Mittwoch, 23. August 2017

Kritik am geplanten Brandschutzgesetz

22. Juni 2012 von  

Hannover/Ganderkesee (NI) – Am Dienstag haben sich die Regierungsfraktionen auf einen gemeinsamen Entwurf eines neuen Brandschutzgesetzes in Niedersachsen geeinigt. Die Entscheidung, das Alter für aktive Mitglieder um ein Jahr auf 63 Jahre anzuheben sowie Doppelmitgliedschaften zu erlauben, kommt jedoch nicht bei allen Feuerwehrleuten gut an. Schon im Vorfeld war über die angedachten Neuerungen heftig diskutiert worden. Nach einem Bericht der „Nordwest-Zeitung“ sehen im Landkreis Oldenburg befragte Führungskräfte das neue Gesetz kritisch und finden dafür deutliche Worte.

Artikel: „Feuerwehren nicht heiß auf neues Gesetz“ (NWZ online, 22. Juni 2012)

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Kommentare

11 Kommentare zu “Kritik am geplanten Brandschutzgesetz”
  1. Huber37 sagt:

    Jammern auf hohem Niveau kann ich da nur sagen. Die Herrschaften in Niedersachsen scheinen ja Personalreserven ohne Ende zu haben. Und Nachwuchssorgen scheint dort ein Fremdwort zu sein.
    Passt das mit der Wirklichkeit zusammen? Und warum klappt es in anderen Bundesländern bis 65? Gehen da alle mit Rollator zum Einsatz? wohl kaum.
    Wenn ich die Alterstruktur unserer Wehr anschaue, dann gehen die nächsten 10 Jahre die „geburtsstarken“ Jahrgänge in Rente. Das heißt wir verlieren 25-30% unserer Aktiven. Aus der Jugendfeuerwehr kommen, Stand heute nur etwa die Hälte der Ausscheidenenden nach. Zusätzlich ist ein weiterer Aderlass an jungen Kräaftenzu befürchten, die berufsbedingt wegziehen. Und das soll in Niedersachsen anders sein?
    Außerdem muss ich nicht jeden „alten“ nach Vorne schicken. Es gibt genügend Funktionen, die Junge entlasten und diese Kräfte für die „heißen“ Jobs freimachen. Die Aussagen der Führungskräfte entbeheren nicht eienr gewissen Arroganz.

  2. Carsten sagt:

    Wenn bei euch 30% der Mitglieder wegbrechen ist das natürlich ärgerlich. Aber das werden sie doch sowieso, jetzt nur ein Jahr später. Oder habt ihr für das eine Jahr eine ordentliche Werbeaktion geplant?
    Schon mal versucht junge Leute zu motivieren, wenn die alten Hasen die interessanten Plätze belegen?

  3. Rolf Ho sagt:

    In Schleswig Holstein ist das Höchstalter für die Aktiven bei den freiwilligen Feuerwehren bereits seit längerer Zei auf 67 Jahre angehoben worden. Und das ist auch gut so. Ich bin bereits 64 und immer noch Atemschutztauglich was beweisen sollte, dass man auch in diesem Alter oder höher nicht zum alten Eisen gehören muss. Darüber hinaus bringen die Älteren auch noch eine gute Portion an Einsatzerfahrung mit die dann an die Jüngerer weitergegeben werden kann.

  4. Huber37 sagt:

    @Carsten Das sit wohl nciht nur bei usn so. Und btw in Baden Württemberg dürfen wir schon bis 65. Was soll das heißen die alten Hasen belegen die interessanten Plätze? Jung = qualifiziert? Sowohl bei den Führungspositionen als auch im Ausschuss ist das Alter gut verteilt. Und nur weil jemand Erfahrung hat steht er nciht unbedingt im Weg. wie Rolf Ho richtig sagt die Erfahrung, die an die Jüngeren weitergegeben kann ist wertvoll.

    Und Nahcwuchswerbeaktion – schon mal nachgeshaut wie die Altersverteilung in der Gemeinde ist? Da wird es mit dem Nachwuchs in den nächsten Jahren richtig Dünne. Auch wenn dies jetzt noch keienr wahr haben will.

  5. Peter sagt:

    Eine provokante Frage: Sind die Kameradinnen und Kameraden in Schleswig-Holstein gesünder als die in Nierdersachsen? Natürlich nicht! Ich beneide Euch für die zukunftsweisende Altersregelung.

    In Niedersachsen gibt es bereits Regionen mit stark rückläufigen Mitgliederzahlen. Andere werden folgen. Für die betroffenen Regionen hätte eine Verlängerung der Dienstzeit bis zum Renteneintrittsalter (67 J.) einen gewissen Spielraum gegeben. Allerdings sollte nach unserer Vorstellung die Dienstzeitverlängerung auf freiwilliger Basis erfolgen. Kein Kamerad oder Kameradin sollte gezwungen werden, länger als mit 62 Dienst zu machen, sondern eine Verlängerung sollte auf einseitigen Antrag des jeweiligen Mitgliedes erfolgen. Eines ist uns auch bewusst: die Dienstzeitverlängerung ist nur ein Baustein von vielen…andere müssen folgen.

    Was ich allerdings sehr schade finde, ist die Tatsache, dass gewisse Führungskräfte eine Dienstzeitverlängerung auf freiwilliger Basis strikt ablehnen. Mit ihrer Unterstützung aus Solidarität für die betroffenen Regionen hätten sie auch auf dieser Ebene getreu dem Feuerwehrmotto „Einer für alle, alle für einen“ ein Zeichen gesetzt. Jetzt haben wir die Chance, etwas zu bewegen. Denn wenn auch die Gegener der Dienstzeitverlängerung aufwachen, ist es zu spät. Das Brandschutzgesetz wird in fünf Jahren nicht schon wieder geändert, bis zu dieser Änderung hat es 34 Jahre gedauert.

  6. Timm F. sagt:

    Also Doppelmitgliedschaft ist vöIlig in Ordnung.Aber das Alter von 62 ein Jahr anzuheben bringt es auch nicht,wie die Vorgänger schon geschrieben haben.Im normalen Arbeitsleben muss man ja schon bis min. 65 jahren, was soll das bringen.

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