Donnerstag, 28. Juli 2016

Kein Geld: Feuerwehr fehlt notwendige Schutzausrüstung

24. März 2016 von  

Osterwieck (ST) – In der Stadt Osterwieck (Kreis Harz) sind die Kassen so leer, dass kein Geld mehr für neue Schutzkleidung der Feuerwehr da ist. Bei langjährigen Kameraden ist  teilweise ein Austausch von defekter Persönlicher Schutzausrüstung nicht möglich. Für neue Feuerwehrkräfte kann keine komplette Persönliche Schutzausrüstung (PSA) beschafft werden. Um bei einem Grundlehrgang mitmachen zu können, haben sich Kameraden von anderen Feuerwehren PSA leihen müssen, berichtet Volksstimme.de. Auch auf alte Helme habe man zurückgreifen müssen. Da kein Geld vorhanden ist, bekamen die Lehrgangsteilnehmer auch keine Verpflegungspauschale. Trotz Haushaltssperre bemühe sich die Stadt aber, die notwendige Ausrüstung für die Feuerwehr zu kaufen.

Hier geht’s zum Original-Beitrag: „Kameraden ohne Schutz“ (23. März 2016, Volkstimme.de)

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Alter Schutzhelm. Symbolfoto: Sven Buchenau

Kommentare

6 Kommentare zu “Kein Geld: Feuerwehr fehlt notwendige Schutzausrüstung”
  1. Sven sagt:

    Das ist echt arm das es sowas gibt.
    Die Kameraden tun mir ehrlich leid.

  2. Leroy sagt:

    Und das in einem solch reichen Land wie wir sind! Da fällt einem nichts mehr ein.

  3. Stefan M. (Region Hannover) sagt:

    Bei diesen Artikel fehlen mir fast die Worte…

    Es gibt auch für Sachsen-Anhalt ein Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz…

    In dem es in:
    § 2, Abs.2 Aufgaben der Gemeinden lautet:

    (1) Die Gemeinden haben dazu insbesondere…

    …eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten, zu unterhalten, einzusetzen und mit den erforderlichen baulichen Anlagen und Einrichtungen auszustatten…

    Die Landkreise haben die Aufgabe gem. § 3, Abs.3:

    (3)Die Landkreise haben im Rahmen ihrer Rechtsaussicht
    …die Freiwilligen Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren auf ihre Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft zu überprüfen.

    Gemäß den GUVV-Feuerwehren, muss nach §12, geeignete persönliche Schutzkleidung zu Verfügung gestellt werden!

    Auszug§12 UVV-Feuerwehr SA:
    …die Feuerwehren sind nach §29 der UVV „Grundsätze der Prävention“ (GUV-V A1) verpflichtet, geeignete persönliche Schutzausrüstungen zur Abwehr möglicher Unfall- oder Gesundheitsgefahren zur Verfügung zu stellen und diese in ordnungsgemäßem Zustand zu halten. Das schließt die Wartung, Pflege und rechtzeitige Aussonderung von persönlichen Schutzausrüstungen ein.

    Vernachlässigt diese Gemeinde nicht da ihre gesetzlichen Pflichten???
    Und was ist mit dem LK in Rahmen der Aufsicht?

    Sollte es nicht auch in Interesse der Gemeinde sein, eine einsatzbereite und motivierte Truppe zu unterhalten???
    Ich hoffe dass dieser Mangel unbürokratisch und Zeitnah abgestellt wird…

  4. Uwe Storch sagt:

    So weit ist es also schon ! Vielleicht hilft es ja, die Feuerwehren der Gemeinden, bei denen es nicht mal für das Nötigste reicht in die Liste der ausländischen Wehren einzureihen, die von den besser situierten Feuerwehren Deutschlands Entwicklungshilfe bekommen. So könnte man im Wechsel eine Feuerwehr in Afrika o.ä. und dann eine in Deutschland mit abgelegter Ausrüstung usw. ausstatten.
    Liebe Politiker, was fahrt Ihr denn noch an die Wand in Eurem Sparwillen ???

  5. S.Schmitt sagt:

    Liest man sich die Niederschriften der Stadtratssitzungen durch, hat es den Anschein, als ob dort jeder sein eigenes Süppchen kochen möchte, nicht nur bei den Wehren, auch die einzelnen Vertreter im Stadtrat.

    Die PSA ist dort wohl nicht das einzige Problem.
    Es werden zwar jährlich mind. 30 T€ im Haushalt für „Feuerwehren und Hydranten“ eingestellt, allerdings bei 367 Kameraden reicht dieser Betrag keineswegs aus.

    Das älteste Fhz. ist 51 Jahre alt, Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes bilden eine Tageseinsatzstaffel, damit überhaupt genügend Personal für Einsätze zur Verfügung steht, in einigen Ortschaften fehlt es an AGT.

    Einige Orte haben keine Wasserversorgung, usw, usw…

    Es muss ein Umdenken bei allen Beteiligten in diesem Prozess geben, sonst sieht es irgendwann düster aus…

  6. Moritz sagt:

    Was soll man dazu sagen? Geiz ist eben geil. Gespart wird überall, was auch gut ist. Allerdings wird dies bei vielen in einem mehr als unverschämten und gesetzeswidrigem Maß betrieben. Auch in unserer Verbandsgemeinde gilt seit neuestem die Anweisung, dass nicht-AGT lediglich eine HuPF 3 Jacke, statt eine HuPF 1 erhalten. Im Winter könne man ja einen dicken Pullover anziehen. Der größte Witz ist allerdings, dass sich die Verantwortlichen gerne damit profilieren, wie super und modern unsere Wehren ausgestattet sind. Irgendwie ist eine gute Ausstattung auch ein Motivationswerkzeug.

Kommentare

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