Sonntag, 20. August 2017

Kamerad nach Dienstunfall in Not

17. März 2011 von  

Leichlingen (NW) – Über die Folgen eines Dienstunfalles eines freiwilligen Feuerwehrmannes berichtet die „Rheinische Post“ am Donnerstag. Der 45-Jährige war im Herbst beim Aussteigen aus einem Fahrzeug umgeknickt und hatte sich schwer verletzt. Zunächst erstattete die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen den durch die Verletzung entstandenen Verdienstunfall – inzwischen nicht mehr, berichtet die Zeitung. Angeblich weil der Arzt eine ältere Verletzung für die Schmerzen verantwortlich macht. Jetzt gerät der selbstständige Elektromeister in Finanznot.

Artikel: „Feuerwehrmann bangt um Existenz“ (RP Online, 17.03.2011)

Kommentare

8 Kommentare zu “Kamerad nach Dienstunfall in Not”
  1. Claus sagt:

    Na toll, ein Arzt, zwei Meinungen?
    Es sollte einen Fond geben um solchen Kameraden zu unterstützen.

    MfG Claus

  2. Dennis sagt:

    Also mal ganz erlich mit diesen unfall kassen hat man nur problme ich spreche aus erfahrung ob die verlezung nun alt is oder nicht is doch egal die verlezung is im dienst passirt also bin ich der meinung muss die unfall kasse zahlen unglaublich

  3. Mamabär sagt:

    Jetzt mal ehrlich – wer von uns älteren Kräften (45+) hat denn keine Probleme mit seinen Knochen? Die Wenigsten! Also müssten wir eigentlich alle den Dienst quittieren.

  4. Michael sagt:

    Ich liebe solche gut recherchierten Berichte.

    Wenn das Heilverfahren abgebrochen wird, geschieht dies in 95 % der Fälle vollkommen zurecht, ob Feuerwehrmann, Klempner oder Bankkaufmann.

    Leider kann man einen solchen Fall aufgrund dieser übers…ichtlichen Schilderung nicht ansatzweise beurteilen, da keinerlei relevanten Fakten genannt werden. Weder die Art der Verletzung, noch die ggf. vorbestehenden Veränderungen am Sprunggelenk.

    Sprich mal wieder blanke Effekthascherei.

    Wenn der Kamerad mit der Entscheidung de UK nicht einverstanden is,t stehen ihm diverse Möglichkeiten offen. Dies beginnt bei einem Arzt wechseln und endet bei einem Widerspruchsverfahren, in dem die Verletztengeldzahlung fortgeführt werden kann. Jedoch besteht hier das Risiko, dass man so man den Rechtsstreit verliert, dieses zurückzahlen muss.

  5. Firefighter sagt:

    Wenn man lange genug sucht, findet man bei uns älteren Kameraden garantiert sogenannte Vorerkrankungen, alte Verletzungen o.ä.

    Ich hoffe, daß mein Vorredner mal nicht in die Verlegenheit kommt, auf die so genannte „Unfallkasse“ angewiesen zu sein. Wir werfen eigentlich alle ohne zu zögern unsere Gesundheit oder mehr in die Waagschale, um andere zu retten! Trotz modernster Ausrüstung u. dgl. bleibt ja immer ein nicht unerhebliches Restrisiko.

    Ergo finde ich es erbärmlich, daß manche FUK´n offensichtlich primär damit beschäftigt sind, nach Gründen zu suchen, nicht zahlen zu müssen, zumal wir beim Alarm auch nicht fragen und zögern.

    Sicherlich kann man aus diesem Beitrag nicht den ganzen Sachverhalt ableiten, aber man hört leider immer öfter solche Meldungen.

  6. Michael sagt:

    @ Firefighter

    Ich habe jeden Tag mit der gesetzlichen Unfallversicherung zu tun und bin auch in gewisserweise auf diese angewiesen.

    Wenn man alles ohne Prüfung zahlen würde, hätte man sich die Ausbildung der Sachbearbeiter sparen können.

    Die BGen bzw. Unfallkassen sind die Haftpflichtversicherung der Arbeitgeber und die haben nur wenig Interesse daran, neben den Arbeitsunfällen auch die Kosten allgemeinen Krankheiten zu übernehmen, dafür gibt es die Krankenversicherungen.

    Bei den o. g. Kameraden wurde die Primärversorgung auch übernommen, nur irgendwann kommt man vll. zu dem Punkt, wo der Unfall nicht mehr die Ursache für die Beschwerden ist, sondern nur der letzte Tropfen war um das Fass zu überlaufen zu bringen.

    Aber jeder der einen wirklich schweren Unfall hat, wird froh sein, dass es die gesetzliche Unfallversicherung gibt, denn der Leistungsumfang ist sehr gut und umfassend.

  7. Sven sagt:

    @ Michael:

    Ich gebe Dir Recht! Aktualität ist gut, jedoch gibt es hier leider genug
    Beispiele von „Kurzberichten“, die dann zu teilweise ser breiten, manmal
    auch sachfremden Diskussionen führten!

    So ich es verstehe ist die Behandlung der eigentlichen Verletzung mit allen „Nebenkosten“ bezahlt worden. Wenn eine Vorerkrankung besteht, kann es nun mal leider zu einer Situation kommen, die mit dem Unfall nichts zu tun hat und die deshalb von der Kasse auch nicht getragen wird oder besser werden darf.

    @ Firefighter: Wie der Name schon sagt ist eine „Unfallkasse“ grundsätzlich
    auch nur für Unfälle und Ihre Folgen. Das gleiche Problem tritt bei einem
    Arbeitsunfall im Beruf auch auf! Von daher ist es unfair hier – ohne
    weiteres Wissen – auf die FUK zu schimpfen.

    @ Claus:Was dem Kameraden passiert ist, ist tragisch und auch sicher kein
    Einzelfall!

    Ein „Feuerwehrhilfswerk“ ist m.E. gar keine so schlechte I

  8. Manuel Schneider sagt:

    Hallo,
    ich rede schon seit Anfang der 90er darüber das unser Feuerwehrwesen verstaatlicht werden muß so wie es in anderen europäischen Staaten der Fall ist.Es kann nicht sein das egal ob Männlein oder Weiblein zu einem Einsatz beordert wird und verunfallt, und danach zusehen kann wie er/sie klar kommt mit den weiteren Folgen.In meinen Augen haben wir alle keinen Stellenwert hier in DE und das ist mehr als traurig,da keine Institution uns schützt d.h. egal ob Kreis oder Landesverband !.
    Ich selber habe immer Vertrauen zu den Verbänden gehabt aber mußte 2005 feststellen das diese einen im Stich lassen und selbst der achso tolle DFV kann sich nicht mit Ruhm bekleckern.Die tolle „Propaganda“ das alle hinter uns stehen d.h. die Verbände und die FUK wenn uns etwas zustösst ist mehr als ein Witz und das beweißt schon die jährliche Bilanz der Kameraden/innen in DE.
    Zu 100% wird der o.g. Kamerad ein Sozialfall werden und das ist quasi das Dankeschön für einen jahrelangen Dienst für die Allgemeinheit……,wie oft haben wir alle es schon gelesen das der Arbeitgeber einen kündigen darf wenn man zum Gerätehaus eilt nach Alarmierung und nach dem Einsatz wieder zum Arbeitsplatz kommt (und der BGH hilft sogar fleißig mit),wie oft haben wir es gelesen das Kameraden/innen verunfallen und im Stich gelassen werden,traurig aber wahr.
    Was uns nur helfen kann ist sowas wie eine Gewerkschaft die sich für uns einsetzt und nix anderes.
    Ich bin sehr oft in Schweden und habe mir dort die Feuerwehren angeschaut und kann das dortige „Modell“ nur empfehlen hier für uns in DE.
    Leider werden wir niemals solch Gewerkschaft bekommen,da die Politik genau weiß das wir nicht streiken werden und somit kann und darf man uns jeden Tag quasi den Tritt in den Hintern verpassen.
    Die Kreis und Landesverbände…….,die dortigen Kameraden werden den Teufel tun und sich mit den oberen 10000 anlegen weil leider Gottes die Finanzen von den oberen 10000 geregelt werden und,ich habe mit vielen betroffenen Kameraden Kontakte geknüpft welche dort Hilfe suchten….jeder von denen wurde im Stich gelassen und,dann kann und sollte man sich nicht wundern das viele Wehren Nachwuchsprobleme haben.
    Ich kann solche Menschen vollstens verstehen die sich nicht bereit erklären ehrenamtlich zu arbeiten,wenn sie genau wissen das nach Unfällen usw., keiner hinter ihnen steht und somit ist das m.E. alles ein hausgemachtes Problem.
    Tja,wie heißt es immer so schön?: Undank ist des Welt Lohn !

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