Donnerstag, 25. Mai 2017

Milliarden-Strafe: Lkw-Hersteller müssen zahlen

Brüssel (EU) – Die größten Lkw-Hersteller Europas betrieben über Jahre hinweg Preisabsprachen. Die EU-Kartellbehörden haben ihre Untersuchungen dazu abgeschlossen und eine Geldstrafe in Rekordhöhe verhängt. Die Hersteller stimmten dem Vergleich zu. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 2,93 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“. Betroffen sind Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault. Mit 1,09 Milliarden Euro muss Daimler die höchste Einzelstrafe zahlen. Ein Großteil der Hersteller hatte bereits Rückstellungen für die Strafzahlungen gebildet. MAN geht straffrei aus, da das Unternehmen durch eine Selbstanzeige überhaupt erst zur Aufdeckung des Kartells beigetragen hat. Dieses soll seit 1997 aktiv gewesen sein. Gegen Scania laufen die Ermittlungen weiter. Das Unternehmen habe mit den EU-Kartellbehörden zusammengearbeitet, einen Vergleich jedoch abgelehnt, berichtet die Zeitung. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte mit, dass sich Scania nicht an den Absprachen beteiligt habe.

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Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Milliardenstrafe für Lkw-Kartell“ (19. Juli 2016, Handelsblatt)

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Milliarden-Strafe: Lkw-Hersteller müssen zahlen. Symbolfoto: Hegemann

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