Montag, 5. Dezember 2016

Tote Ratte im Einsatzstiefel: Desolate Zustände bei der Feuerwehr

29. Januar 2016 von  

Stahnsdorf (BB) – Die Zustände im Feuerwehrhaus der Ortswehr Stahnsdorf (Kreis Potsdam-Mittelmark) sind desolat. Die Wehr ist in einer denkmalgeschützten Scheune untergebracht. Erbaut 1897. Vieles stimmt nicht.

Die Fahrzeugstellplätze sind deutlich zu klein. Die Drehleiter ragt aus dem Haus heraus und wird durch Gummilappen geschützt, berichtet die „Berliner Morgenpost“. Viel schlimmer ist aber eine Ratten- und Mäuseplage, mit der die Einsatzkräfte seit Jahren zu kämpfen haben. Bisherige Versuche, der Plage Herr zu werden, scheiterten.

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Desolate Zustände im Feuerwehrhaus der Ortswehr Stahnsdorf. Symbolfoto: Hegemann

Trauriger Höhepunkt: Am Mittwochabend findet ein Feuerwehrmann in seinem Stiefel eine tote Ratte, als er sich zum Einsatz fertig machen wollte. Auch die Einsatzkleidung sei schon angeknabbert worden, schreibt die Zeitung weiter.

Ein Neubau an einem zentralen Standort im Ort, für den die Bebauungspläne schon vorliegen, wird bisher durch einzelne Parteien verhindert. Sie haben als neuen Standort ein Industriegebiet am Ortsrand vorgeschlagen. Nach Ansicht der Feuerwehr würden sich die Eintreffzeiten dadurch aber in einem nicht verantwortbaren Rahmen verlängern.

Einsatz mit Ekelfaktor – gegen späten Abend wurde die Ortsfeuerwehr Stahnsdorf zu einem Routine-Einsatz alarmiert, der f…

Posted by Feuerwehr Stahnsdorf on Donnerstag, 28. Januar 2016

Kommentare

5 Kommentare zu “Tote Ratte im Einsatzstiefel: Desolate Zustände bei der Feuerwehr”
  1. Matthias sagt:

    Ein Standort am Ortsrand, das wollte man bei uns damals auch. Ich hatte dann eine Karte von unserem Ort ausgedruckt und dort, wo die Kammeraden wohnen eine Markierung mit Stecknadeln vorgenommen. Das hat gewirkt und wir haben unser Gerätehaus dort,wo wir es wollten und auch die meißten Kammeraden drumrum wohnen bekommen!

  2. Micha sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen wie ich reagiert hätte. Pfui deibel und läufz es kalt den Rücken runter. Aber die Kameraden haben das richtige gemacht um der Politik zu zeigen das es so nicht weiter geht. Sie haben es nach draußen getragen und die Presse (nicht nur das FW Magazin)berichtet darüber. Nun sollte die Politik handeln. Ansonsten sollte man sagen das die Wehr aus hygienischen Gründen und zum Schutz der Gesundheit aller Mitgliedern nicht mehr Einsatzbereit ist. Das klingt zwar nach Erpressung des Dienstherren, aber sollte man im Hinterkopf haben damit die Theoretiker im Rathaus oder Ämtern über ihr Handeln nachdenken.

  3. Peter Lamaack sagt:

    Die FW sollte die Melder und die PSA abgeben und den Dienst einstellen.
    Die Verhältnisse sind unzumutbar, wir sind nicht in einem afrikanischen oder asiatischen Entwicklungsland. Auch Hobbypolitiker auf lokaler Ebene haben eine Fürsorgepflicht.

  4. Helge sagt:

    Ich habe mal in einem Unternehmen gearbeitet, wo es genauso zuging. Entscheidungen aus dem Bauch heraus, wie es gerade politisch passte. Ich würde meinen Dienst quittieren. Es gibt dafür auch Gesetze (Arbeitsschutzgesetz, UVV) aber das interessiert ja anscheinend niemanden. Anscheinend muss die Keule von oben (Innenministerium) kommen, damit sich etwas bewegt. Schade.

  5. Luca sagt:

    Was in dieser Feuerwehr abgeht ist ja grausam. Ich würde den Dienst niederlegen. Solang kein neues FeuerwehrHaus gebaut wird.

Kommentare

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