Mittwoch, 23. August 2017

Nach Dienstunfall droht Rechtsstreit

16. Oktober 2012 von  

Moers (NW) – Der Löschzugführer der Feuerwehr Moers-Repelen (Kreis Wesel) hat sich im letzten Jahr bei einer Atemschutzübung verletzt. Der Feuerwehrmann ist selbstständig und hatte für seinen Ausfall im Betrieb eine Ersatzkraft beschäftigt. Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet, will weder die Feuerwehrunfallkasse, noch die Stadt Moers, die dadurch entstandenen Kosten zahlen. Der Löschzugführer ist erbost und hat sich vorerst vom Dienst beurlauben lassen. Vor Gericht will er nun die Angelegenheit klären.

Artikel: „Feuerwehrmann aus Moers bleibt nach Unfall auf Kosten sitzen“ (WAZ, 15. Oktober 2012)

Kommentare

14 Kommentare zu “Nach Dienstunfall droht Rechtsstreit”
  1. Roter Eisbär sagt:

    Leider ist das kein Einzelfall! Auch unser ehmalige Kommandant hatte einen Dienstunfall, den die GUV wegen angeblicher Vorschäden nicht anerkannte! Auch dieser Kamerad hat der Feuerwehr verärgert den Rücken gekehrt!

  2. Grisu 2962 sagt:

    Mal wieder typisch. Sind ja „nur“ Ehrenamtliche. Die kann man ja sitzen lassen, aber wehe, wenn die nicht zum Einsatz kommen!!!

  3. Frank sagt:

    Bei einem meiner Kollegen war es ein unfall im Dienstsport, Bänderriss. Auch da wollte die Versicherung der Stadt nicht einspringen. Es ist einfach nur noch sehr traurig was in Deutschland passiert wenn es um das Ehrenamt geht.

  4. Christian sagt:

    @Michael Mues: Danke, guter Beitrag. Problem ist m.E. aber, dass es sich gerade nicht um einen Arbeitsunfall im Sinne des Gesetzes handelt, damit darf die UK nicht bezahlen und die Stadt als Dienstherr wäre in der Haftung.

  5. Michael Mues sagt:

    Warum sollte es keine Arbeitsunfall sein?

    Ich behaupte mal, der Arbeitsunfall an sich ist anerkannt, aber irgendwann hat man entschieden, dass gewisse Körperschäden keine Folge dieses Ereignisses sind. So etwas nennt man Abgrenzung und ist ausdrücklich keine Ablehnung. Wobei ich gestehen muss, dass wenn man als gUV eine Prellung oder Verstauchung anerkennt, aber den Kniebinnenschaden ablehnt, dies durch die Versichertenb wie eine Ablehnung empfunden wird.

    Gäbe der Artikel mehr Informationen her, könnte ich sicher mehr sagen, aber so bleibt nur das Stochern im Nebel.

  6. Michael Mues sagt:

    Für alle die nicht wissen, wann ein Arbeitsunfall vorliegt:

    Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach den §§ 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

    http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/07/index.php?norm_ID=0700800

  7. Christian sagt:

    @Michael Mues: Ich weiß auch nur das, was in dem Artikel steht. Allerdings wird dort eine Vorschädigung genannt, d.h. ursächlich war nicht die versicherte Tätigkeit, ergo wäre es dann kein Arbeitsunfall i.S. des Gesetzes.

  8. Michael Mues sagt:

    @ Christian

    Diese Aussage bzw. die Schlussfolgerung ist schlicht und ergreifend falsch.

    Ein Vorschaden schließt das Vorliegen eines Arbeitsunfall nicht aus. Denn jeder ist grds. in dem Zustand versichert in dem er sich unmittelbar vor dem Unfall befunden hat.

    Aber hier zu diskutieren löst das Problem des Kameraden nicht.

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