Samstag, 10. Dezember 2016

Kollision mit Feuerwehrfahrzeug: Pkw-Fahrer tot

12. Mai 2014 von  

Vaihingen/Enz (BW) – Bei einem Unfall unter Beteiligung eines Feuerwehrfahrzeuges ist am Montagnachmittag bei Vaihingen/Enz (Kreis Ludwigsburg) ein 49 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Der in den Unfall verwickelte Gerätewagen-Logistik (GW-L) der Feuerwehr Mühlacker befand sich nicht auf einer Einsatzfahrt. Der Fahrer des GW-L erlitt leichte Verletzungen.

Wie eine Sprecherin der Polizei Ludwigsburg gegenüber feuerwehrmagazin.de mitteilte, war der BMW-Fahrer gegen 13.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf der Landesstraße L 1125 auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem Feuerwehrfahrzeug kollidiert. Der BMW schleuderte anschließend eine Böschung hinab und blieb völlig zerstört liegen. Kräfte der Feuerwehr Vaihingen bargen den tödlich verletzten Autofahrer. Zur Klärung der Unfallursache zog die Polizei einen Sachverständigen hinzu. Der Sachschaden wird auf rund 130.000 Euro geschätzt.

Unfall mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Mühlacker. Foto: 7aktuell.de/Hasenhuendl

Unfall mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Mühlacker. Foto: 7aktuell.de/Hasenhuendl

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Erst am Samstag war es zu einem weiteren schweren Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug gekommen. Auf dem Weg zu einem Übungseinsatz kollidierte ein Tanklöschfahrzeug (TLF) der Feuerwehr Wiehl (NW) mit einem Renault Twingo. Dessen Fahrerin war nach ersten Erkenntnissen bei Grünlicht in eine Kreuzung eingefahren und hatte das mit Sondersignal herannahende TLF übersehen. Die 59 Jahre Autofahrerin wurde eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Auch ihr Beifahrer sowie zwei Feuerwehrleute erlitten Verletzungen.

Unfall auf der L1125: Die Feuerwehr Vaihingen barg den verunglückten Fahrer. Foto: 7aktuell.de/Hasenhuendl

Unfall auf der L1125: Die Feuerwehr Vaihingen barg den verunglückten Fahrer. Foto: 7aktuell.de/Hasenhuendl

Kommentare

11 Kommentare zu “Kollision mit Feuerwehrfahrzeug: Pkw-Fahrer tot”
  1. Björn sagt:

    Bei obigem Unfall ist es sehr bedauerlich und der Fahrzeugführer konnte wohl nichts dafür.

    Bei weiterem geschilderten Unfall ist es natürlich ein weiteres Argument zu „Übungseinsätzen“ auf Wegerecht zu verzichten.
    Andererseits können nur so (bei unangekündigten Übungen) tatsächliche Aussagen über Schlagkraft und Personalstärke (Tagespersonal)der Feuerwehren gemacht und eventuelle Alarmpläne angepasst werden. Ein sehr zweischneidiges Schwert!
    Und als Fahrzeugführer muss ich mir bei einer „Übung“ auch wenn ich es erst im Nachhinein via „Einsatzbefehl“ erfahre nicht das Wegerecht erkämpfen sondern NOCH besonnener fahren. Was jetzt nicht bedeuten soll das ich dem Fahrzeugführer Fahrlässigkeit oder Mutwilligkeit unterstelle.
    Aber gerade im kreuzungsbereich gilt es sich wirklich langsam an eine Kreuzung heran zu tasten und nicht bei „Rot“, wenn der Erste steht, Gas zu geben. Andere Verkehrsteilnehmer in Ihren „Discokarossen“ hören eben manchmal das SoSi nicht, obwohl es ihre Aufgabe wäre.

  2. Feuerwehrmann sagt:

    Da spricht ja ein Feuerwehrmann der so besonnen ist und soviel Ahnung hat von der Feuerwehr, wie ein Luftblase … Das nur sowas geschrieben werden kann, zu solch einem Thema.
    Armes Deutschland und ein großen Dank an Björn das er uns alle aufgeklärt hat.

  3. Hubert sagt:

    Was hat das damit zu tun???????
    Überlegen, dann schreiben.

  4. bd112 sagt:

    @Björn

    Wissen das die Welt braucht…

    mal nebenbei: Fahrzeugführer fahren bei uns nicht, sie führen ihre taktische Einheit.

  5. Stefan Meiner sagt:

    Was sind das denn für niveaulose Kommentare. Egal ob Übung oder Einsatz, beim einfahren in einen Kreuzungsbereich und / oder dem Überqueren von einzelnen Ampeln die Rot haben obliegt dem Maschinisten im besonderen aber auch die Fahrzeugfphrer eine erhöhte Sorgfaltspflicht die mit einer stark reduzierten Geschwindigkeit einhergeht.
    Immer dieses Getue wenn es zu einem Unfall kommt die Fw von jeder Schuld freizusprechen oder kritische Fragen zu unterbinden

  6. Schwabe sagt:

    @Feuerwehrmann und bd112: Ich muss Hubert recht geben. Überlegt mal vorher was ihr schreibt. Ja der Maschinist fährt das Fahrzeug, der Fahrzeugführer führt/leitet die Mannschaft an. ABER:: Im Grundsatz hat er recht. Wenn es zu einen Übungseinsatz geht, sollte vorsichtiger gefahren werden als bei einem Ernstfall. Man muss natürlich auch dazu sagen, dass wir alle nicht wissen, wie der Maschinist gefahren ist und natürlich hier niemanden irgendwas unterstellt werden soll. Außerdem hat Björn das ganze sehr ausführlich erklärt und mehrfach das ganze relativiert. Also Leute chill ne Runde und bläst euch nicht gleich so auf!
    Übrigens: Bei der Wehr, in der ich aktiv bin, wird genau aus dem Grund grundsätzlich ohne SoSi angefahren, da dies damit vermieden wird.

    MfG, Schwabe

  7. H. Behrens sagt:

    Auch für Fahrer bestimmter „sportlicher“ Fahrzeuge gilt immer noch die Physik …

  8. stefan_67 sagt:

    @bd112 und ganz besonders Feuerwehrmann. Ihr solltet euch dringend einmal mit dem Strafgesetzbuch beschäftigen. Bei fahrlässiger Körperverletzung oder sogar fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr drohen einem Maschinisten, der einen Unfall verursacht hat, empfindliche Strafen bis hin zum Gefängnis.

    Wer den guten Kommentar von Björn als „dummes Gerede“ abtut, der weiß nicht, was er sagt. Solchen Menschen empfehle ich, einmal im Internet nach einem Gerichtsurteil aus Hamburg zu suchen. Dort war Löschfahrzeug mit einem Bus zusammengestoßen, wobei es Tote gegeben hatte.

  9. Firefighter sagt:

    Moin,
    ich bin der Meinung man sollte viel öfter mit SoSi fahren. Das schult sowohl den Fahrer des Fahrzeugs als auch die anderen PKW-Fahrer. Ich kann mit meinem jungen Alter und Klasse B Führerschein auch schon TSFs unt MTWs im Alarmfall bewegen, aber ich habe keine Erfahrung mit den SoSi, weil ich es nie nutzten darf. Auch wenn ich Privat unterwegs bin, bemerke ich oft das ich, wenn jetzt ein Fahrzeug mit SoSi kommt, ich keine Möglichkeit hätte Platz zu schaffen.
    Würde man öfter mit SoSi üben, schult man alle Verkehrsteilnehmer und nicht nur die Kameraden. Man kann so sicherlich ein paar Unfälle vermeiden.

    Den überall gilt: Übung mach den Meister!

  10. Reiner sagt:

    Aber Kameraden, schaut doch mal in eure Ausbildungsunterlagen. Der Maschinist führt das Fahrzeug im Strassenverkehr und ist für die Fahrweise verantwortlich. Eigene langjährige Erfahrungen sagen mir, dass Fahrten mit Sondersignal viel mehr Aufmerksamkeit benötigen. Egal ob Einsatzübung oder „echter“ Einsatz. Grundsätzlich sollte doch so gefahren werden, dass man zur Erfüllung des Einsatzzieles, Helfen, noch in der lage ist und sicher ankommt, oder? da erübrigen sich derartige Diskussionen eigentlich. Und bei den Unfällen war keiner dabei und kennt somit auch nicht die genauen Umstände, um urteilen zu können.
    Reiner

  11. Michael sagt:

    Sorry aber es wird IMMER mit Hirn gefahren, egal ob Übung oder Einsatz!
    Wer bei seiner Fahrweise zwischen Einsatz und kein Einsatz differenziert hat in meinen Augen nichts in einem Feuerwehrfahrzeug verloren. Und wenn ich als Fahrzeugführer einen solchen Maschinisten habe, habe ich kein Problem damit ihn zurecht zu weisen (habe selbst schon einen anhalten lassen bei der Rückfahrt).
    Es ist immer höchste Vorsicht geboten und mit der Dummheit der Anderen zu rechnen (wer weiss vielleicht stellen wir uns ja auch mal als „Anderer“ dumm an).
    Also wir müssen froh sein dass „so wenig“ passiert wenn man bedenkt wieviel Kilometer jedes Jahr bei den Feuerwehren, Rettungsdiensten usw mit Sonderrechten zurückgelegt werden, was auch widerrum für die doch recht hohe Kompetenz der Fahrer spricht.
    Deshalb allezeit Gute Fahrt und gesunde Heimkehr!

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