Montag, 21. August 2017

Keine Postöffnung beim Feuerwehreinsatz?

28. Juni 2012 von  

Kaufungen (HE) – Für rund eine Stunde war die Postagentur im Rathaus in Oberkaufungen (Kreis Kassel) nicht besetzt – der zuständige Gemeindemitarbeiter, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, war zu einem Einsatz ausgerückt. Weil offenbar aufgrund einer Panne kein Vertreter die Postagentur übernahm, standen die Kunden vor einem leeren Schalter. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) führte daraufhin mit dem Hauptamtsleiter ein Interview. Und stellte die Frage: „Muss jemand, der in einem so wichtigen Bereich wie der Postagentur arbeitet, wirklich bei jedem Feuerwehreinsatz mit ausrücken?“

Artikel: „Postagentur war verwaist“ (HNA, 27. Juni 2012)

Kommentare

48 Kommentare zu “Keine Postöffnung beim Feuerwehreinsatz?”
  1. Simon Hieronimus sagt:

    Das ist jetzt nich euer Ernst ? Ich hätte mich weggeschmissen vor lachen…..
    Ist die Feuerwehr denn auch keine wichtige Stelle …… Manchen Cehfs sollte man den Allerwertesten versohlen weil sie sich über das Engagement der Mitarbeiter aufregen. Ohne diese Leute mit dieser freizeitlichen Verpflichtung würde es schon manches Dorf oder so manche Stadt nicht mehr. Ich hoffe diese Leute regen sich noch mehr über die Freiwiiligen Feuerwehrleute aufum diese zu feuern und dann haben sie keinen Spaß mehr an dem Hobby das sie für die Gesellschaft und die Sicherheit ausüben. Somit wird manche Feuerwehr aufgelöst und die Firmen die mit Elektizität arbeiten kriegen einen Technischen Defekt ins Haus und regen isch selbst auf weil sie den oder Die Feuerwehrleute gefeuert haben und somit dazu beigetragen haben dass die Sicherheit in vielen Orten nicht merh gewährleistet wird und ist.
    Das wars meinerseits
    Liebe Grüße
    Simon Hieronimus

  2. uwe sagt:

    Ich bin auch der Meinung das man seine post auch später oder wo anders abgeben kann.
    Was is Wichtiger ein Menschenleben oder der Brief der zu Oma soll oder Paket was Verschickt werden soll?
    Die DP is doch selbst daran schuld warum Fahren sie auch das Personal nach unten un geben das ganze an Private ab?

  3. Marita Ulrich sagt:

    Kein Arbeitgeber ist verpflichtet, einen Feuerwehrangehörigen zum Einsatz gehen zu lassen. Kann ein Postangestellter seinen Schalter einfach verlassen wegen Alarm und die Kunden stehen lassen? Kann ein Taxifahrer einfach beim Alarm zur Wache fahren und seinen Kunden im Auto sitzen lassen?
    Heutzutage gibt es schon Arbeitgeber, die stellen keine Leute ein, die in der Feuerwehr sind.
    Jeder Arbeitgeber macht das mehr oder weniger auf freiwilliger Basis, aber eine Verpflichtung gibt es meines Wissens nicht. Und mal ganz ehrlich…wegen so einer simplen Ölspur zum Beispiel den Arbeitsplatz zu verlassen und Kunden stehen zu lassen, ist auch nicht das wahre.
    Wenn es um Menschenleben geht, ist das verständlich. Aber… Arbeit geht immer noch vor…denn von der freiwilligen Feuerwehr kann man seine Familie nicht ernähren.
    Und bevor hier jetzt Protestschreie kommen…ich bin kein Arbeitgeber sondern selber bei der Feuerwehr und darf auch zu jedem Einsatz los…mein Mann aber nicht.

  4. Matze sagt:

    @ Tim:

    siehe Neufassung des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes Vom 3. Dezember 2010 im Paragraphen 11 Abs. 2

    Da steht geschrieben Zitat: (2) Beschäftigte, die während der Arbeitszeit an Einsätzen, Übungen und Ausbildungsveranstaltungen teilnehmen, sind für die Dauer der Teilnahme unter Gewährung des Arbeitsentgelts, das sie ohne die Teilnahme erhalten hätten, von der Arbeitsleistung freizustellen. Bei Einsätzen erstrecken sich Freistellungs- und Entgeltanspruch auch auf den zur Wiederherstellung der Arbeits- oder Dienstfähigkeit erforderlichen Zeitraum danach (Regenerationszeit nach Einsätzen).

    Zitat Ende

  5. J. Häfele sagt:

    Der Reporter hätte sich mal vor dem Interview vielleicht etwas erkundigen können wie die Alarmierung einer Freiwilligen Feuerwehr abläuft.

    Mich würde mal interessieren.

    Wie reagiert der Amtsleiter und der Reporter wohl wenn’s bei ihnen brennt, sie in einen VU verwickelt sind oder sie aus sonst einem Grunde die Feuerwehr brauchen und keiner kommt.

    Da jeder ja beim arbeiten ist und wartet bis einer an Funk geht um den Einsatzauftrag entgegen zu nehmen, nicht immer mit dem übereinstimmen was vor Ort dann wirklich los ist.

  6. Trashman sagt:

    Wir bekommen zum Glück von der Leitstelle ein Alarmstichwort angesagt. Damit kann man schon selbst ganz gut einschätzen, was Sache ist, bzw. abwägen, ob man wirklich gebraucht wird. Wenn der Postler also für eine Ölspur oder irgend eine andere Bagatelle vom Dienst verschwunden ist, wäre das wahrscheinlich überflüssig (je nach Tagesstärke der FF). Dafür können dann auch mal „die anderen” ran, die dann nicht gerade Menschen stehen lassen müssen. Bei Einsatzstichworten, wo es um Menschenleben geht, muss ich gar nicht diskutieren – da ist das selbstverständlich, dass jeder Mitarbeiter egal in welchem Betrieb, alles stehen und liegen lässt, um zu helfen. Das ist jedenfalls meine Meinung und ich bin auch Chef von drei Angestellten! 😉

  7. Patrick Manthey sagt:

    Habt ihr euch mal den Link, der auf den dazugehörigen Zeitungsartikel hinweist, durchgelesen !? Da wird`s noch besser, Zitat: „Muss jemand, der in einem so wichtigen Bereich wie der Postagentur arbeitet, wirklich bei jedem Feuerwehreinsatz mit ausrücken?

    Marth: Nein, sicher nicht bei jedem Einsatz, sondern nur bei den wichtigeren. So wird das aber auch gehandhabt. Wegen einer Ölspur muss der Mitarbeiter der Postagentur nicht unbedingt ausrücken. Zitat Ende“

    Meiner Meinung nach ist jeder Einsatz wichtig, eine Ölspur könnte zum Beispiel einen VU veursachen, wenn ein Autofahrer sie übersieht und darauf eine Vollbremsung macht und das Lenkrad verzieht.

  8. Flo sagt:

    LOOL 😀
    Ich schmeiss mich weg !
    Wenn er im Ort arbeitet,sollte er bei jedem Einsatz mit ausrücken,weil sonst z.B
    weier Weg arbeitene Kameraden erst unnötig zum Feuerwehrhaus fahren müssen.

  9. Michael sagt:

    die Frage von dem Redakteur war aber nicht erst gemeind, oder? wenn man bei einer Hilfsorganisation ist, dann hat man auch die Pflicht mit auszurücken, wenn es Möglich ist; und so wie ich den obigen Bericht verstehe, war es dem Betroffenen möglich. Also was will der Redakteur? in der heutigen Gesellschaft, sollte keiner auf einen Ego-Trip geh’n, der ein bisschen Mitgefühl hat.

    und noch etwas aus eigener Erfahrung: die, die sich oft über die Leute von den Hilfs-Orga’s aufregen, sind auch immer die, die als erstes schreien, wenn in puncto Hilfe-Leistung am lautesten schreien.

  10. Michael sagt:

    @Markus Krenkel: Da hast Du allerdings Recht Markus!

  11. Sueder80 sagt:

    ein paar Leute haben es ja schon geschrieben: Es gibt so was wie eine Garantenstellung in der man nicht seinen Arbeitsplatz verlassen darf.

    Es wird auschließlich von einer Postagentur gesprochen. Das heißt das ein Privater Dienstleister Service für die Post anbietet.
    Wenn jetzt der Feuerwehrmann der Besitzer dieser Agentur war und sie geschlossen hat muss er wohl mit Sanktionen durch die Deutsche Post rechnen.

  12. Thomas sagt:

    Man muss sich in der heutigen Zeit schon überlegen wo man sein Geld verdient.Die Feuerwehr kommt an 2 Stelle . Meine Meinung

  13. Max sagt:

    was soll diese frage, sind die bescheuert? Klar !muss! er weg. Ohne worte…

  14. FF´ler sagt:

    Das Problem ist nur da stehts drin aber was Arbeitgeber machen ist was anderes kenn ich aus eigener Erfahrung!

    Geld scheint wichtiger zu sein als Menschenleben.

    Armes Deutschland!

    Das man überlegen muss ob man weg geht oder auf der Arbeit bleibt!

    Den es kommt oft der Spruch: “ Wer zahlt ihr Gehalt? Wir oder die Feuerwehr!?“

  15. AHA sagt:

    Man ist ja einiges gewöhnt, was die Ignoranz der Bevölkerung gegenüber der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren angeht. Aber ein Amtsleiter einer Gemeinde, sollte solche Aussagen gegenüber der Presse nicht treffen, sondern die Wichtigkeit der Tagesalarmsicherheit und das Engagement aller Freiwilligen Feuerwehrleute und Firmen,die Mitarbeiter freistellen, unterstützen.

    Spätestens wenn eine Gemeinde eigens Personal einstellen muss, werden alle sehen, wie teuer es für alle Bürger wird.

    Aber in Kaufungen hängt offensichtlich die öffentliche Sicherheit u. Ordnung vom Briefmarkenverkauf ab.

  16. Eric sagt:

    So ein Aufriss, nur weil eine Absprache nicht geklappt hat?!

    Da steht nicht, dass er nicht hätte gehen dürfen oder das er etwas falsch gemacht hätte, sondern nur das es eine Absprache gibt (man sich also schon vorher damit beschäftigt hat, dass es passieren kann das derjenige schnell mal verschwindet) und es einfach nicht geklappt hat. Also schlicht „Dumm gelaufen“.
    Es muss doch nun nur geschaut werden wo der Fehler war und beim nächsten mal läuft alles glatt.

  17. Tiger sagt:

    Lächerlich, eine Gemeinde bestehend aus 3 Ortsteilen mit lt. Internetseite 13.500 Einwohnern verkraftet es nicht, dass Ihre Poststelle in einem Ortsteil mal nicht besetzt ist. Wenn ich ein dringendes Paket hab geh ich halt in Nachbarort der wahrscheinlich nicht mal 5km entfernt ist. Was machen die eigentlich wenn der Angestellte mal aufs Klo muss? Darf er dies dann auch nicht, weil sonst der ganze Ort von der Außenwelt abgeschnitten ist? Also sorry aber die Bevölkerung/Presse/Politik soll doch froh sein dass sich noch jemand findet der bei einer Feuerwehr tätig ist. Überall hört man es fehlt an Nachwuchs, bei so einer Aktion der Zeitung und des Arbeitsgeber brauch man sich ja da nicht wundern.

  18. Sueder80 sagt:

    So jetzt mal für die ganz schlauen:
    Es ging nicht darum das der Angestellte der Gemeinde der die Postagentur betreut nicht weg darf sondern das die Vertretung nicht funktioniert hat.
    In dem Interview steht nirgendwo das der Mitarbeiter bei bestimmten Einsatzstichworten nicht den Arbeitsplatz verlassen darf.

  19. Stefan sagt:

    Hallo,

    also das ist alles nicht so einfach!
    Ich selbst habe eine Postagentur und ich darf nicht einfach zumachen bzw. Urlaub oder ähnliches ist im Vertrag so geregelt.
    Desweiteren sollten Sie mal die Kunden erleben wenn schon eine Person am Schalter steht bzw. man Pünktlich öffnet, die Kunden werden oft ausfällig oder werfen einem alles mögliche vor.
    Deshalb ist es nicht so einfach zu einem Einsatz zu gehen, da bekommt man schnell von der Post eine Abmahnung & von den Kunden hagelt es Beschwerden bzw. kommen die nicht mehr und sprechen schlecht über das Unternehmen, da ja auch noch das andere Geschäft mit dranhängt.
    Ich selbst bin auch bei einer FF, ich arbeite zu zweit, aber in starkzeiten geht gar nichts ohne Vertretung, da die Kunden auch nicht gewillt sind bei einer Notlage etwas zu warten trotz eigens angefertigtes Schild bin im Einsatz, bitte um kurze Geduld Sie werden gleich bedient.
    Es liegt also nicht immer bei den Arbeitgebern, nur die Existenz dieser beruht auf genügend Personal bei der Feuerwehr, also auch Tagsüber.

    Desweiteren weiß auch nicht jeder Kamerad was ist bei der Alarmierung, bei mir wird nichts angezeigt, es könnte alles sein.
    Ich finde das liegt viel bei unserer heutigen Gesellschaft!!!!

  20. Schrotti sagt:

    Haben manche Leute eigentlich noch alle Latten am Zaun??? Das Konzept der freiwilligen Feuerwehr ist etwas Einzigartiges, worauf Deutschland eigentlich stolz sein kann. Aber wenn man dann sowas liest, fragt man sich als Freiwilliger wirklich, warum man eigentlich noch so blöd ist und sich den ganzen Scheiß antut. Wer hat denn bitte schön Lust bei 50 Grad Asphalttemperatur eine Ölspur auf der Autobahn mit einem einfachen Besen wegzufegen? Falls jemand Spaß daran hat, bitte melden! Wieso sollte ein Postmitarbeiter nicht zu so einem Einsatz gehen??? Muss aus der Ölspur erst ein Einsatz mit Toten werden, damit seine Abwesenheit gerechtfertigt ist? Und wenn die Arbeit des Postmitarbeiters wichtiger ist, als die Feuerwehr, warum sollte dann ein Bankangestellter, ein Bauarbeiter oder eine Verkäuferin zum Einsatz kommen? Ist deren Arbeit etwa weniger wert? So wie der Artikel geschrieben und das Interview geführt ist, bekommt man das Gefühl, dass Postmitarbeiter etwas Besseres sind und dass Feuerwehr nur ein lästiges Übel ist. Zum Teufel mit den Idioten, welche in einer Notsituation nicht mehr weiter wissen und die 112 wählen. Wieso schalten wir nicht einfach während den normalen Arbeitszeiten eine Mailbox auf mit der Ansage „Guten Tag, Sie haben den Feuerwehr-Notruf gewählt. Leider haben unsere freiwilligen Mitglieder in der Zeit von 7.00 bis 17.00 Uhr etwas besseres zu tun, als Ihnen zu helfen. Bitte rufen Sie daher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an.“

    Sorry für die direkten Worte, aber da fällt einem echt nix mehr daz ein…

  21. Tiger sagt:

    @sueder80
    Doch!
    „Marth: Nein, sicher nicht bei jedem Einsatz, sondern nur bei den wichtigeren. So wird das aber auch gehandhabt. Wegen einer Ölspur muss der Mitarbeiter der Postagentur nicht unbedingt ausrücken. “

    Wo fang ich an zu Unterscheiden zwischen Wichtig und Unwichtig?

  22. Me sagt:

    Übrigens geht es hier doch gar nicht um einen Angestellten der Deutschen Post, sondern um den Angestellten einer Postagentur! Da sind die Regelungen wie schon erwähnt durchaus knallhart, wenn man das Ding als Selbstständiger betreibt kann man sich auch nicht mit irgendwelchen Freistellungs- und Teilnahmepflichten rausreden, man ist sein eigener Chef.

    Diese Agentur scheint allerdings im Rathaus durch die Gemeinde selbst betrieben zu werden, weil im Artikel von einem „Gemeindemitarbeiter“ die Rede ist.

    Wenn nicht die Gemeindemitarbeiter zu Einsätzen gehen dürfen, wer bitte sonst?

  23. Mathias sagt:

    Hallo,

    Die Kommentare hier sind teilweise Grenzwertig, natürlich gibt es eine rechtliche Grundlage für Feuerwehr Einsätze und immerhin sparen freiwillige den unternehmen in Deutschland Milliarden an steuern.

    Meiner Meinung nach sollte die Politik endlich bessere Regelungen und anreize für unternehmen bieten.

    Im gleichen atemzug die Strafen für das abhalten eines Feuerwehrmannes empfindlicher gestaltet werden. Eine olspur kann auch Seher gefährlich werden.

    Hobby ist der einsatzdienst heutzutage nicht mehr sondern ein Risiko auf ganzer Linie.

    Macht weiter so Kameraden und helft weiter.

    Mathias

  24. Uli sagt:

    Es ist schon ziemlich vermessen, aufgrund der veröffentlichten Meldung von Menschenleben etc. als Begründung zu sprechen. Das steht nirgendwo! Es ist gleichzeitig beeindruckend, dass die Einsatzbereitschaft genau dieser Feuerwehr offensichtlich genau vonb diesem einen Mitglied abhängt. Hier mangelt es meiner Ansicht nach an eindeutigen organisatorischen Strukturen innerhalb der Feuerwehr, wenn sie sich nicht einmal in der Lage sieht, entsprechende Regelungen zu treffen. Und da hilft das Gejammer und Wichtigtun von Mitgliedern der Feuerwehren gar nichts. Ganz im Gegenteil: Arbeitgeber werden noch öfter die Mitgliedschaft in Einsatzorganisationen als Kriterium für die Beschäftigung nehmen.

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