Freitag, 9. Dezember 2016

Medaillen aus Protest zurückgegeben

22. Januar 2015 von  

Cremlingen (NI) – Die Niedersächsische Landesregierung in Hannover hat Post von der Ortsfeuerwehr Cremlingen (Kreis Wolfenbüttel) bekommen. Dem Einschreiben lagen sechs Hochwassermedaillen aus dem Jahr 2013 bei. Die Wehr hat sie aus Protest an das Land zurückgegeben, weil nicht alle zehn an dem Hochwassereinsatz beteiligten Kameraden aus Cremlingen geehrt wurden, berichtet das Internetportal „Wolfenbüttelheute.de“. Für vier Kameraden gab es keine Ehrungen. Die Wehr habe nach ihren Angaben ein Jahr lang versucht, die fehlenden Medaillen zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Wo genau der Fehler liegt, wissen die Beteiligten nicht.

Artikel: „Cremlinger Wehr gibt Hochwassermedaille zurück“ (Wolfenbüttelheute.de, 21. Januar 2015)

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Archivfoto vom Katastrophenhochwasser 2013. Foto: Bundespolizei

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Kommentare

13 Kommentare zu “Medaillen aus Protest zurückgegeben”
  1. Sascha sagt:

    Respekt! Das verdient hohe Anerkennung.

  2. Micky111 sagt:

    Feuerwehr Mitglieder sind halt Kameraden, Da hält man halt zusammen!

  3. Markus Schlereth sagt:

    vulgär formuliert „welcher Sesselpupser“ im Ministerium hat sich da durch Inaktivität = Faulheit hervorgetan. Wie kann es sein, dass ein Jahr lang nicht reagiert wird. Hochachtung vor der Kameradschaft in dieser Feuerwehr. Das ist eine schallende Ohrfeige für das Ministerium.

  4. Wilhelm C.Brinkers sagt:

    Wenn nicht alle Beteiligten Feuerwehrmänner geehrt wurden, ist die Rückgabe der Medaillen 100%tig richtig. Dieser Vorgang ist unbegreiflich.

  5. Dirk W. sagt:

    Ja da kann man doch nur sagen Das ist wahre Kameradschaft. Beispielslos zu Empfehlen.

  6. Peter Uhde sagt:

    Oh je so weit sind wir also schon, dass die Feuerwehrleute um Ihre Anerkennung kämpfen müssen. Naja es Ist eine Alte Weisheit: Orden und Granaten treffen meist das Hinterland und dort Unschuldige. Aber die die Anerkennung verdient haben, gehen leer aus.

    Interessant ist, dass selbst nach einem Jahr die Anerkennung versagt blieb.
    Oder geht es hier um den reinen Materialwert der Medaillen. Ich meine die Verantwortlichen sollten ihren Worten auch Taten folgen lassen. Ich hoffe das die Politiker nicht leere Wort haben, sonst könnten sie auch bei den nächsten Wahlen leer ausgehen

  7. Robert Krabat sagt:

    Bin selber in keiner Feuerwehr aktiv,
    schätze aber als Verkehrsteilnehmer die tolle Arbeit der Frauen und Männer unserer Feuerwehren.

    Unterstütze voll und ganz die Reaktion der Cremlinger Ortsfeuerwehr !

  8. kuni sagt:

    Von unseren Helfer hat bis heute noch kein einziger eine Hochwassermedaille bekommen und die waren an vorderster Front!!!

  9. Burkhard sagt:

    unsere Feuerwehr sollte auch welche bekommen. Die sind alle noch nicht da. Das ist besser.Viel wichtiger ist es die Flutschäden zu beseitigen und die Elbe Fließfähigkeit zu steigern, damit das Wasser besser an der Nordsee ankommt!!!!!

  10. Thunder-McNeil sagt:

    Das ist wahre Kameradschaft. Einer für alle, alle für einen.

    Völlig richtige Entscheidung die Medaillen zurückzuschicken. Denn entweder werden alle Beteiligten geehrt, oder keiner.

  11. Franzl sagt:

    Jawoll, richtig so!
    Und die komplette Niedersächsische Staatsmacht darf nicht eher ruhen, bevor dieser Skandal vollständig aufgeklärt ist und die verantwortlichen Köpfe (werden wohl letztendlich der Ministerpräsident, der Innenminister und der Landesbranddirektor sein) gerollt sind.

    Insgesamt passt die Aktion voll in den deutschen Feuerwehr-Trend der negativen Öffentlichkeitsarbeit und ist so unnötig wie das das demonstrative Helm-ins-Rathaus-werfen, weil man das neue Spritzenhaus mit Kegelbahn und Kellerbar im zweiten Stock nicht bekommt, oder das mittlerweile fast alltägliche öffentliche Bürgermeister-mit-Melder-behängen, weil man das neue Spielzeug, pardon, Fahrzeug nicht bekommt.

    Um bei den nächsten Katastrophen nicht wieder einen Weltalarm zu riskieren, weil nicht absolut und verifiziert jeder eingesetzte Helfer bis hin zum kleinsten Löschknecht mit einem Orden behängt wurde, sollte man vielleicht gar keine Anstecker mehr verteilen, die erforderlichen Finanzmittel sinnvoll z.B. zur Unterstützung der Geschädigten oder für vorbeugende Maßnahmen aufwenden und die langweiligen Ordensbehängeveranstaltungen zur Ausbildung der Hilfskräfte nutzen.

    Aber ein Gutes hat die Aktion ja: es ist eigentlich auch ein bischen Gefahrenvorbeugung, nicht dass beim nächsten Jahrhundertgewitter der Blitz in den „Goldenen Sandsack am laufenden Band“ einschlägt, weil sein Träger neben der „Silbernen Waldbrandpatsche“, dem Schwimmabzeichen und der Blutspendernadel, der Landes-, Bundes-, Europa- und Weltjugendspange sowie diverser Eimerabschuss- und Funktionsabzeichen mehr Metall am Körper trägt als auf einem durchschnittlicher Schrottplatz lagert.

  12. Jens sagt:

    Orden hin Orden her….muss es immer gleich Ausschlag in der Öffentlichkeit sein. Bei Einsätzen in einer solchen Größenordnung können schonmal Namen von Einsatzkräften verloren gehen. Habt ihr noch nie etwas in euern Einsatzberichten vergessen? Ich kenne keine Wehr in der noch nie eine Ehrung vergessen worden ist. Klar gebe ich euch recht damit das dieses bestimmt nicht schön ist, aber bitte wir reden hier über einen Anstecker und nicht über ausstehendes Gehalt. Meiner persönlichen Meinung nach sollte man das mit den ganzen Auszeichnungen und Orden mal wieder ganz weit zurück schrauben. Zum Teil ist es nämloich sehr fragwürdig warum manche Leute eine Auszeichnung bekommen und asndere wiederum nicht.

    Also mir macht die Arbeit in der Feuerwehr sowohl beruflich wie auch freiwillig ohne Orden und Auszeichnungen riesen Spaß. Die gute Kameradschaft ist besser und viel mehr Wert als jeder Orden !!!

  13. Klaus sagt:

    Zum einen muss ich sagen das die Kameradschaft in der Einheit Cremlingen hervorragend ist. Andrerseits möchte ich meinen „Vorrednern“ in einem Punkt Recht geben – die Verleihung von Auszeichnungten ist mittlerweile infationär geworden. In den mittlerweile mehr als 40 Dienstjahren habe ich mich erfolgreich gegen solche Dinge wehren können. Ich denke das allen Kameradinnen und Kameraden, egal aus welcher Organisation, eines wichtig ist die Hilfe für die Betroffenen. Allerdings ist es fragwrdig wenn ein Ministeium es nicht schafft einen Fehler, der ja bereits beschrieben wurde, innerhalb eines Jahres zu beheben. Faulheit oder Inkompetenz ist da die Frage. Sonntagsreden können die Damen und Herren alle Taten sehr selten egal auf welcher Ebene.

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