Montag, 29. Mai 2017

Personalnotstand extrem: Keiner kommt zum Einsatz

13. Januar 2017 von  

Hohnstein (SN) – In Hohnstein im Bundesland Sachsen ist es passiert: Der Feueralarm schrillt, doch keiner kommt. Wie das News-Portal „Tag 24“ berichtet, lief um Punkt 14 Uhr bei der Feuerwehr der Alarm ein: Der Rauchmelder eines Hotels hatte ausgelöst. Von den Kameraden der Wehr kam jedoch keiner – zu wenig Personal. „Wir mussten um 14.16 Uhr noch mal alarmieren, da kamen ein paar Kameraden, aber wir hatten keinen Fahrer“, berichtet Wehrleiter Uwe Mandel. Traurige Bilanz: Einsatz abgeblasen. Umliegende Wehren mussten übernehmen. Dabei hat die Wehr eigentlich 17 Kameraden – die meisten sind jedoch tagsüber arbeitsbedingt nicht verfügbar. Ein Problem, das viele ländliche Gemeinden in Sachsen betrifft. Das einzig Positive im Fall der Feuerwehr Hohnstein: Beim angeblichen Brand im Hotel handelte es sich um einen Fehlalarm.

SVB-Helm-01

Symbolfoto: Sven Buchennau

Hier geht´s zum Orginalbeitrag: „Personal-Notstand!: Feuerwehr alarmiert, aber keiner kam“  (Tag24.de, 11. Januar 2017)

Kommentare

1 Kommentar zu “Personalnotstand extrem: Keiner kommt zum Einsatz”
  1. Frankflorian sagt:

    Das Problem betrifft sicherlich nicht nur ländliche Gemeinden in Sachsen, es ist ein bundesweites Problem, das nicht nur die kleine Dorfwehr trifft, sondern auch größere Stützpunktwehren kämpfen um Personal während der Tageszeit.

    Es wird mit allen Mitteln gedrickst und versucht hier ein System aufrecht zuerhalten was es so eigentlich gar nicht mehr gibt. Den Brandschutz großflächig ausschließlich ehrenamtlich zu betreiben, ist in der heutigen Zeit unmöglich. Es ist hier ausschließlich dem hohen Engagement der Feuerwehrleute zu verdanken, dass das System freiwillige Feuerwehr überhaupt noch einigermaßen funktioniert.
    Doch wenn wir ehrlich sind, müßten wir eigentlich erkennen, dass wir hier nur noch eine Tradition aus der Kaiserzeit und dem Nachkriegsdeutschland aufrecht erhalten, mit modernem zeitgemäßen Brandschutz hat das deutsche Feuerwehrwesen nichts mehr zu tun.

    Es nützt auch nichts teure moderne Fahrzeuge und Ausrüstung vorzuhalten, die rein faktisch nur 12 Stunden am Tag in den Einsatz gebracht werden kann, weil für den Rest des Tages einfach kein Personal da ist!

    Ich denke wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden, vielleicht sollten wir mal über unseren arroganten Feuerwehrzaun schauen und nachsehen wie Brandschutz im euröpäischen Ausland funktioniert, vielleicht kann man da mal was lernen.

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