Samstag, 30. Juli 2016

Rechte Kameraden dürfen in der Feuerwehr bleiben

9. Februar 2016 von  

Velten (BB) – Drei Mitglieder der Feuerwehr Velten (Kreis Oberhavel) haben mit rechten Kommentaren auf Facebook auf sich aufmerksam gemacht. Dies sorgte für Unmut bei den übrigen Kameraden. Es wurde über einen Ausschluss aus der Feuerwehr nachgedacht. Nachdem der Stadtbrandmeister (StBM) mit den drei Männern gesprochen hat, steht nun fest, dass sie in der Feuerwehr bleiben dürfen. Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, habe sich der StBM davon überzeugt, dass alle drei, unabhängig davon wem es zu helfen gilt, ihrer Aufgabe in der Feuerwehr nachgehen. Auch die Bürgermeisterin der Stadt unterstütze diese Entscheidung. Die Männer hätten die Meinung geäußert, dass sie die rechtmäßige Existenz der BRD bestreiten und an ein Fortbestehen des dritten Reiches glauben, schreibt die „Märkische Allgemeine“.

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Artikel: „Velten: Rechte Kameraden dürfen bleiben“ (09. Februar 2016, Märkische Allgemeine)

Kommentare

5 Kommentare zu “Rechte Kameraden dürfen in der Feuerwehr bleiben”
  1. Micha sagt:

    Dann sollten sich die Kameraden an den Bürgermeister als Chef des StBM wenden und er soll klären ob die braunen weiter machen dürfen. Nicht das sie sich bei der JF ein paar Seelen fangen. Solche Personen haben bei der FW oder anderen Organisationen nichts zu suchen.

  2. Albert Berens sagt:

    Na das ist ja interessant, “ … die rechtmäßige Existenz der BRD bestreiten und … „. Da beneide ich die übrigen Kameraden der Feuerwehr Velten aber nicht. Sicher werden alle, allen voran der Stadtbrandmeister und die Bürgermeisterin das weitere Geschehen in VELTEN kritisch begleiten. Dies erscheint auch angeraten, wenn nicht demnächst ein Organisationsverschulden zu bewerten sein sollte. Meine Meinung: „Wehret den Anfängen“ dass, so meine ich, sollten wir Deutschen gelernt haben.

  3. Frank Kliem sagt:

    Ich kann Micha und Albert in ihren Kommentaren gut verstehen und weiß aus eigenem Erleben wie schwer es der Stadtbrandmeister hat angemessen zu reagieren. Jeder, und damit auch jeder Feuerwehrangehörige darf sich uneingeschränkt in der Öffentlichkeit mit seiner Meinung äußern, das garantiert ihm die Verfassung.
    Der Wehrführre „muss“ sich mit seiner Reaktion an die geltende Tätigkeitsverordnung halten, da sein „Handeln“ rechtsverbindlich ist. Disziplinarmaßnahmen kann wiedersprochen werden, bis hin zur Klage.
    Da die FF Velten zu meinem Landkreis Oberhavel gehört, habe ich mehrfach mit der Wehrführung gesprochen und halte die Reaktion für angemessen. Ich weiß dass die Gespräche mit den Beteiligten konsequent geführt wurden. Die Wehr und die Stadt sind nun sensibilisiert und sehr aufmerksam. Eine Rechtsgrundlage für weitere Handlungen der Wehrführung bsteht im Momment nicht.
    Gleichzeitig ist das Thema rechtsorientierten Kreisen wohl willkommen. Die Kommentare dazu sind eindeutig.
    Der Umgang wird auch auf der Tagesordnung der nächsten Wehrführerbesprechung sein. Der LFV Brandenburg wird uns mit Hinweisen aus dem Bereich „Ohne Blaulicht“ helfen.
    Allen sei versichert, wir sind und bleiben wachsam.

    Frank Kliem, Kreisbrandmeister

  4. Alex sagt:

    Tätigkeitsverordnung der FW (Land Brandenburg):

    „§ 8 Ausschluss aus der Feuerwehr: …c) Handlungen, welche die im Feuerwehrdienst erforderliche Vertrauenswürdigkeit in Frage stellen“ (und damit sind sicher Diebstahl und Unterschlagung nur als in der Verordnung aufgeführte Beispiele gemeint.)

    Ich weiß nicht, wieso dieser Paragraph hier keine Anwendung findet…?

  5. stefan_67 sagt:

    Man muss sich die Worte einmal genau durchlesen.

    „Die Männer hätten die Meinung geäußert, dass sie die rechtmäßige Existenz der BRD bestreiten und an ein Fortbestehen des dritten Reiches glauben, schreibt die „Märkische Allgemeine“.“

    Was haben Personen, die die Bundesrepublik Deutschland und damit auch das Grundgesetz in Frage stellen, in einer kommunalen Feuerwehr zu suchen?

    Sowohl der Stadtbrandmeister als Leiter der Feuerwehr und erst Recht die Bürgermeisterin als Leiterin der Stadtverwaltung und damit auch oberste „Chefin“ der Feuerwehr haben hier falsch entschieden und disqualifizieren sich für ihr Amt.

    Es ist immer wieder erschreckend, wie naiv, verhamrlosen oder „auf dem rechten Auge blind“ reagiert wird, wenn „rechte Tendenzen bei Feuerwehrkameraden“ zum Vorschein kommen. Hier keine falsch verstandene Toleranz geben. „Rechts“ heißt „raus aus der Feuerwehr“.

    Hier muss die Politik in Form des zuständigen Landrates des Kreises Oberhavel oder notfalls der Innenminister von Brandenburg eingreifen.

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