Bei Ausbildungsfahrt zu Ersthelfern geworden

Geesthacht (SH) – Von der Übungs- und Ausbildungsfahrt direkt zu einem Notfall: Die Kameraden der FF Kirchwerder-Nord aus Hamburg mussten am Sonntagmorgen während einer eigentlich zu Trainingszwecken ausgerichteten Ausfahrt bei einem schweren Verkehrsunfall Erste Hilfe leisten. Für die Aktiven kein Problem, leisten sie in den Hamburger Vier- und Marschlanden doch den überwiegenden Teil ihrer ehrenamtlichen Einsätze als Ersthelfer ab, bis ein Rettungswagen (RTW) der Berufsfeuerwehr am Einsatzort ist.

Versorgt werden musste eine 17 Jahre alte Motorroller-Fahrerin auf der Bundesstraße 404 zwischen Geesthacht und Hohenhorn (Kreis Herzogtum Lauenburg). Nach Polizeiangaben wollte die 17-Jährige, die mit ihrem Motorroller in Richtung Hohenhorn unterwegs war, gegen 9.30 Uhr nach links die Straße in Richtung Fahrendorf abbiegen. Das bemerkte der Fahrer (66) eines Audi A 3 nicht oder zumindest nicht rechtzeitig. Der 66-Jährige fuhr die 17-Jährige an. Danach verlor er die Kontrolle über seinen Audi und fuhr 30 Meter weit auf ein Feld abseits der Straße. Mit schweren Verletzungen blieb die junge Rollerfahrerin regungslos am Straßenrand liegen.

Die Feuerwehrleute aus Kirchwerder-Nord, die an der jährlichen Übungs- und Ausbildungsfahrt im Amt Hohe Elbgeest als Gastwehr teilnahmen, kamen zufällig auf die Unfallstelle zu und leisteten sofort Erste Hilfe. Der alarmierte Rettunsgdienst brachte die 17-Jährige zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Die Übungs- und Ausbildungsfahrt im Amtsgebiet wird seit Jahrzehnten in der Region immer von wechselnden Wehren ausgerichtet. Ziel ist es, an den bis zu 20 Stationen praktische und theoretische Aufgaben aus dem Feuerwehralltag zu bewältigen. (Text: Timo Jann)

Unfall mit Roller: eine 17-Jährige ist bei Hamburg schwer verletzt worden. Die Feuerwehr kommt zufällig auf die Unfallstelle zu und leistet Erste Hilfe. Foto: Timo Jann

 

4 Kommentare zu “Bei Ausbildungsfahrt zu Ersthelfern geworden”
  1. Kenner des Reisbärn

    Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit das eine vorbeikommende Feuerwehr hilft. Eigentlich erwarte ich das von jedem.

    Ein ein PKW-Brand wurde schon von Rohrspühlwagen gelöscht.

    Bei uns in der Gegend hat eine Jugendfeuerwehr im Sommer auch schon einen “Vegetationsbrand” (Teil einer Hecke, also nicht sooo groß 😉 ) gelöscht. Die 8 Mitfahrer waren hinterher richtige Helden 😉

  2. Und wieder einmal zeigt sich, wie wichtig auch eine medizinische Grundbildung und Ausstattung in den Feuerwehren ist.
    Lg Robin

  3. @ Kenner des Reisbärn

    Du hast recht, ist selbstverständlich und auch Dienstpflicht. Aber wie sagt man so schön: Mache Gutes und rede darüber!

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