Samstag, 10. Dezember 2016

Leitstelle Saarland ist gescheitert

21. Oktober 2014 von  

Saarbrücken (SL) – Der Landtag im Saarland hat im Jahr 2006 entschieden, dass er für sein Bundesland nur noch eine Leitstelle für den Notruf 112 unterhalten will. Ungewöhnlicherweise sollte diese an zwei Standorten betrieben werden. Diese wären bei der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken sowie beim Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) gewesen. Der Zweckverband sollte alle Notrufe annehmen und die Rettungsdiensteinsätze disponieren. Die Feuerwehrangelegenheiten sollten zur Feuerwehr durchgestellt und von dort aus weiter bearbeitet werden. Doch wie die „Saarbrücker Zeitung“ nun schreibt, ging dieser Plan nicht auf – ganz im Gegenteil. Die Stadt Saarbrücken und die Landkreise des Landes haben sich dem Zeitungsbericht nach inzwischen massiv zerstritten. Das Projekt steht nach acht Jahren wieder am Anfang und eine Einigung ist nicht in Sicht. Die Schuld hieran schieben sich die Parteien nun gegenseitig zu.

Artikel: „Integrierte Notruf-Leitstelle mit zwei Standorten gescheitert – Gegenseitige Vorwürfe“ (Saarbrücker Zeitung, 20. Oktober 2014)

Kommentare

5 Kommentare zu “Leitstelle Saarland ist gescheitert”
  1. Sascha J. sagt:

    Sie hätten es so lassen sollen wie es war ist sowieso scheisse wenn ich mir das schon anhöre florian leitstelle saar am funk bis ich das draußen hab kanns eventuell zu spät sein vorher war es einfach florian Saarbrücken und da davor florian merzig florian merzog war am besten !!!

  2. Ekki F. sagt:

    Es kann und darf nicht sein, dass auf dem Winterberg Leute an der Leitstelle sitzen und von Feuerwehr fast keine Ahnung haben und im Hessenweg lauter Profis sitzen. Bei der Auseinandersetzung spielt nur die Politik mit, weil in fast allen Gremien des DRK Politiker in den Aufsichtsräten sitzen. Die wollen alles an das DRK reissen. Dass ist FAKT!!!!
    Dieses Modell wie es das DRK haben will, gibt es in ganz Deutschland nicht. Nur wir Doofen im Saarland wollen alles an die Pflasterkleber des DRK abgeben.
    Rettung in die Hand der Profis, an die BF Saarbrücken!!!!!

  3. Mathias Fischer sagt:

    Ja, Ekki, Du hast recht. Einfach mal an die nachbar-Leitstelle in Trier gucken, da läuft es seit 30 Jahren rund. Die Feuerwehr ist Herr im Haus und das DRK und MHD dürfen sich mit Personal beteiligen. Klappt, wie gesagt super. Die abgedeckte Fläche ist fast doppelt so groß wie das Saarland, aber hat nur ca. 60 % der Bevölkerung(Eifel halt).

  4. Jens sagt:

    Ich finde die Kommentare hierzu mal vollkommen über. Zu einem sollte man vorsichtig sein über Disponenten zu urteilen. Egal ob der Disponent vom DRK, Feuerwehr oder sonst wo her stammt. Fakt ist, dass auf jeder Seite gute und angagierte Kollegen gibt und genauso gibt es die es weniger gut ausführen. Mit Sicherheit ist es richtig, dass ein DRK Disponent die Feuerwehr nicht genauso begleiten kann wie ein Feuerwehrmann. Andersherum ist es aber genau so. In vielen Regionen hat sich ein gesunder Mix aus Angestellten im Rettungsdienst und Feuerwehrbeamten als sehr gut erwiesen. Eines darf man nie außer Acht lassen,eine gute Leitstellenarbeit beruht einzig und allein auf eine gute Teamwarbeit innerhalb der Disponsition und einer engen und offenen zusammenarbeit mit den Einsatzkräften vor Ort. Jedes System für sich hat bestimmt seine Vor- und Nachteile. Kommen neue Wege auf sollte man diese erstmal mitgehen und versuchen positiv daran mitzuwirken bevor man sie kaputt redet. Das ganze ja auch einen Kostenfaktor. Die Unterhaltung von Einsatzzentralen ist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Gebt neuen Ideen eine Chance und unterstützt diese, schließlich wollen alle die die in diesem System mitarbeiten das Gleiche.

  5. Bfler112 sagt:

    der Klassiker ….selbst keine Ahnung aber hier dicke Sprüche reißen…

    Zur Info..

    eine ILS ist sehr sinnvoll, da die Notrufe für die FW bzw Rettungsdienst immer umgeleitet werden mussten. Daher gab es Verzögerung bei der Alarmierung.

    Zum Thema Personal:
    Laut dem ZRF müssen die eingestellten Mitarbeiter über eine B1 Ausbildung verfügen.
    Dh. eine Feuerwehrausbildung nach BF Standard und somit sind alle Disponenten oder Mitarbeiter in beiden Richtungen voll geschult. Mitarbeiter mit Einsatzerfahrung im Feuerwehr und Rettungsdienstwesen.
    Vor allem haben die Mitarbeiter egal ob BF oder Leitstelle Saar nicht mit der Unfähigkeit der Politik in den oberen Geschossen zu tun. Die Kollegen machen Ihren Job…und das sehr gut.!

    Ich hoffe dass es bald zu einer Einigung kommt, damit die Menschen im Saarland immer gut versorgt sind.!!!

Kommentare

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