Dutzende Wald- und Flächenbrände

Berlin – In ganz Deutschland kam es in den letzten Tagen zu dutzenden Wald- und Flächenbränden. Vielfach löste Fahrlässigkeit die Feuer aus. Doch gerade in Brandenburg gefährden auch Munitionsreste die Wälder.

17 Hektar Wald brannten Samstag auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionslagers nahe Baruth (BB, Kreis Teltow-Fläming). Die Feuerwehr konnte zu Anfang nur mit zwei Tanklöschfahrzeugen von den Waldwegen aus löschen. Abseits der Wege liegt Munition – die mit zunehmendem Alter dazu neigt, zu explodieren. Experten sehen darin auch die Ursache für die Brände. Rund 20 weitere Detonationen habe es während des Einsatzes gegeben.

Weder Feuerwehrleute noch Fahrzeuge konnten in den Wald vordringen. Extra für diesen Zweck beschaffte der Landkreis einen Löschpanzer vom Typ „Spot 55“. Das Kettenfahrzeug kann problemlos auch in den munitionsverseuchten Wald vordringen.

Feuerwehrmann kollabiert

In Nienburg/Weser (NI) löste der Bremsvorgang eines Zuges am Dienstag einen Flächenbrand auf rund 300 Quadratmetern Fläche aus. Vier Feuerwehren sorgten im Pendelverkehr für ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle. „Feuer aus“ konnte bereits nach 15 Minuten gemeldet werden.

Flächenbrand Nienburg/Weser, einer von zahlreichen Bränden die letzten Tage. Foto: FeuerwehrUm einen weiteren Brand zu verhindern, bewässerten Einsatzkräfte allerdings die Brandstelle über eine Stunde lang weiter (Foto).

Gegen Einsatzende rückte ein Rettungswagen an: Ein Feuerwehrmann kollabierte. Die RTW-Besatzung brachte ihn in ein Krankenhaus.

Unterstützung von oben erhielt die Feuerwehr am Montag auf der „Dellacher Alm“ in Österreich: Nachdem eine Almgemeinschaft Restholz verbrennen wollte, breitete sich der Brand rasch aus. Zur Brandbekämpfung rückte auch ein Polizeihubschrauber an, der rund 40-Mal Wasser abwarf. Trotzdem zerstörten die Flammen über 3.000 Quadratmeter Waldboden.

Schnelle Alarmierung wichtig

Ein Brand in Oberhausen zeigte, wie wichtig eine schnelle Alarmierung der Feuerwehr ist. Gegen 11.30 Uhr bemerkte am Montag ein Radfahrer Feuer im Unterholz. Er wählte den Notruf – gerade noch rechtzeitig. Das Unterholz stand bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes verhindern. (Foto: Feuerwehr Nienburg)

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