Fast 1.900 Kräfte im Hochwasser-Einsatz

Backnang / Waiblingen (BW) – Das Hochwasser von Rems und Murr hat sich im Rems-Murr-Kreis bei Stuttgart örtlich zu einem Jahrhunderthochwasser entwickelt. In der Nacht zu Freitag musste eine Notunterkunft für 150 Menschen eingerichtet werden. 5.500 Haushalte waren im Bereich Backnang und Oppenweiler ohne Strom, Öltanks schwammen auf. Fast 1.900 Kräfte kamen zum Einsatz.

Der Abrollbehälter-Sandsackfüllanlage der Feuerwehr Reutlingen wird in Winnenden zum Einsatz gebracht. Foto: Feuerwehr Reutlingen
Der Abrollbehälter-Sandsackfüllanlage der Feuerwehr Reutlingen wird in Winnenden zum Einsatz gebracht. Foto: Feuerwehr Reutlingen

In Backnang befreiten die Einsatzkräfte am Abend mit Hilfe von Booten unter anderem eingeschlossene Personen aus einem Hotel. Eine Asylbewerberunterkunft musste ebenfalls geräumt werden. Eine Tiefgarage an der Murr wurde komplett überflutet.

Für Freitag rechneten die Behörden mit einer Entspannung der Lage, schon am Donnerstagabend zeigte sich die Pegel gleichbleibend oder nur noch leicht steigend. In Schorndorf hatte der Pegel der Rems mit 5,22 Meter den höchsten Pegelstand übertroffen. Der Schorndorfer Baubürgermeister Andreas Stanicki spach gegenüber der “Waiblinger Kreiszeitung” von einem “Jahrhunderthochwasser” und klagte gleichzeitig über den einsetzenden Hochwassertourismus.

Feuerwehren aus der ganzen Region eingesetzt

Nach Angaben der Polizei Waiblingen waren rund 1.500 Feuerwehrleute, 100 THW-Helfer, 150 DRK-Helfer, 20 DLRG-Kräfte sowie 90 Polizeibeamte im Einsatz. Mit dabei waren sogar Feuerwehren aus Stuttgart, Tübingen, Metzingen und Reutlingen (zirka 70 Kilometer entfernt). Über das Innenministerium waren Sandsäcke in die besonders betroffenen Gebiete beordert worden. Die Feuerwehr Reutlingen brachte außerdem einen Abrollbehälter-Sandsackfüllanlage nach Winnenden. Aus drei freiwilligen Reutlinger Wehren waren Kräfte mit angerückt, ebenso von der Berufsfeuerwehr.

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Auch im übrigen Rems-Murr-Kreis waren zahlreiche Feuerwehren im Einsatz, um Sandsäcke zu füllen, Pegelstände zu kontrollieren und Barrieren zu errichten. Allerdings stellte sich die Lage hier meist nicht so dramatisch dar.

DLRG-Helfer fahren mit einem Schlauchboot auf einer Straße in Backnang, um eingeschlossene Gäste eines Hotels zu befreien. Ein Anwohner beobachtet die Szene aus dem Fenster. Foto: Oskar Eyb
DLRG-Helfer fahren mit einem Schlauchboot auf einer Straße in Backnang, um eingeschlossene Gäste eines Hotels zu befreien. Ein Anwohner beobachtet die Szene aus dem Fenster. Foto: Oskar Eyb

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