Sonntag, 26. Juni 2016

Oldtimer: TLF 16 T der FF Winsen (Luhe)

14. Februar 2016 von  

Winsen an der Luhe (NI) – Drei Tanklöschfahrzeuge stehen der Freiwilligen Feuerwehr Winsen (Luhe) für den Einsatzdienst zur Verfügung. Ein wahrer „Alter Schatz“ ist das TLF 16 T. Magirus hat den Eckhauber 1966 für die Schwerpunktfeuerwehr aufgebaut. Nach 49 Jahren hat eine Werkstatt das Traditionsfahrzeug umfangreich repariert – als Spende für die Feuerwehr.

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Historische Kulisse: Das TLF 16 T von 1966 der Freiwilligen Feuerwehr Winsen (Luhe) steht auf dem Schlossplatz vor dem Schloss Winsen. Foto: Buchenau

In den 1960er Jahren musste die Feuerwehr Winsen immer häufiger zu Wald- und Flächenbränden ausrücken. Um diese sofort bekämpfen zu können, beschaffte die Kreisstadt des Landkreises Harburg das erste Tanklöschfahrzeug. Magirus hat das TLF 16 T im Jahr 1966 aufgebaut. Das T hinter der Fahrzeugbezeichnung steht dabei für Trupp-Besatzung (1/2). Ein 150-PS-Dieselmotor mit 9,5 Liter Hubraum treibt den Magirus-Deutz 150 D 10 FA an. Der Oldtimer ist 6.665 Millimeter lang, 2.280 Millimeter breit, 2.800 Millimeter (inklusive Wenderohr Größe C) hoch und hat einen Radstand von 3.700 Millimetern.

Als Pumpe dient eine vom Fahrzeugmotor angetriebene FP 16/8, die 1.600 Liter pro Minute bei 8 bar fördert. Für die Brandbekämpfung führt das TLF 2.800 Liter Wasser sowie 80 Liter Schaummittel in Kanistern mit. Die Norm für TLF 16 T wurde bereits 1976 zurückgezogen. Deshalb hat die Wehr das Fahrzeug nachträglich mit Zusatzmaterial bestückt. Dazu gehören zum Beispiel ein Tiefsauger samt zwei A-Druckschläuchen, zwei Hitzeschutzanzüge, zwei Schaumzumischer (Z2 und Z4), ein Mittelschaumrohr (M2) sowie ein Schwerschaumrohr (S2).

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Im Heck befindet sich die über den Fahrzeugmotor betriebene FP 16/8, die 1.600 Liter pro Minute bei 8 bar fördert. Foto: Buchenau

Auch heute ist das TLF voll einsatzbereit und kann bei Bedarf zu Brandeinsätzen mit ausrücken mit. Einige Feuerwehrkameraden pflegen das historische Fahrzeug in ihrer Freizeit, um es fahr- und funktionsfähig zu halten. 2015 machte unter anderem ein undichter Motor eine umfangreichere Reparatur nötig, die die Kameraden nicht selbst leisten konnten.

Bernd Hoffmann von der Winsener Wehr hatte daraufhin Udo Rummler vom Iveco Service Partner Rummler in Lüneburg gefragt, ob er die Arbeiten durchführen könne. Rummler und sein Team erklärten sich bereit, die Reparatur zu übernehmen – und zwar kostenlos als Spende für die Feuerwehr. Nach etwa sechs Wochen war das TLF technisch wieder in Ordnung, sodass es ohne Mängel die TÜV-Prüfung bestand.

In unserer Februar-Ausgabe 2016 stellen wir die FF Winsen (Luhe) ausführlich vor. Sie können das Heft hier als gedruckte Ausgabe und im Download bestellen.

Kommentare

2 Kommentare zu “Oldtimer: TLF 16 T der FF Winsen (Luhe)”
  1. Mathias sagt:

    Aha, das Fahrzeug musste schon in den 60er Jahren auf eine Autobahn ausrücken, die es erst seit 1987 gibt? Wurde damals bereits ein Flux-Kompensator eingebaut oder wie haben die das gemacht? 😉

  2. Sven Buchenau sagt:

    Lieber Mathias,
    bezüglich der Autobahn lag mir leider eine Fehlinformation vor. Der Text ist bereits korrigiert. Vielen Dank für das aufmerksame Lesen.

    Freundliche Grüße aus der
    Feuerwehr-Magazin-Redaktion,
    Sven Buchenau.

Kommentare

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