Feuerwehr am Flughafen Hamburg: Alles etwas größer

Hamburg – Der “Hamburg Airport Helmut Schmidt” ist der fünft größte Flughafen in Deutschland. Rund 16 Millionen Passagiere nutzten die Verbindungen im Jahr 2016. Bei der Flughafen-Feuerwehr in Hamburg ist alles eine Nummer größer als bei „normalen“ Feuerwehren. Außerdem gibt es einige Besonderheiten rund um die Flughafen-Feuerwehr.

Ein Teil der diensthabenden Schicht der Flughafenfeuerwehr Hamburg mit dem ELW, einem RTW, einem HLF, der Rettungstreppe und einen FLF (von rechts). Foto: Timo Jann
Ein Teil der diensthabenden Schicht der Flughafenfeuerwehr Hamburg mit dem ELW, einem RTW, einem HLF, der Rettungstreppe und einen FLF (von rechts). Foto: Timo Jann

Die Flugfeldlöschfahrzeuge bringen 48 Tonnen Gesamtgewicht auf die Waage. Zum Vergleich: Die Berliner Feuerwehr nutzt 12-Tonnen-Fahrgestelle für ihre Lösch-Hilfeleistungs-Fahrzeuge.

Drei der vier FLF vom Typ Z8 der Firma Ziegler, die die Hamburger Flughafenfeuerwehr aktuell nutzen. Foto: Timo Jann
Drei der vier FLF vom Typ Z8 der Firma Ziegler, die die Hamburger Flughafenfeuerwehr aktuell nutzen. Foto: Timo Jann

Statt den mittlerweile auf den meisten Hilfe-Leistungs-Löschgruppenfahrzeugen üblichen 1.600 oder 2.000 Liter Wasser verfügen die Flugfeldlöschfahrzeuge über 12.400 Liter des Löschmittels.

Aktuell erhält die Wache einen Anbau. Die Tore der neuen Garagen sind 5 mal 5 Meter groß. Üblich sind bei Feuerwehren 3,60 Meter breite Hallentore.

Das primäre Einsatzgebiet ist 570 Hektar groß. Diese Fläche hat das Flughafengelände, mehr, als so manche Kleinstadt.

Im Zweiten Weltkrieg war auch der Hamburger Flughafen bombardiert worden. Noch heute gibt es hin und wieder Funde von Blindgängern. 2016 gleich zwei Mal kurz hintereinander während der noch laufenden Bauarbeiten auf dem Vorfeld. Der Kampfmittelräumdienst der Hamburger Feuerwehr beseitigt die Gefahr, die Feuerwehr des Flughafens sorgt dabei für den Brandschutz.

Die Flughafenfeuerwehr am Airport Hamburg besitzt eigene Ausbildungsstätten. Hier wird geübt, den Brand eines Triebwerkes zu löschen. Foto: Timo Jann
Die Flughafenfeuerwehr am Airport Hamburg besitzt eigene Ausbildungsstätten. Hier wird geübt, den Brand eines Triebwerkes zu löschen. Foto: Timo Jann

Der Besucherservice des Flughafens bietet bis zu 150 Minuten dauernde Besichtigungstouren an. Neben der Präsentation des Flughafens anhand einer Modellanlage beinhaltet dieses Angebot je nach Wunsch auch eine Fahrt über das Vorfeld und einen Besuch der Flughafenfeuerwehr. Infos: mo-dellschau@ham.airport.de. Für die große Tour zahlen Erwachsene 13,50 und Kinder 9,50 Euro.

CoverFeuerwehr-Magazin 3/2017

In der März-Ausgabe des Feuerwehr-Magazins stellen wir die Arbeit und die Ausrüstung der Werkfeuerwehr am Flughafen Hamburg auf 11 Seiten vor. Außerdem berichten wir über die neuen Ausbildungsanlagen der Feuerwehrschule der Bundeswehr, bei der die Brandbekämpfung an Flugzeugen ebenfalls eine große Rolle spielt.

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Der Flughafen Hamburg wurde bereits 1911 eröffnet. Erste Statistiken liegen aus dem Jahr 1919 vor. Damals starteten und landeten 233 Passagiere in der Hansestadt. Heute sind es etwa 16 Millionen pro Jahr.

Solche speziellen Rettungstreppen sind nur bei Flughafenfeuerwehren anzutreffen. Foto: Timo Jann
Solche speziellen Rettungstreppen sind nur bei Flughafenfeuerwehren anzutreffen. Foto: Timo Jann

Am Hamburger Flughafen gibt es viele interessante Arbeitsfelder: So sorgt ein Falkner mit Bussarddame „Sally“ dafür, dass kleine Vögel von den Start- und Landebahnen vertrieben werden, ein Imker betreut mehrere Bienenvölker, deren Honig auch Rückschlüsse auf die Luftqualität am Flughafen zulässt.

Die komplette Flughafenfeuerwehr am Airport Hamburg stellen wir in der März-Ausgabe des Feuerwehr-Magazins auf elf Seiten in einer Reportage (ID 160) sehr ausführlich vor. Hier kann das Heft als gedruckte Ausgabe oder in digitaler Form zum Download ganz bequem bestellt werden. 

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