 01 aufeinander. Ziegler in Rendsburg baute das Fahrzeug auf einem MAN TGM 13.290 4×4.

Ziegler baute den GW-L2 auf einem MAN TGM 13.290 4×4 BL mit einem Radstand von 4.250 Millimetern auf. Der 290 PS starke MAN hat eine zulässige Gesamtmasse von 14.100 Kilogramm. Er besitzt Allradantrieb und eine grobstollige Einzelbereifung. „Diese Kombination ist allerdings am Anfang für die Fahrer etwas gewöhnungsbedürftig”, sagt einer der Maschinisten. Im vorderen Bereich des Kofferaufbaus befindet sich auf jeder Seite ein integrierter Geräteraum. Auf der linken Seite sind hier eine TS 8/8, Saugschläuche, Armaturen und weiteres Schlauchmaterial verstaut. Im Geräteraum rechts haben ein Stromerzeuger, Beleuchtungssatz, Motorsäge mit Zubehör, Ausrüstung für die Verkehrsabsicherung und eine Tauchpumpe ihren Platz. Ebenfalls auf der rechten Fahrzeugseite befindet sich hinten ein zweiter Zugang in den Kofferaufbau.

Auf der Heckklappe ist eine rot-weiße Schraffurmarkierung aufgeklebt. Bemerkenswert auch die flache Bauweise der heckseitigen Kennleuchten.

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Der GW-L2 gehört zu den Normfahrzeugen. Zusammen mit den kleineren GW-L1 dient er zum Transport von Ausrüstung und sonstigen Materialien. Weitere Aufgaben sind die Verlegung von Löschwasserleitungen bei der Wasserförderung über lange wegstrecken und die Funktion eines GW-G1 im Gefahrguteinsatz. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im Sonderheft Fahrzeuge Spezial 2017.

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Hinten rechts ist eine Tür mit Aufstiegshilfe auf der Bordwandklappe angebracht. So muss nicht immer die Ladebordwand geöffnet werden.

Aktuell sind im Aufbau vier Rollwagen mit insgesamt 2.000 Meter Schlauchmaterial verstaut. „Weitere Rollwagen werden wir noch beschaffen“, erklärt der Kommandant der FF Treuchtlingen, Andreas Berger. Zum Be- und Entladen von Gerätschaften ist der GW-L2 mit einer Ladebordwand von Palfinger ausgestattet. Diese hat eine maximale Hublast von 1.500 Kilogramm. Zum Verlegen von Schläuchen kann die Ladebordwand in der Mitte geteilt werden. Oben in den Gerätekoffer ist eine Umfeldbeleuchtung in LED-Technik integriert. Der pneumatische Lichtmast ist ebenfalls mit sechs LED-Scheinwerfern ausgerüstet. Bei der Optik gehen die Treuchtlinger einen einheitlichen Weg. Wie die anderen Fahrzeuge der Wehr auch ist der GW-L2 in Feuerrot (RAL 3000) lackiert. Die Stoßfänger und Kotflügel sind grau und die Geräteraumrollos anthrazit gefärbt. Dazu kommen eine weiße, reflektierende Konturbeklebung und eine weitere Beklebung in schwarz, ebenfalls reflektierend. [ID 565]

 

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