Samstag, 27. Mai 2017

Kein Fahrer – Feuerwehr traf erst nach 30 Minuten ein

11. Mai 2016 von  

Sietow (MV) – Am Dienstagnachmittag brannte ein Wohnwagen in Sietow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Mehrere Explosionen waren zu hören. Allerdings konnte die Sietower Feuerwehr nicht zur Brandbekämpfung ausrücken, berichtet der „Nordkurier“. Der Grund: Es stand kein Maschinist mit einem geeignetem Führerschein bereit, um das Löschfahrzeug zu fahren. Nachbarwehren mussten alarmiert werden. Diese trafen jedoch erst nach zirka 30 Minuten ein. Wie die Zeitung schreibt, habe sich der Brand in dieser Zeit weiter ausgebreitet, sodass auch zwei Pkw zerstört wurden.

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Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Feuerwehr erst nach 30 Minuten beim Brand“ (10. Mai 2016, Nordkurier)

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Kommentare

34 Kommentare zu “Kein Fahrer – Feuerwehr traf erst nach 30 Minuten ein”
  1. Huber37 sagt:

    Kopfschütteln über die Kameraden. Kennt denn keiner die Vorschriften? Zum Einsatz darf ich im Notfall auch ohne die richtige Führerschein-Klasse. Nur nicht zurück. Da war doch sicher jemand dabei, der schon mal was größeres wie einen Smart gefahren hat. Der § 35 StVO mit absatz 1 sollte auch den dortigen Kamerden bekannt sein. Ansonsten – Nachschulung.

  2. Lars sagt:

    Genau richtig gehandelt. Fahrzeug stehen lassen und Nachalarmieren!!!! Kann ja nicht sein das man sich und andere in Gefahr bringt wenn man das Löschfahrzeug ohne Fahrerlaubnis fährt. Da muss die Stadt mal geld für den erwerb der entsprechenden Fahrerlaubnis lockermachen. Also grosses lob für den GF der so entschieden hat!!!!

  3. Christian Brenner sagt:

    Lieber Huber 37, § 35 Abs.1 StVO befreit von den Vorschriften DIESER Verordnung, nämlich der StVO. Dass das Fahren ohne Fahrerlaubnis eine Straftat darstellt, ist aber in § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG – man beachte den Unterschied in der Endung! – geregelt.

    Und ob Du einen Staatsanwalt oder Richter findest, der die Einsatzfahrt als Rechtfertigungsgrund, der verbotenes Handeln im Einzelfall ausnahmsweise gestattet, ansieht, erscheint mir mehr als fragwürdig, wenn ich bedenke, dass auch nicht jede Geschwindigkeitsübertretung im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahren als gerechtfertigt angesehen wird.

    Vorsicht mit der Weitergabe gefährlichen Un- oder Halbwissens. Insofern – Nachschulung!

  4. D.Ehlke sagt:

    Wenn keine Fahrerlabnis vorliegt darf erstmal garnicht gefahren werden, erstrecht nicht im Einsatz.
    Das Unfallrisiko ist bei wenigfahrern eh schon erhöht und verzigfacht sich bei einer Alarmfahrt nochmal. Das kann niemand verantworten und schon garnicht rechtfertigen.
    Viel eher sollte man, wenn kein passender Fahrer da ist, auf den Knopf drücken und nach, bzw. größer, alarmieren. Wenn dann doch noch wer kommt ist ja alles gut. Wenn nicht wird trotzdem geholfen, wenn auch etwas später.

  5. Feuerwehrmann sagt:

    So ein Blödsinn.

    Das Aufbrechen einer Wohnungstür, um die Wohnung dahinter zu betreten in Abwesenheit und ohne Wissen des Bewohners ist auch eine Straftat.

    Trotzdem darf die Feuerwehr das tun. Rechtfertigender Notstand.

    Wir haben zum Glück genug Fahrer und schulen regelmäßig nach, aber alle Inhabe der Klasse 3 alt (bis 7,5 Tonnen) haben eine Einweisung auf dem HLF 10/6 (14 to) und KÖNNEN es fahren. (Im übrigen lässt sich ein modernes HLF 10/6 einfacher fahren, als unser altes LF 8)

    Ein brennender Wohnwagen mit hörbaren Explosionen ist mit Sicherheit ein rechtfertigender Notstand. Man stelle sich vor, dort wären Menschen verbrannt, weil der Führerschein nicht passte…..

  6. Christian Brenner sagt:

    Lieber Feuerwehrmann (welch geistreiches und originelles Synonym), selten habe ich so einen Blödsinn gelesen.

    Das Aufbrechen einer Wohnungstür, zu der die Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert wird, hat mit rechtfertigendem Notstand nichts zu tun. Ich nehme an, die Vorlesung zum Strafrecht AT, in der der rechtfertigende Notstand besprochen wurde, hast Du geschwänzt.

    Das Aufbrechen von Wohnungstüren ist bereits gesetzlich legitimiert. In Rheinland-Pfalz z.B. durch § 25 Abs.1 i.V.m. § 40 Nr. 4 LBKG. Da braucht sich also niemand auf einen Notstand zu berufen, weil bereits eine gesetzliche Eingriffsermächtigung vorliegt. Das gleiche gilt für den Staatsanwalt der bei einem Betrunkenen eine Blutentnahme anordnet, er darf es, weil es ihm die StPO erlaubt, genau wie mir das LBKG erlaubt, eine Wohnung zu betreten.

    Vielleicht bist Du aber so gut und verlinkst uns allen hier mal eine Entscheidung des BGH, aus der hervorgeht, dass eine Einsatzfahrt ohne Führerschein zu einem brennenden Wohnwagen ohne das Menschenleben in Gefahr gewesen sind, von einem rechtfertigenden Notstand abgedeckt ist. Ich wünsche viel Erfolg bei der Recherche!

    Es ist auch gar nicht die Frage, wie Ihr es in Eurer Wehr handhabt, solange nichts passiert. Ich habe in 15 Jahren aktiver Tätigkeit noch nie erlebt, dass die Polizei stichprobenartig die Fahrerlaubnisse der Einsatzkräfte prüft. Liegt aber mal ein TLF oder HLF auf der Seite und es wurden Kameraden oder Dritte verletzt oder gar getötet und der Fahrer verfügte nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis, kann er dem Richter ja mal versuchen zu erklären, dass es ganz fürchterlich dringend war, den brennenden Wohnwagen zu löschen.

  7. Sabine Glock sagt:

    Hallo,
    hatte man nicht wenigsten mit Schrittgeschwindigkeit fahre können?

    Wenn ich Wikipedia richtig lese, hat das Dorf 617 Einwohner.

    Folgendes habe ich im Internet gefunden:

    „Heute Vormittag brannten in Sietow ein Wohnwagen sowie ein Auto fast vollständig aus. Die alarmierten Feuerwehren konnten zum Teil nicht ausrücken, weil Kraftfahrer fehlten. „Das Problem ist uns bekannt. Uns fehlt der Nachwuchs“, teilte Andreas Kocik, stellvertretender Kreisbrandmeister im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte mit.“

    „Natürlich kann man den anrückenden Feuerwehren keinen Vorwurf machen. Die Feuerwehr Malchow war nach 18 Minuten am Einsatzort. Wenn man bedenkt, dass die Kameraden erst noch zum Gerätehaus müssen und dann eine lange Fahrt bis nach Sietow haben, ist die Einsatzzeit vorbildlich.“

    Schauen wir uns die Einsatzzeiten mal im Detail an. „Die ersten Feuerwehren wurden um 10:46 Uhr alarmiert. Exakt zehn Minuten später wurde die Feuerwehr Malchow alarmiert und war um 11:13 Uhr mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort. Zur Sicherheit wurden dann um 11:01 Uhr die Feuerwehren aus Röbel und Rechlin nachalarmiert“, sagt Kocik.

    „Wir müssen uns an die Alarm- und Ausrückeordnung halten. Die Leitstelle in Neubrandenburg hat alles richtig gemacht und nach zehn Minuten weitere Feuerwehren alarmiert. Die Aussage, die Feuerwehr war erst nach 30 Minuten vor Ort, stimmt so nicht. Denn die Feuerwehr aus Malchow wurde ja erst zehn inuten später alarmiert“, ergänzt Kocik.
    Kocik weiter: „Am Beispiel Sietow erkennt man deutlich, dass die Feuerwehren überall in Not sind. Wir sind fast überall gut ausgerüstet, was uns fehlt sind Kameraden. Was nützt uns denn ein nagelneues Tanklöschfahrzeug auf einem kleinem Dorf, wenn es nicht ausrücken kann wenn es brennt? Wir alle müssen daran arbeiten und dafür Sorge tragen, dass sich wieder mehr Menschen ehrenamtlich engagieren.“

    Das Problem ist bekannt!!! Warum wurde die AAO nicht angepasst, so dass bei einem Alarm sofort mehrere Feuerwehren parallel alarmiert werden?

    Hier sollte der Schaden nicht die Versicherung bezahlen, sondern die Feuerwehrführung, die versagt hat. Für mich ist die aktuelle AAO grob fahrlässig!
    Wenn die Verhältnisse wirklich vorher so bekannt waren!

  8. Feuerwehrmann sagt:

    Liegt ein HLF auf der Seite und es wurden Dritte verletzt oder getötet, hat der Fahrer IMMER ein Problem, egal ob mit oder ohne passenden Führerschein….

    Nebenbei sind die „Sonderrechte“ der Feuerwehrleute in den Bundesländern höchst unterschiedlich geregelt! Was jmd in Bayeern darf, darf er in Hamburg noch lange nicht….

  9. Peter Lamaack sagt:

    Ich sehe die Problematik unter dem Aspekt einer mangelhaften Selbstverantwortung der dortigen Dorfbevölkerung! 1958 in einer Großstadt geboren, kenne ich durchaus noch die Situation in den ländlichen Vororten, wo es lediglich einen TSA-Anhänger gab. Im Alarmfall wurde dieser von einem beliebigen Traktor gezogen – egal, ob der Fahrer Mitglied in der Dorf-FF war oder nicht.
    Hier in dieser Ortschaft im tiefen-tiefen Osten scheint es keinen einzigen Menschen mit einer LKW-Fahrerlaubnis -bspw. aus NVA-Zeiten- zu geben, der vor Ort verfügbar ist- aber eben kein reguläres FF-Mitglied. (Klar, da herrscht ja eine 100%-ige Vollbeschäftigung; ist ein blühender Wirtschaftsraum).
    Allein der Gedanke daran scheint frevelhaft, weil „die von der Feuerwehr machen das schon“.

    Wer den Sarkasmus gefunden hat, darf ihn behalten.

  10. Christian Brenner sagt:

    Jetzt kann man natürlich die Frage stellen, ob der Richter unterstellt, dass die Gefahr, die auf einer Einsatzfahrt herrscht, dadurch vergrößert wird, dass der Fahrer nicht in Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war und somit auch nicht über ausreichend Fahrpraxis verfügte. Aber lassen wir das. In „Feuerwehrmanns“ Einheit KANN ja ein jeder mit der ehemaligen Klasse 3 fahren. Schließlich werden die Leute ja eingewiesen, damit ist das Thema Fahrpraxis mit einem 14-Tonner sicher schnell vom Tisch, weil alle früher mal das alte LF 8 gefahren haben.

    Feuerwehrmann, dein obiger Post offenbart, dass du von der Materie absolut keine Ahnung hast. Aber abolut selbstsicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit gehört leider für viele dazu. Das mit den „Sonderrechten“ ist bundeseinheitlich in der StVO geregelt. Genau wie der rechtfertigende Notstand bundeseinheitlich in dem StGB geregelt ist. Da kann kein Bundesland mehr etwas eigenes regeln. Aber so etwas wie ausschliessliche oder konkurrierende Gesetzgebung hast du wahrscheinlich auch noch nicht gehört.

    Es warten übrigens immer noch alle auf den Link zur Entscheidung des BGH. Ich bin aber jetzt eigentlich noch viel gespannter auf ein paar Links zu den unterschiedlichen Sonderrechtsregelungen der einzelnen Bundesländer, um deine Aussage mit ein wenig Leben und Argumenten zu füllen. Also, nur zu!

  11. Mr. Y. sagt:

    Der Beitrag von Peter Lamaack ist gut!
    Ist das bundeseinheitlich geregelt, dass die Fw „nichtmitglieder“ zum Fahren des Fzg verpflichten darf, sofern kein eigener Fahrer da ist, oder ist das in jedem Bundesland anders?

    Soweit ich weiß, ist das in RLP so, dass man in so einem Fall z.B. jemanden anhalten darf oder rausklingeln o.ä.

  12. Hans Sauer sagt:

    In diesem speziellen Fall sllte man mal ein paar Aspekte mehr betrachten – um zeigen wie kompliziert dieses Thema ist. Zum einen gab es in der DDR die Klasse B nur bis 3,5 to und ncih wie bei uns bis 7,5 t respektive mit Anhänger bis 18,5 t, Zum zweiten dar jeder alte Dreier im Bereich Landwirtschaft (Klasse T) auch Fahrzeuge über 7,5 t fahren, sofern sie nicht schneller wie 60 km/h laufen. Das TLF der besagten Feuerwehr hat ein zul. GesGewicht von 10,3 t. Es ist richtig, dass anscheinend keienr der Kameraden die „richtige“ Fahrerlaubnis in der Tasche hatte oder zu glauben hatte. In wie weit nun ein großer Unterschied darin besteht, ob ich eine Landwirtschaftliche Machine, z.B einen Mähdrescher der deutlich schwerer und größer ist, fahre oder ein TLF mit 10 t und max 60 km/h darüber kann sciher vor Geriht trefflich gestritten werden. Ebenso über die Tatsache, dass ich zwar 16 t mit Hänger fahren darf, aber im Ernstfall keine 10 t alleine. Die Verfehlung sit da, aber der Strafrahmen dürfte bei einem einigermassen vernünftigen Richter im untersten bereich bleiben. Aber …. auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. Dass ein solche Aktion bei einer Ölspur sicher anders aussehen würde ist auch klar. Als Geschädigter würde ich hier auf jeden fall die gEmeinde verklagen….. mit funktionsfähiger Feuerwehr wie vom Gesetz vorgeschreiben hat das nichts mehr zu tun.

  13. Feuerwehrmann sagt:

    Es sind eben die Oberbedenkenträger und Paragrafenreiter, die den Dienst in der Feuerwehr immer mehr zu einer Last machen.

    Zu den Sonderrechten:

    Es ist Fakt, dass z.B.in SH ab Alarmierung den Feuerwehrleuten Soonderrechte laut StVO zugestanden werden (bestätigt durch ein offizielles Schreien des Innenministers an due Feuerwehren (An die Oberbedenkenträger: Sonderrechte, nicht Wegerechte!). In Hamburg z.B. werden diese explizit ausgeschlossen. Nix mit bundeseinheitlich!

    Und ich weiss nicht, wie oft Du Brände auf Campingplätzen erlebt hast, ich durchaus und da geht das ziemlich zur Sache, gerade auf Plätzen, wo die Wohnwagen dicht an Dicht stehen.

    Und es wird auch niemand „just for fun“ ein 10/6 fahren, wenn er keinen Führerschein hat, aber im Notfall eben doch – das wird dann auch der Leitstelle mitgeteilt.

    Ich weiß nicht, wie oft Du ein 10/6 bewegt hast, Tatsache ist: EIn 10/8 neu fährt sich viel leichter als ein 25 Jahre altes LF8 und keiner redet davon mit einem 10/6 mit 120 km/h in Einsatzfahrt die 3 km bis zum Campingplatz zu bewegen, sondern darum es im Notfall mit gebotener Vorsicht zu fahren sofern eine Einweisung und Erfahrungen vorliegen.

    und nein, für eine Ölspur würde das niemand tun.aber wer keine Ahnung hat, was in 30 Minuten auf einem brennenden Campingplatz passiert und noch nie erlebt hat, wie eine explodierende Propangasflasche auf einem Campingplatz „abgeht“, der mag sich gern hinter seinen Paragrafen verstecken und Oberbedenken tragen, während die Urlauber auf dem Campingplatz verbrennen.

  14. Christian Brenner sagt:

    Außer polemischen Äußerungen und übertriebener Dramatik hast Du nichts zu bieten?

    Das kann ich wechseln: Es sind die Rettungsrambos und Verkehrsowdies, die eine ganze Institution in Verruf bringen und leichtsinnig das Leben Dritter und ihrer Kameraden in Gefahr bringen.

    Das worauf du in Hamburg anspielst ist übrigens das Schreiben der Hansestadt Hamburg,Behörde für Inneres vom 19.12.2000,Zeichen: F 03110. Darin wird Angehörigen der FF lediglich untersagt Sonderrechte in Anspruch zu nehmen. Das ist eine dienstliche Anweisung, keine Sonderrechte in Anspruch zu nehmen aber keine Feststellung, dass man keine Sonderrechte hat. Ein kleiner aber bedeutender Unterschied.

    By the way: Was bringt die Mitteilung an die Leitstelle, dass der Fahrer keine Fahrerlaubnis hat?

    Dass sich ein heutiges HLF leichter steuern lässt als ein Magirus-Rundhauber habe ich doch auch gar nicht bestritten. Aber wie Eure Maschinisten ohne die nötige Fahrerlaubnis zur Erfahrung kommen, würde mich schon interessieren.

    Wie ich oben schon schrieb, könnt Ihr in Eurer Wehr machen was Ihr wollt, solange nichts passiert, aber man sollte auch akzeptieren, dass es andernorts nicht so nonchalant gehandhabt wird, wenn es immerhin um eine mögliche Straftat geht. Das würde ich auch für meine Leute so nicht hinnehmen, da sehe ich mich in der Verantwortung dem Bürgermeister klipp und klar zu sagen, dass sich keines dieser großen, roten Autos bewegt, wenn die Gemeinde nicht bereit ist, in die Führerscheinausbildung zu investieren.

  15. Feuerwehrmann sagt:

    Paragrafenreiter halt. Interessant ist die Deutung, dass pragmatisches Handeln von Einsatzkräften in brisanten Notsituationen von Dir abgewertet wird im Sinne von Rambos und Rowdys. An Unsachlichkeit kaum zu übertreffen.

    Bei uns in der Wehr haben ca. 40% der Einsatzkräfte Klasse 2 und die Gemeinde zahlt jedes Jahr neue Führerscheine. Trotzdem ist es vorgekommen, dass kein Fahrer verfügbar war. Und in bisher einem Fall wurde das Fahrzeug dann von einem eingewiesenen Fahrer mit Klasse 3 bewegt. Zu einem Unfall auf der Bundesstraße 500 Meter vom Gerätehaus mit Schwerstverletztem – langsam mit dem MZF vorweg.

    Eine ganz ganz schlimme Straftat! Der Polizei war das im übrigen völlig schnurz, die wussten das und sagten: Herkommen! Die Leitstelle wusste das und sagte: Fahren!

    Und wo man Erfahrungen herbekommt? Indem man das Fahrzeug auf nicht öffentlichen Straßen und Wegen regelmäßig fährt.

    Nebenbei haben wir einige ganz junge Fahrer der Klasse 2. Die DÜRFEN z.B. das Fahrzeug offiziell fahren im Einsatz, sie werden es aber erst einmal nicht fahren im Einsatz. Oder willst Du mir erzählen, dass es sicherer ist, wenn ein Fahrer Klasse 2 mit 3 Monaten Fahrpraxis ein 10/6 bewegt im Einsatz im Vergleich zu einem Fahrer mit 30 Jahren regelmäßiger Fahrpraxis auf einem 14 Tonnen Gespann, das man mit Klasse 3 fahren darf oder einem Landwirt der regelmäßig große Landmaschinen bewegt mit Doppelanhänger und 40 Tonnen?

    Wir handeln nach dem Grundsatz: Die Vorschriften sind für den Menschen gemacht und nicht nach dem Grundsatz: Der Mensch ist für Vorschriften gemacht. So unterscheiden wir uns eben. Dir sind Paragrafen wichtig, mir die Menschen.

  16. Mbb sagt:

    Ha, ich hau mich weg! Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt, aber nicht in Deutschland, wenn´s um die Feuerwehr geht! Fakt ist eins, führen von Fahrzeugen ohne entsprechende Berechtigung ist nicht rechtens! Da gibt es auch keine Ausnahmen. Dir Feuerwehrmann, will ich eins sagen, es ist nicht im Sinne der Feuerwehren und der Rettungsdienste ein Menschenleben zu riskieren um eins zu retten! Und ich riskiere das Leben anderer Verkehrsteilnehmer erheblich, wenn ich nicht eine notwendige Ausbildung zum Führen entsprechender Fahrzeuge besitze. Bei einen eintretenden Schadensfall im Einsatz, ohne entsprechende Voraussetzung, verzeiht dir keiner die angedachte Notwendigkeit!

  17. Feuerwehrmann sagt:

    Jaja.

    In dem von mir geschilderten Fall wurde das Fahrzeug einige hundert Meter bewegt, der Fahrer ist mit bestimmt 30 oder 40 km/h die Straße entlang „gerast“, das MZF vorweg (alles mit Sondersignal). Angesicht des herannahenden Monsterfahrzeuges spritzten die Menschen vor der drohenden Gefahr zu so zur Seite, um nicht überfahren zu werden. Und wie ich schon sagte: Die Polizei wusste davon und hat gleich das SEK gerufen und der Fahrer wurde sofort verhaftet und klopft jetzt in Santa Fu bis an sein Lebensende Steine 😉
    Es ist nicht im Sinne der Feuerwehren ein Leben zu retten unter Riskierung eines anderen Menschenlebens? Aha!

    Innenangriff in einem brennenden Haus um ein Menschenleben zu retten ist dann nach Deiner Definition was? Ein Spaziergang?

    Aber das ist Deutschland: Wer das Dokuemnt hat, der darf, egal ob er die Fähigkeiten besitzt oder nicht. Wer das Dokument nicht hat, der darf nicht, egal ob er die Fähigkeiten hat oder nicht. Paragrafenreiter eben.

    Aber erkläre mir eben noch: EIn Führerscheinneuling, 20 Jahre alt mit Klasse 2 und praktisch keiner Fahrpraxis darf ja offiziell ein Fahrzeug dieser Art führen.

    Ein Mann der seit 30 Jahren Großtraktoren auf öffentlichen Straßen bewegt mit 40 Tonnen und 60 km/h. Der darf nicht.

    Und Du wilst behaupten der Zweite riskiert Leben und der Erste nicht (weil er einen Zettel hat, auf dem steht: Du darfst)

    Deutschland und Deine Paragrafen….

  18. Mbb sagt:

    …ich bin wirklich froh, das wir umsichtige und disziplinierte Kameraden sind und gerne auf „Experten“ verzichten, vor allem im Einsatz! Mach einfach weiter so, denn eine Führungskraft wird aus dir sowieso nicht. Gott sei Dank!

  19. Feuerwehrmann sagt:

    Es gibt tatsächlich zwei sehr unterschiedliche Arten von Feuerwehrleuten.

    Gruppe 1:

    Die treffen sich nach Alarmierung schnellstmöglich am Gerätehaus und entscheiden dann in wenigen Minuten, wie sie auf Basis der Stichworte der Alarmierung und der zu erwartenden Gefahren schnellstmöglich effektiv die Gefahrenabwehr beginnen können und treffen dabei unter Umständen eine schnelle Gefahren/Nutzen-Abwägung (Wie groß ist das Risiko, dass ein erfahrener Klasse B (alt) und T-Fahrer andere gefährdet gegenüber dem Risiko bei einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nicht rechtzeitig einzutreffen und entscheiden dann nach den Umständen des Falles.

    Gruppe 2:

    Trifft sich um Gerätehaus und bildet erst einmal eine Arbeitsgruppe, um das Brandschutzgesetz gegen die StVO abzuwägen und entscheidet nach der Abwägung: Paragrafen sind wichtiger als Menschenleben.

    Ganz ehrlich, ich möchte zur Gruppe 1 gehören und nicht zur Gruppe 2.

  20. alter Kammerrad sagt:

    Anregungen und Vorschläge an die Feuerwehrführungen und Innenminister der jeweiligen Länder wären doch viel besser, als Streitereien und Anfeindungen unter Feuerwehrkammerraden.

    Bei unserer Wehr haben wir jetzt auch das Problem. dass das alte LF 8 mit 7,5t durch ein modernes LF 10 mit ca. 13t ersetzt wird.
    Da hätt ich doch die Anregung warum können altgediente Feuerwehrmänner (so wie ich) der über 30 Jahre lang einen abgelasteten 9 Tonner auf 7,5t mit dem alten Führerschein Klasse 3 gefahren haben, nicht einen erweiternden Feuerwehrführerschein machen auf 14 Tonnen, dann wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr wäre gegeben, und die jungen Heißsporne hätten Zeit den Führerschein zu machen und dass fahren unter Einsatzbedingungen zu lernen.

  21. Uli sagt:

    Nirgendwo in der Berichterstattung lese ich etwas von Menschenleben in unmittelbarer Gefahr. Damit wird man keinen Richter finden, der eine Fahrt als gerechtfertigt ansieht.

  22. Mathias sagt:

    Auch ich bin der Meinung daß ein erfahrener Klasse 3 Fahrer sicherer fahren würde als ein Neuling mit Klasse C.
    Auch ein Busfahrer der „nur“ Klasse D besitzt, und nicht wie früher auf Klasse 2 aufbaut, fährt diese betreffenden Fahrzeuge wohl sicherer als manch anderer.
    Ich war selbst mal im Mannschaftsraum als bei einer Einsatzfahrt ein Inhaber der Klasse 2 nach vielen Jahren mal wieder das LF 16 steuerte weil er schon am Lenkrad saß als ich am Feuerwehrhaus ankam. eine Linkskurve wurde dann auf 2 Rädern genommen was zur Folge hatte daß er die Rückfahrt nicht durchgeführt hat.
    Deshalb denke Ich lieber jemand ohne den passenden Schein aber sicher als mit und nicht ankommen.
    Und dann gibt es ja auch noch die Kameraden die ihre Pappe mal zur „Kur“ schicken müssen ,was ist dann bei denen mit Berechtigung auf der einen und Erfahrung auf der anderen Seite ? Im übrigen ist ja bekannt daß auch ein Richter nur ein Mensch ist und seine Entscheidung von vielen Faktoren abhängt.
    Im übrigen lässt das StGB unter bestimmten Voraussetzungen Dinge zu die eigentlich verboten sind, aber das sind im diesem speziellen Fall Sachen die im Vorfeld von Kommune und Leitung der Feuerwehr geklärt werden sollten

  23. Feuerwehrmann sagt:

    Uli: es kommt ja auf die Alarmierung an, nie im Leben macht man das für eine Ölspur, oder weil auf dem Acker ein Strohballen brennt. In der Alarmierung steht aber bei uns, ob Menschenleben in Gefahr sind oder nicht.

    Und in dem einen Fall, wo wir so entschieden haben, handelte es sich um einen schweren Verkehrsunfall, ca. 5-600 Meter weg vom Gerätehaus mit eingeklemmter Person. Die Nachbarwehr hätte 15 Minuten länger gebraucht als wir und Du wirst sicher zustimmen, dass eine eingeklemmte schwer verletzte Person etwas anderes ist als ein brennender Strohballen.

    Zumal diese „Einsatzfahrt“ dann wirklich mit dem MZF vorweg und im Fahrradtempo stattfand und ca. 2 Minuten dauerte. Im Schuppen bleiben und auf die Nachbarwehr warten war keine Option in dem Fall.

    Die Rückfahrt wurde dann ganz regulär von dem zwischenzeitlich eingetroffenen Maschinisten durchgeführt.

    Im übrigen fände ich einen Feuerwehrführerschein für alte Klasse 3 Inhaber sehr sinnvoll. Klasse 2 (bzw dieser C) ist recht aufwendig und man lernt vieles, was ich für das Feuerwehrfahrzeug gar nicht brauche. Und da ich bis 7,5 t privat (mit Anhänger sogar 14) fahren darf, werde ich ihn auch nie brauchen.

  24. Mr. Y sagt:

    Feuerwehrführerscheine für Fahrzeuge >7,5to finde ich nicht gut.
    Man Lernt bei einem LKW-Führerschein einiges über die Technik in dem Fahrzeug, was auch in einem Feuerwehrfahrzeug wichtig sein kann.
    7,5to Fahrzeuge haben beispielsweiße in seltensten Fällen eine Federspeicherbremse…
    Wenn die Gemeinde der Meinung ist, dass ein 14to Fahrzeug von nöten ist, muss man auch mit den Betriebsnebenkosten rechnen, wie zum Beispiel die Führerscheine, eine Drucklufterhaltung für die Bremsen, den sogennanten Bremsen TÜV usw.
    Optional würde der Einsatzwert von einem LF 10 deutlich von dem eines MLF+TSF überschritten werden. Und noch dazu kostet die Anschaffung der beiden Fahrzeuge nicht wirklich viel mehr als das einzelne LF10 und die Unterhaltskosten sind deutlich geringer. Vorausgesetzt sei natürlich, dass der Platz zur Verfügung steht!

  25. Christian Brenner sagt:

    Erstaunlich wie sich Meinungen ändern…

    Am 12.05. waren für Feuerwehrmann klar: „Ein brennender Wohnwagen mit hörbaren Explosionen ist mit Sicherheit ein rechtfertigender Notstand.“

    Und zwei Wochen später, am 26.05. ist eine differenzierte Betrachtung dahingehend notwendig, „ob Menschenleben in Gefahr sind oder nicht.“

    Zu dieser Einsicht kann man nur gratulieren. Schade nur, dass es dafür 14 Tage brauchte.

  26. alter Kammerrad sagt:

    Den erweiternden Feuerwehrführerschein für altgediente Feuerwehrmänner mit der Führerscheinklasse 3 könnte ja eine zertifizierte Fahrschule in einer kleinen Schulung übernehmen (Bremsen und Technik), somit hätten die Feuerwehren und Kommunen wieder mehr Zeit um junge Fahrer auszubilden.
    Das Problem mit zu wenigen Fahrern und Führerscheinen würde sich dann mit der Zeit von selbst erledigen. Ich für meine Person werde dann lieber zu Hause bleiben, als dass ich zusehen muss wenn keiner da ist der ein Fahrzeug fahren darf, nur weil die Politik keine Lösung finden will.

  27. Klaus sagt:

    Ich bin schon sehr verwundert, wie viel Unwissenheit zu diesem Thema besteht und wie viel wirklich „dummes Zeug“ hier verbreitet wird.
    Worum geht es denn eigentlich? Ob es für die Feuerwehr Ausnahmen zu den geltenden Führerscheinvorschriften gibt. Und die gibt es!
    Man muss nur die richtige Rechtsnorm zu Rate ziehen und anwenden. Und dass ist in diesem Falle, da es sich ja um Fahrerlaubnisrecht handelt, die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und nicht der vielen bekannte § 35 StVO.
    Dort heißt es im § 74 Abs. 5 FeV:
    „(5) Die Bundeswehr, die Polizei, die Bundespolizei, die Feuerwehr und die anderen Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes sowie der Zolldienst sind von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, soweit dies zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dringend geboten ist.“
    Der Text ist also fast identisch mit dem des § 35 StVO und man muss nicht viel umdenken. Nur, dass es sich hier eben um die Regelung für das Fahrerlaubnisrecht handelt.
    Es hätte also nur noch der Einsatzleiter klären müssen, ob bei Einsatz eines Fahrers ohne die erforderliche Fahrerlaubnis die öffentliche Sicherheit und Ordnung gebührend berücksichtigt würde. Wäre dieses zu bejahen gewesen, hätte das LF also zum Einsatz fahren können
    So einfach wäre es gewesen.
    Noch ein Tip. Eine gleiche Norm gibt es auch in der StVZO, nämlich den § 70 Abs. 4.
    So, dass war es von mir. Jetzt könnt ihr weiter über euch oder auch mich herfallen.

  28. Hans Sauer sagt:

    @Klaus – Danke für Deine Klarstellung. Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass nicht nur die Fahrt zum Einsatzort, sondern auch die Rückfahrt zu den hoheitlichen Aufgaben zählt (BGHZ 20, 290). Auch Übungen gelten als hoheitliche Aufgaben.

  29. Mr. Y. sagt:

    @Hans Sauer:
    Also ist es erlaubt, ein Feuerwehrfahrzeug ohne passende oder gar ganz ohne Fahrerlaubnis im Übungsdienst zu bewegen?
    Das kann ich mir nicht vorstellen. Dann könnte sich ja jede Gemiende den enormen Kosten der Führerscheine entziehen, wenn das so einfach ohne geht.

  30. Hans Sauer sagt:

    @Mr. Y – zu Ihrer Frage ein ganz klares Nein!!!!! Warum? Die Gemeinde ist verpflichtet eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und für deren Ausrüstung und Ausbildung zu sorgen. Dazu gehört auch der notwendige Erwerb von entsprechenden Führerscheinen. Zum Zweiten sagt der § 74 der FeV ganz klar, wie auch bei den Sonderrechten „dringend geboten“. Eine Übung an einem beliebigen Tag ist „nicht dringend geboten“, sie kann auch eine Woche oder einen Monat später wiederholt werden, wenn kein Fahrer mit der entsprechenden Fahrerlaubnis da ist. Bei einem Unglücksfall ist dagegen- im Regelfall und sofern es sich um Pflichtaufgaben der Feuerwehr handelt sofortige Hilfe „dringend geboten“. Es müssen also immer drei Bedingungen zusammenkommen. Zum einen „hoheitliche Aufgaben“ (ist auch bei der Übung gegeben, gebührende Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ (ist bei einer Übung sicher nicht gegeben, bei einem Einsatz muss ich mich entsprechend verhalten) und es muss „dringend geboten“ sein. Brennt es, ist dies sicher der Fall, liegt ein Baum auf einem Feldweg sicher nicht, ebenso wenig wie bei einer Übung. Also einfach geht das nicht. Und wie gesagt, bei einer Übung ist das Kriterium „dringend geboten“ nicht gegeben und damit die Ausnahme auch nicht zulässig.

  31. Klaus sagt:

    @ Hans Sauer, @ Mr.Y.:
    Dem ist natürlich nicht so! Wenn man eine Rechtsnorm anwendet, dann darf man sich daraus nicht nur dass heraussuchen, was einem in den Kram passt. Vielmehr müssen alle Vorgaben dieser Norm erfüllt sein, damit man sie rechtskonform anwenden darf.
    Das Durchführen von Übungen ist selbstverständlich eine „hoheitliche Aufgabe“. Inwiefern die Durchführung einer solchen Übung mit einem Kraftfahrer, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis besitzt, „dringend erforderlich“ ist, erschließt sich mir allerdings nicht.
    Aber in dem Fall, über den wir eigentlich hier debatieren, sieht es ja völlig anders aus. Hier dürfte, wenn eine entsprechend geeignete Person ohne erforderliche Fahrerlaubnis vor Ort gewesen sein sollte, die Inanspruchnahme des § 74 Abs.5 FeV wohl zulässig gewesen sein.
    Denn genau um solche, für einen normalen rechtstreu denkenden Mensch nicht nachvollziehbare Situationen gar nicht erst enstehen zu lassen, hat der Gesetz- bzw. Verordnungsgeber solche Ausnahmevorschriften in StVO, StVZO und auch in der FeV, aufgenommen.
    Das hätte z.B. der Kamerad sein können, der Berufskraftfahrer ist und jährlich mehrere hundertausend Km mit einem entsprechenden Kfz zurücklegt, dieses derzeit aber nicht darf, da er wegen einer entsprechenden Geschwindigkeitsüberschreitung ein einmonatiges Fahrverbot hat.
    Ich glaube, es wäre niemandem erklärbar, warum dieser Kamerad das LF nicht fahren sollte und man lieber in Kauf nähme, dass Mensch zu Schaden kämen oder größere Sachwerte zerstört würden. Den spätestens einen Monat später dürfte er es wieder.

  32. Klaus sagt:

    Hallo @Hans Sauer,
    Deine Antwort von 14:59 h war leider noch nicht freigeschaltet, als ich geschrieben habe. Sonst hätte ich Dich natürlich gar nicht mit angesprochen bzw. hätte mir einen weiteren Kommentar ganz erspart. Deinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen.

  33. BadBuzze sagt:

    Hi Leute,

    also bei uns in der Kreis- Ausbildung wird gem. Info der Landesbehörde in der Maschinistenausbildung (ich bilde hier selbst aktiv aus) klar gesagt, „Wer keinen passenden Führerschein hat, fährt kein Fahrzeug, auch nicht im Einsatzfall“.
    Als Ausnahme, gehe ich mit Klaus Aussagen evtl. konform, dass ein Fahrer, der temporär keinen Führerschein hat, weil z.B. sein C oder CE nach 5 Jahren abgelaufen ist und dieser noch nicht verlängert worden ist oder der Führerschein temporär abgegeben worden ist im Notfall fahren könnte. Da sollten aber schon „Menschenleben in Gefahr“, „Person vermisst“ oder „massive Gefahr der Ausbreitung“ im Alarmstichwort enthalten sein und nicht nur „Brennt Papiercontainer“ oder „PKW Brand, kein Person in Gefahr“.

    Und die Aussage, wer Trecker fahren darf, kann auch einen LKW fahren, finde ich für äußerst unpassend. Können und Können im Einsatzfall ist ein riesiger Unterschied und dass Ihr Eure Mitglieder ohne Führerschein Einweisungsfahrten machen lasst ist seeehr unverantwortlich, Ihr habt als GrFhr oder ZgFhr oder OrtsBM die Verantwortung für den Übungsdienst und dass das erlaubt ist, glaube ich im Leben nicht.

    MFG BadBuzze

  34. Mr. Y. sagt:

    @Hans Sauer/Klaus:
    Danke für die Ausführung, genau darauf wollte ich hinaus.
    @BadBuzze:
    Wer Trekker fahren kann, kann auch LKW fahren (vorallem FW-Autos, da die keinen Anhänger haben). Das bezweifle ich nicht, zumal sich die Zulässige Höchstgeschwindigkeit sowieso nur auf der BAB unterscheiden. Dennoch ist ein Führerschein der Klasse T kein Führerscheind der Klasse C und somit ist ein Fahren sowieso verboten.
    Bei uns ist das momentan glücklicherweise so, dass bei Fahrermangel immernoch mit einem TSF ausgerückt werden kann. Im Zuge von Ersatzbeschaffung wird das in Zukunft leider nicht mehr möglich sein.

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