Feuerwehrbekleidung: 10 Praxistipps für die richtige Pflege

Feuerwehrbekleidung muss vielfältige Aufgaben erfüllen und unterschiedlichen Belastungen standhalten. Damit moderne Feuerwehr-Einsatzbekleidung bei einer Durchzündung ihrer volle Schutzwirkung vor Flammen und Hitze entfalten kann, ist die richtige Pflege von Bedeutung. Denn wer falsch wäscht, riskiert schwere Verbrennung. 10 Tipps zur richtigen zur richtigen Pflege von Feuerwehrbekleidung. 

Dank spezieller Industriewaschmaschinen können Feuerwehren die Pflege der Einsatzkleidung selber übernehmen. Foto: Hegemann

1. Besonderheiten bei der Beschaffung beachten

Schon bei der Beschaffung sollte auf die so genannten Pilling-Eigenschaften, also die Fusselbildung, geachtet werden. Außerdem sollten alle Polsterungen herausnehmbar oder so befestigt sein, dass sie beim Waschen nicht verrutschen. Integrierte Absturzsicherungen sollten ebenfalls herausnehmbar sein.

2. Eindeutige Kennzeichnung per Barcode

Als zeitgemäß gilt mittlerweile die Nutzung von Barcodes, mit der die individuellen Rahmendaten der Jacken und Hosen erfasst werden können. Herstellung, besondere Einsätze, Zahl der Wäschen. Verschiedene Hersteller bieten dazu geeignete EDV an.

3. Bei der Brandbekämpfung getragene Feuerwehr-Einsatzbekleidung luftdicht verpacken

Um eine vorhandene Kontamination nicht zu verschleppen, ist es erforderlich, bei der Brandbekämpfung getragene Schutzbekleidung luftdicht zu verpacken und sie so an den Dienstleister zu liefern oder bis zur Wäsche in der Feuerwache zu lagern.

4. Getrenntes Waschen unterschiedlicher Modelle

Wird nur eine Sorte von Schutzbekleidung getragen beziehungsweise gereinigt, ist es kein Problem, die Sortenreinheit zu gewährleisten. Werden unterschiedliche Modelle verwendet beziehungswiese Sachen für verschiedene Wehren gesammelt und gewaschen, muss getrennt gewaschen werden. Unterschiedliche Jacken und Hosen (Farben wie Fasern) erfordern meistens differenzierte Waschmethoden.

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5. Spezielle Industriewaschmaschinen verwenden

Herkömmliche Haushaltswaschmaschinen sind für die Pflege von Feuerwehrbekleidung ungeeignet. Sie bieten meistens kein ausreichendes Fassungsvolumen. Außerdem erfordert Schutzbekleidung meistens ein spezielles Waschprogramm, weil ein hoher Wasseranteil erforderlich ist, um gut spülen zu können. Wer viel Schutzkleidung im Bestand hat, für den lohnt die Beschaffung einer geeigneten Waschmaschine.

6. Auf Zusätze beim Waschen verzichten

Die Hersteller machen oftmals Vorgaben, welche Art von Waschmitteln (meistens für die industrielle Reinigung) zu verwenden sind. Um die Wirkung der Fasern zu erhalten und Membranen zu schützen, muss auf verschiedene Zusätze wie Bleichmittel und Weichspüler verzichtet werden.

7. Taschen leeren nicht vergessen

Beim Waschen selbst müssen unbedingt zuvor die Taschen der Jacken und Hosen geleert werden. Klettverschlüsse sind zu schließen oder abzudecken, Rückenschilder soweit möglich zu entfernen, ebenso Karabinerhaken.

8. Imprägnierung gegen Nässe

Die abschließende ordnungsgemäße Imprägnierung der Schutzbekleidung gegen eindringende Nässe ist zwingend, um Anforderungen aus den Vorgaben auch dauerhaft zu erfüllen. Nur durch die Nutzung eines geeigneten Trockners kann sich die Imprägnierung voll entfalten.

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9. Atmungsaktivität muss gegeben sein

Lediglich Schutzkleidung, die frei von Öl, Schweiß, Fett und Schmutz ist, weist ihre volle Schutzwirkung auf, brennt nicht und bietet die erforderliche Atmungsaktivität.

10. Herstellerangaben berücksichtigen

Für alle Schritte des Waschens und Imprägnierens sind unbedingt die in jedem Kleidungsstück angebrachten Herstellerangaben zu berücksichtigen.

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