Dienstag, 23. Mai 2017

Sauer auf Stadtrat: Zwei Wehren schmeißen hin

18. August 2016 von  

Coburg (BY) – Ein Beschluss des Stadtrats von Coburg führte jetzt zu der Auflösung von zwei Wehren. Insgesamt 32 Einsatzkräfte quittierten ihren Dienst. Am Mittwochabend übergaben sie ihre Einsatzkleidung sowie Ausrüstung und die zwei Einsatzfahrzeuge am Feuerwehrdepot, berichtet die „Neue Presse“. Was war passiert? Im Zuge der Ausarbeitung eines neuen Brandschutzkonzepts schlugen die Feuerwehren Neu- und Neershof sowie Lützelbuch ihre Zusammenlegung vor. Damit sollte die nötige Personalstärke gewährleistet und der Brandschutz im Coburger Osten sichergestellt werden. Gleichzeitig wünschten sich die Feuerwehren den Bau eines neuen, gemeinsamen Gerätehauses. Der Stadtrat lehnte dies Vorhaben in einer Sitzung Ende Juli ab und plante die Erneuerung und den Ausbau der Feuerwehr Löbelstein. Wie die Wehrführungen gegenüber der Zeitung angaben, sei die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat alles andere als produktiv verlaufen. Die Einsatzkräfte hätten sich die Auflösung gut überlegt. Letztendlich seien sie müde von den Auseinandersetzungen und ihnen fehle eine Zukunftsperspektive.

Passend zum Thema:

Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Zwei Coburger Feuerwehren quittieren den Dienst“ (18. August 2016, Neue Presse)

Symbolbild-Helme

Sauer auf Stadtrat: Zwei Wehren schmeißen hin. Symbolfoto: S. Buchenau

Kommentare

3 Kommentare zu “Sauer auf Stadtrat: Zwei Wehren schmeißen hin”
  1. M.Brodersen sagt:

    Da machen sich 3Ortswehren Gedanken um die Zukunft und zeigen Bereitschaft sich zusammenzulegen, verständlicher Weise an einem neutralen Ort, der gut für all wäre und was macht die Stadt? Sie ist dagegen… Nur nachvollziehbar, das eine Zusammenlegung an einem der alten Standorte nicht funktionieren könne, als langgedienter Feuerwehrmann kann ich das nu zu gut nachempfinden! Somit sind nun 32(!!!) Männer und Frauen WENIGER ZUR VERFÜGUNG!! Da von Seiten der Stadt zu behaupten, es ginge auch so finde ich eine Freiheit! 32(!) Frewillige lassen sich nich so einfach kompensieren!! Ein Bärendienst für die Zukunft des Ehrenamtes in der Feuerwehr hat die Stadt sich da geleistet!!!

  2. Stefan sagt:

    „Wir stärken das Ehrenamt in der Stadt wo es nur geht. Doch wir müssen die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr auch in Zukunft erhalten. Und dabei geht es eben auch um Effizienzsteigerung bei gleichbleibenden Standards.

    Das sind die Worte des 3. Bürgermeisters in der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Coburg zu diesem Thema.

    Toller neuer Werbeslogan der Stadt für das Ehrenamt, klingt fast wie Industrie 4.0

    Man merkt einfach, das diese Leute viel zu weit weg vom Thema sind und eigentlich absolut keine Ahnung haben.

  3. ernst sagt:

    zusammenlegungen sind eine kathastrophe und ein Feuerwehrleute sterben sind vor 10 Jahren bei einer fusionierung dabei gewesen resultat!!!!!!

    30 aktive sind nicht mehr dabei beziehungsweise es interressiert niemanden mehr ! Hauptsache unser komandant kann von seinem geschäft eine menge zeug verkaufen der ein feuerwehrzubehör geschäft hat!!!!

    Es kotzt mich an wie so eine kameradschaft den Bach runter gehen kann!

    Klares nein zur fusionierung!!!!!!!

Kommentare

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