Innenminister: LF-KatS-Auslieferungen planmäßig

Kirkel (SL) – Die Delegiertenversammlung beim Verbandstag des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) am Samstag in Kirkel-Neuhäusel (Saarpfalz-Kreis) freuten sich über ein Versprechen von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich: “Der Bund wird seine gegebenen Fahrzeug-Zusagen bei der Ausstattung der Feuerwehr für den Katastrophenschutz einhalten.”

Bis zum Jahresende 2011 würden noch 42 Löschgruppenfahrzeuge LF-KatS ausgeliefert werden, erklärte der Bundesinnenminister. Für das nächste Jahr seien insgesamt 80 Auslieferungen geplant. Bei den Schlauchwagen befürchte er jedoch Verzögerungen, eventuell sogar eine neue Ausschreibung. Zusammen mit Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), präsentierte Innenminister Dr. Friedrich ein Fahrzeug zur Projektstudie der Messleitkomponente.

Freiwillige Feuerwehren seien für den Bevölkerungsschutz von großer Bedeutung, betonte der Bundesinnenminister. „Den besonderen Strukturen in ehrenamtlichen Bereichen muss Rechnung getragen werden!“

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (mitte) und DFV-Präsident Hans-Peter Kröger (rechts) lassen sich von BBK-Präsident Christoph Unger das System der Messleitkomponente präsentieren. Foto: Deutscher Feuerwehrverband

Die Delegiertenversammlung setzte mit einer Resolution ein wichtiges Zeichen zum Schutz der Bevölkerung: “Eine Weck- und Warnmöglichkeit für die Bevölkerung muss jetzt flächendeckend eingeführt werden!” Als Hintergrund gilt die schwindende Bedeutung des flächendeckenden Sirenennetzes gegenüber fortschrittlicher Technik. Die Resolution beinhaltet unter anderem folgende Forderungen:

  • Weckeffekt mit eindeutigen Handlungsanweisungen müssen in Gebäuden ebenso wie im Freien erreicht werden. (…)
  • Aufgrund des Doppelnutzens ist eine flächendeckende Ausstattung von Wohnhäusern mit Rauchwarnmeldern mit Weckeffekt erstrebenswert. Durch diesen Doppelnutzen wird auch eine hohe Akzeptanz für den verpflichtenden Einbau in Wohnungen erreicht. In vielen gewerblichen Objekten sind Brandmeldeanlagen vorhanden, die ebenfalls einzubinden sind.
  • Dort, wo besondere Risiken wie die Gefahr von Chemieunfällen oder Hochwasser bestehen, bietet sich die Installation oder die Nutzung von gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz beziehungsweise Seveso-II-Richtlinie vorhandenen Sirenen an, um die dort besonders wichtige Warnung im Freien zu gewährleisten.
  • Neue Techniken, beispielsweise SMS- oder Paging-Dienste, Funkwecker, Navigationssysteme und soziale Medien, müssen für die Warnung der Bevölkerung zusätzlich systematisch erschlossen werden.
Auch personell stellte der DFV auf seinem Verbandstag wieder Weichen für die Zukunft. Die Delegierten wählten Kreisbrandrat Hermann Schreck aus Weidenberg (Kreis Bayreuth, BY) zum DFV-Vizepräsident. Der 47-Jährige tritt als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren im Präsidium die Nachfolge von Bernd Pawelke an. „Ich freue mich vor allem über die praktischen Erfahrungen, die Hermann Schreck aus der Verbandsarbeit in Bayern ins Präsidium einbringt“, freute sich DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Pawelke wurde nach zwölf Jahren als Vizepräsident zum DFV-Ehrenmitglied ernannt.

(Quelle: Deutscher Feuerwehrverband)

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