Leitstelle fehlt Personal

Hamburg – Laut Berichten des Hamburger Wochenblatts fehlt es der Rettungsleitstelle der Hamburger Feuerwehr an Personal. Die Krankenstände seien mit 20 Prozent zudem außergewöhnlich hoch. Die Annahme eines Notrufs dauere im Schnitt 15,1 Sekunden, berichtet die Zeitung.

Artikel: “Rettungsleitstelle in Not” (Hamburger Wochenblatt, 30.07.2013)

11 Kommentare zu “Leitstelle fehlt Personal”
  1. Gerade neulich hing ich beim Notruf in Hamburg ziemlich genau 1 Minute, laut Telefon, in der Warteschleife. Und neulich musste eine Werkfeuerwehr aus dem Werk ausrücken da ein Anrufer nicht beim Notruf durch kam. Angeblich waren mehr als 2!!! Minuten vergangen.

  2. 15 Sekunden sind doch Super, bei uns aufm Land mit nur zwei Disponenten kann das deutlich länger dauern.

  3. Es fehlt an qualifizierten Bewerben? Und wenn schon? In Zeiten von Fachkräftemangel muss ich mir als Arbeitgeber etwas überlegen… was? Selber ausbilden …geht auch bei Leitstellenpersonal…

  4. @Maik Siemann schön geschrieben aber dann fehlen diese Personen auf den Löschzügen und das bei bestehenden Personalmangel nicht gerade effektiv? Bleibt also nur das qualifizierte Bewerber diese Plätze auffüllen!

  5. Das Problem der fehlenden Bewerber gibt es in fast jeder Leitstelle, allerdings solange Disponenten “nur” als Rettungsassistenten in Rettungsleitstellen bezahlt und eingruppiert werden und nicht als Multitalente in Integrierten Leitstellen die von Rettung, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Technik und Verwaltung Ahnung haben müssen, wird sich in dieser Richtung auch nichts tun.

  6. Aber woher sollten sie kommen? Aus anderen leitstellen? Dann fehlen sie dort… ein ewiger kreislauf würde ich sagen…was bleibt? Ausbilden?! Mehr feuerwehrleute ausbilden für den löschzug und erfahrener, vielleicht körperlich nicht mehr ganz so fit kollegen in die leitstelle, haben dafür erfahrung…

  7. schön das es in der Theorie immer so einfach ist ….. nur schade das einige den Unterschied zwischen Theorie und Praxis nicht (er)kennen. Oder Probleme nicht in ihrem ganzen betrachten sondern nur Punktuell ….

  8. Erik Robin

    @ Torben: Nur bedenkenträger helfen auch nicht weiter!

    Der Staat und die Verwaltung haben den Bevölkerungsschutz als hoheitliche Aufgabe an sich gezogen und sehen sich viel zu häufig nicht im Stande, den Aufgaben, die ihnen daraus erwachsen auch so wahrzunehmen, wie das sein sollte.
    Es geht darum, Steuergelder nicht irgendwo unterzubringen / zu verschleudern (in Deutschland werden noch immer Autobahnen und Straßen saniert, nur weil das Geld dafür vorgesehen war und jetzt ausgegeben werden muß, weil es sonst im nächsten Jahr kein Geld mehr gibt!!!) sondern sie so sinnvoll und zielführend einzusetzen, daß Leitstellen eben nicht unterbesetzt sind. Ob man dazu Hartz-4-Empfänger oder junge Abiturienten ausbildet, ist mir erstmal wurscht!

    Tschüß!

  9. Anscheinend wurde hier von einigen vorangegangenen Posts nocht nicht einmal verstanden wo das Personal herkommt. Disponent ist kein Berufsbild oder eine Berufsausbildung sondern wird im Fall von HH von Berufsfeuerwehrmännern mit einer Weiterbildung zum Disponenten durchgeführt.
    Das heißt: Ich brauche mehr Disponenten ?
    Dann muss ich diese von einer Feuerwache abziehen, weiterbilden und in der Leitstelle einsetzen. Dadurch fehlt die Person auf der Wache.
    Da kein Geld/hoher Krankenstand durch hohe Belastung/ extrem unterbesetzte Wachen zum Alltag einer Berufsfeuerwehr zählen, sieht es auf der Leitstelle nicht besser aus. Es hilft also nur das Personal insgesamt aufzustocken und das ist teuer—-> da ist das Problem.

  10. Im Jahre 2014 scheint sich das deutlich gebessert zu haben. Es macht nicht den Eindruck, dass es in Hamburg an Bewerben fehlt.

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