Freitag, 9. Dezember 2016

Unfall auf Alarmfahrt mit Privatwagen

24. Februar 2014 von  

Emden (NI) – Auf dem Weg zu einem Brandeinsatz ist am Sonntagnachmittag einer der beiden Abschnittsbrandmeister der Feuerwehr Emden verunfallt. Er nutzte mit seinem Privatwagen Sonder- und Wegerecht und hatte dazu Blaulicht und Martinhorn eingeschaltet. Auf einer Kreuzung stieß er mit einem Pkw zusammen. Das zivile Einsatzfahrzeug kippte dabei auf die Seite.

Im Stadtteil Constantia war der Emder Feuerwehr ein Schuppenbrand gemeldet worden. Neben der hauptamtlichen Wachbereitschaft rückte auch die Ortsfeuerwehr Larrelt aus. Vor Ort entspannte sich die Lage schnell, lediglich ein Komposthaufen brannte. Noch während des Einsatzes erreichte die Einsatzkräfte die Meldung über einen schweren Verkehrsunfall, nicht weit vom Brandort entfernt. Wie sich schnell herausstellte, war in den Unfall einer der beiden Abschnittsbrandmeister der kreisfreien Stadt verwickelt.

Ende einer Einsatzfahrt. Der Privatwagen einer Feuerwehrführungskraft liegt nach einem Unfall auf der Seite. Foto: Feuerwehr Emden

Ende einer Einsatzfahrt. Der Privatwagen einer Feuerwehrführungskraft liegt nach einem Unfall auf der Seite. Foto: Feuerwehr Emden

Auch er hatte sich nach der Alarmierung auf den Weg zu dem gemeldeten Schuppenbrand gemacht. Sein Privatwagen ist mit einer Sondersignalanlage ausgerüstet, daher fuhr er den genannten Einsatzort auch mit Blaulicht und Martinshorn an. An einer Kreuzung zeigte die Ampel dem Feuerwehrmann Rotlicht. Mit eingeschalteter Sondersignalanlage fuhr er in die Kreuzung ein. Ein anderer Autofahrer querte in diesem Moment die Kreuzung. Beide Wagen prallten zusammen, der Pkw der Feuerwehrführungskraft geriet dabei ins Schleudern und kam nach 50 Metern auf der Seite liegend zum Stillstand.

Beide Unfallbeteiligten leicht verletzt

Beide 49 Jahre alten Unfallbeteiligten zogen sich leichte Blessuren zu und mussten in das Emder Krankenhaus gebracht werden. Die von dem Schuppenbrand abgerückten Kräfte sicherten die Unfallstelle ab. Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten blieb die Hauptverkehrsstraße rund eine Stunde gesperrt.

Kommentare

8 Kommentare zu “Unfall auf Alarmfahrt mit Privatwagen”
  1. Samuel sagt:

    Fahrten mit Sosi garantiert keine freie Fahrbahn bei Rotlicht, es muss trotzdem in die Kreuzuhinein getastet werden. Das wird von vielen vergessen…

  2. bd112 sagt:

    Da ist wieder einer! Nicht dabei gewesen, keine Ahnung von den Gegebenheiten, Geschwindigkeiten, … aber das Maul aufreißen!

    Ihr geht mir sowas von auf den Sack.

    Entscheidend ist hier, das ein Kamerad in Ausübung seiner Pflicht zu Schaden gekommen ist. Ihm und dem anderen Beteiligten alles Gute.

  3. Samuel sagt:

    ich hab meinen Beitrag auf die Allgemeinheit und nicht konkret auf diesen Fall bezogen, genau weil ich die Hintergründe nicht kenne. natürlich ist es tragisch wenn Einsatzkräfte zu schaden kommen.
    in vielen Fällen, auch in einigen, bei denen zum Glück nichts passiert, wird unvorsichtig wenn nicht sogar fahrlässig in Kreuzungen eingefahren. kommt es dann zu einem Unfall will der richter nicht wissen ob man auf dem weg zum Einsatz ist oder nicht, sondern ob vorsichtig, vorausschauend und unter berücksichtigungen aller eventualitäten.
    die Polizei führt hierzu auch Schulungen durch, die echt interessante sind.

  4. Wasserwerfer sagt:

    Ich gebe Manuel recht! Es ist egal wie schnell oder was auch immer…
    Fakt ist eigen- und Fremdschutz. Das weiß jeder
    Retter! Zur Not wird die Stoppschildregel eingesetzt… So kommen alle Beteiligten an ihr Ziel und nicht was du da unklug von dir gibst… Sorry, aber unter aller Gürtellinie!

  5. Joseph sagt:

    Lieber Samuel, Lieber BD112;

    ich persönlich verstehe die gennaten aussagen jedoch muss ich, bei dir samuel noch hinzufügen, wenn die zeit drängt wird auch nicht immer auf alles geachtet, und wenn jetzt die antwort kommt das du das anderst siehst dann bist du wohl noch nie bei nem einsatz mitgefahren. In diesem fall verstehe ich deine aussage da kein leben in gefahr war außer das vllt. von ein paar Kühen, das lass mal da hingesstellt sein, somit war der unfall eben nur ein unvorstichtiger unfall, ich denke jedoch auch das der 2te fahrer (nicht der Abschnittsbrandmeister) auch sehr unvorsichtig gefahren ist, den wie man auf dem bild so schön sehen kann, liegt das auto auf der seite und jeder der mal pysik hatte weiß das man dafür eine heiden kraft oder völlig überhöhte geschwindigkeit beötigt. ich denke er wäre vermeidbar gewesen nur es ist eben passiert und fertig.

    in diesem sinnne;
    „Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr!“

    MfG,
    Joseph / FFW Sixthaselbach

  6. Samuel sagt:

    Joseph, des kann jedem mal passieren das er mal kurz unaufmerksam ist, ist mir auch schon passiert, aber sollte nicht als normal angesehen werden.
    aber wie du sagst, passiert ist es und daran kann man nichts mehr ändern. euch Unfall freie Einsätze.

    Samuel/FFW Westhausen

  7. Mikemorales sagt:

    Abschnittsbrandmeister?!
    Also ich wünsche auch alles gute dem verunfallten Kammeraden!
    Was ich aber immer nicht verstehe, warum haben es Abschnittsbrandmeister, Kreisbrandinspektoren usw. immer soo furchtbar einlig? Sie haben doch eigendlich nur die Funktion eines Beraters bzw. Beobachters! Und bringen natürlich ein wenig hektig, wo sie keiner braucht. Da kann man sich bei Rot und trotz Sondersignalen auch ein wenig vorsichtig in die Kreuzung vortasten! Leider ist das bei uns immer wieder zu beobachten! Ich werde nach Einsätzen immer wieder gefragt, wer das ist, der mit Zivilfahrzeug und Blaulicht mit Messer zwischen den Zähnen durch die Ortschaft raßt!

  8. Notrufprotokoll sagt:

    Wenn es auf der Kreuzung knallt, dann hat der Einsatzfahrer etwas falsch gemacht.
    Wenn man sich dann noch überschlägt und 50 Meter weiter schleudert, dann betrug die Geschwindigkeit auf jeden Fall mehr als „Schrittgeschwindigkeit“.

    Es gibt hier überhaupt nichts zu diskutieren, hier ist ein Wichtigtuer ohne Einsatzanlass zu einem nichtigen, bereits unter Kontrolle befindlichen Einsatz unvorsichtigt über eine rote Kreuzung gefahren.

    In wie weit der andere Verkehrsteilnehmer ein Fehlverhalten an den Tag gelegt hat ist für die Frage nach der Hauptschuld völlig irrelevant.

Kommentare

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