Samstag, 3. Dezember 2016

Thüringen: 1.500 weniger Feuerwehr-Mitglieder

30. Mai 2014 von  

Erfurt (TH) – Die freiwilligen Feuerwehren in Thüringen haben seit 2010 rund 1.500 Mitglieder verloren. Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind die Mitgliederzahlen in diesem Zeitraum rückläufig. Wobei Sachsen im letzten Jahr einen geringen Zuwachs verzeichnete. Besonders scheinen Wehren mit einem geringem Einsatzaufkommen betroffen zu sein. Wie der „Mitteldeutsche Rundfunk“ berichtet, sind die Gründe für den Mitgliederschwund regional jedoch sehr unterschiedlich. Daher fällt es auch schwer eine Patentlösung zu schaffen. Zusammenlegungen, unterschiedliche Kooperationen zwischen kommunalen und gewerblichen Wehren und auch ein höherer Frauenanteil in den Wehren scheinen zurzeit wichtige Ansatzpunkte zu sein.

Artikel: „Immer weniger Mitglieder – immer mehr Einsätze“ (MDR, 28. Mai 2014)

Artikel zu dem Thema Mitgliederwerbung:

Kommentare

21 Kommentare zu “Thüringen: 1.500 weniger Feuerwehr-Mitglieder”
  1. jean sagt:

    Ich für meinen Teil kann auch nur sagen das ich nach 16 Jahren A… aufreissen auch die Nase voll habe…
    Das hat aber mehrere Gründe, zum einen bin ich irgendwann mal aktiv geworden weil ich nicht nur helfen wollte sondern, auch was bewegen wollte…
    Aber ich musste feststellen das ich das als intelligenter, gebildeter Mensch, Abitur, erfolgreich abgeschlossenes Studium, Zweitberuf und irgendwann auch noch mal ne sehr erfolgreich abgeschlossene Zusatzausbildung im studierten Beruf musste merken das ich im Ehrenamt meine Erfahrungen und Wissen aus dem Beruf nicht einbrigen konnte, weils nicht erwünscht ist, sowohl auf Zug als auch auf gesamter Führungsebene…
    Was sehr schade ist, denn wenn man kurz gehalten ist kann man nichts bewegen.
    Dazu kommt das ich auf der anderen Seite zwar immer schon mit Beruf und Studium sehr stark eingespannt war, aber das immer mehr wird und einem so kaum noch Freizeit bleibt und da braucht man irgendwann auch mal Ruhephasen zudem wird das Ehrenamt von Arbeitgebern und potentiellen Arbeitgebern nicht mehr wirklich positiv angesehen und toleriert…
    Aber auch wenn man selbsständig tätig ist, man kann nicht einfach den Kunden hängen lassen weil man nen Einsatz hat auch wenns wichtig ist und es unter Umständen um Leben und Tod geht, denn man muss sich überlegen wenn man das öfter macht, ob man dann noch seine Kunden hat und damit seinen Lebensunterhalt kann… Denn wenn man nicht mehr seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann kann man auch kein Ehrenamt mehr ausüben….
    Was mich allerdings noch mehr stört ist wenn man sich noch trotz allen anderen Punkten sehr aktiv mit einbringt, schlecht ausgerüstet zu sein und mit mieser PSA und maroden Fahrzeugen raus zu müssen… das demotiviert nicht nur, sondern ist auch gefährlich…
    und über die Kameraden die Leute die kritisch denken, äußern das diese faule Jammerlappen sind, solche Leute sind für mich keine Feuerwehrkameraden sondern auch solche Leute die motivierte Kameraden vergraulen…
    Denkt mal drüber nach liebe Kameraden.

  2. Grutschi sagt:

    Meiner Meinung nach liegt dies an dem Gesellschaftlichen Wandel!
    Die Bequemlichkeit des Konsumierens und nichts dafür tun zu müssen (TV, Internet, Handy und PC sei Dank) führt dazu, dass wir heute mit den Problemen der ständig steigenden Einsatzzahlen (weil keiner mehr etwas alleine geregelt bekommt, Einsatzstichwort „Brennt Essen im Topf“)zu kämpfen haben und dass die aller meisten lieber auf der faulen Haut liegen.
    Die Probleme unserer Zeit kann die Politik nicht alleine lösen!
    Natürlich würde ich mich über eine Feuerwehrrente freuen und natürlich kann ich in der Zeit wo ich bei der Feuerwehr bin keinen 450€ Job machen!
    Aber dass wusste ich auch schon vor 25 Jahren als ich mit meinem Hobby Feuerwehr begonnen hatte!
    Von daher nicht jammern! Dass macht kein guter Feuerwehrmann!

  3. Mathias Fischer sagt:

    Ja gibt keine Patenlösung. Aber es gibt eine Möglichkeit: Man muss Geld in die Feuerwehr pumpen!
    Sei es, um die Feuerwehrleute mal zum Grillen einzuladen, sei es um moderne Technik und Bekleidung zu kaufen, sei es mal einen Gerätewart einzustellen.
    Aber egal welche Lösung: Geld kosten sie alle.

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