Freitag, 24. März 2017

Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten – Pilotstudie soll Klarheit schaffen

18. April 2016 von  

Hamburg – Besteht ein Zusammenhang zwischen der Tätigkeit einer Einsatzkraft der Feuerwehr und dem erhöhtem Risiko an Krebs zu erkranken? Eine weltweit einmalige Pilotstudie will eine Antwort auf diese Frage geben, schreibt die „Welt“. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sowie dem Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin sollen Feuerwehrleute der Stadt Hamburg einem strengen Biomonitoring unterzogen werden. Während dieser Zeit werden die Einsatzkräfte verschiedene Proben (Urin, Blut und Wischproben der Hautoberfläche) abgeben. Gleichzeitig wird die Schadstoffbelastung an der Einsatzstelle gemessen. Sollte ein Zusammenhang nachgewiesen werden können, hätte dies enorme, nicht zuletzt finanzielle Auswirkungen. So müsste die Ausstattung mit Einsatzkleidung und die „Schwarz-Weiß-Trennung“ an der Einsatzstelle sowie im Gerätehaus neu geregelt werden. Auch die Anerkennung von Krebs als Berufskrankheit bei Feuerwehrleuten könnte von den Ergebnissen der Studie abhängen.  

Ähnliche Artikel zum Thema: 

Hier geht’s zum Orginalartikel: „Das Feuer und der Krebs“ (17. April 2016, Die Welt)

Dekon_Dekontamination_Einsatzstelle_Hygiene_Krebs_Rauch_Brand

Wie hoch ist das Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten? Foto: T. Jann

Kommentare

4 Kommentare zu “Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten – Pilotstudie soll Klarheit schaffen”
  1. Andreas Grünes sagt:

    Diese Untersuchung finde ich sehr gut. Mein persönlicher Eindruck (als Freiwilliger Feuerwehrmann) zur Schadstoffbelastung der Feuerwehrkameraden ist der, dass die oft gar nicht gefilterten Dieselabgase an den alten Fahrzeugen die schlimmste Gefahr darstellen. Oft stehen wir lange Zeit während Übungen und Einsätzen an Diesel-Fahrzeugen mit laufendem Motor (was wegen der Pumpen etc. fast immer nötig ist).

  2. Guido C. sagt:

    Hatte bereits Darmkrebs. Ursache war natürlich nicht nachzuvollziehen. Heute ist wieder alles gut.
    Meine Heilpraktikerin meinte, es hätte mit der seelischen Belastbarkeit zu tun, die nachher nicht abgebaut wurde.
    Ob es tatsächlich so ist oder doch mit der Belastung von Schadstoffe zu tun, wird wahrscheinlich schwer fest zu stellen sein.

  3. Mr. Y sagt:

    @Andreas Grünes:

    Zumindest in RLP ist es Pflicht, dass auf jedem Fahrzeug ein Abgasschlauch für das Fahrzeug ist. Sollte das bei euch nicht so sein, bzw habt ihr das nicht, solltest du einfach deinem Einheitsführer (w/m) bescheid geben. Ich glaube nicht, dass es da bei der Beschaffung ein Problem geben sollte.

    Falls ihr schon sowas habt, benutzt es einfach!

    Gruß

  4. Heinz sagt:

    Das die Feuerwehrkleidung für Einsatzkräfte vor den Gefahren der Hitze und verschiedenen mechanischen Gefahren einen recht guten Schutz gewährt und zugleich eine bewährte Ventilation ermöglicht, ist bekannt. In den dichten Schutzanzügen für hohe chemische Gefährdungslagen wäre ein Angriff auf einen Brandherd sicherlich kaum zu gewährleisten. Aber: die Gefahr der Hautkontamination ist so immer gegeben. Ruß mit all den anderen aus Brandgasen und Zersetzungsreaktionen kann sich an den Übergängen Hand/Arm und Hals, ggf. auch Stiefel/Bein ergeben und ist häufig beim Duschen auch zu sehen. Dafür gibt es aber Hautdekontaminationsmittel, wie Deconaid und andere Stoffe, die von den Berufsgenossenschaften empfohlen werden und beim Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gelistet sind. Man sollte sie konsequent auf dem Wagen haben (ERSTE HILFE) und auch nach dem Einsatz zur Dekontamination verwenden.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!