Für den Führerscheinerwerb

Schweizer Straßenverkehrsämter wollen Erste-Hilfe-Kurs abschaffen

Aargau (Schweiz) – In der Schweiz wird aktuell über die Abschaffung des obligatorischen Erste-Hilfe-Kurses für den Führerscheinerwerb nachgedacht. Wie die “Aargauer Zeitung” berichtete, sind die kantonalen Straßenverkehrsämter der Meinung, dass verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse überholt seien. Die rückläufige Zahl der Verkehrsunfälle bestätige dies. Zudem trage das Absetzen eines Notrufs per Mobilfunk dazu bei, dass Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst schneller am Einsatzort sein könnten als früher. Mit der Abschaffung des praktischen Erste-Hilfe-Kurses als Pflichtteil zur Zulassung der Fahrprüfung wolle man die Fahranfänger entlasten, heißt es in dem Zeitungsartikel. Denn ein Erste-Hilfe-Kurs habe nichts mit der eigentlichen Fahrkompetenz zu tun. Am Ende entscheide der Bundesrat über die mögliche Abschaffung. 

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Hier geht’s zum Originalbeitrag: “Darum wollen Strassenverkehrsämter den Nothelferkurs abschaffen – Kritik folgt umgehend” (Aargauer Zeitung, 05. September 2017)

Symbolfoto: Erste Hilfe

Ein Kommentar zu “Schweizer Straßenverkehrsämter wollen Erste-Hilfe-Kurs abschaffen”
  1. Peter Lamaack

    Ein durchaus interessanter Gedanke. Diese Pflichtschulung hat in über dreissig Jahren nicht dazu geführt, daß Laien eine Hilfe leisten, bevor der RD da ist. Fahranfänger sind auch -situationsbedingt- “nur” auf Verkehrsunfälle fixiert. Die Unfallzahlen belegen zudem, daß schwere Verkehrsunfälle zumeist von jungen Kraftfahrern (unter Drogeneinfluss) begangen werden. Kurz und knapp: man hält diese Gruppe zwar für fahrreif, in der Realität sind sie aber unfähig zu sozialem Verhalten. Angezweifelt werden muß auch immer die Qualität der vermittelten Ausbildung: entweder macht es die Fahrschule selbst -und ohne praktische med. Erfahrung-, oft in Kombination mit dem Sehtest (“natürlich” im gleichen Raum und zeitgleich) oder aber Ehrenamtliche ohne Wissen in Methodik und Didaktik (NEIN, diese Kurse reichen nicht aus!) meinen, etwas Gutes für ihren Verein zu tun.

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