Sonntag, 11. Dezember 2016

Journalistin stürzt bei Feuerwehreinsatz und klagt vor Gericht

14. Januar 2016 von  

München – Eine Journalistin verklagt die Stadt München auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Während eines Einsatzes wollte sie Fotos machen. Ein Feuerwehrmann habe sie daran hindern wollen und zu Boden geworfen. Die Amtshaftungskammer am Landgericht München I muss den Vorgang nun aufklären.

Symbolbild Feuerwehr. Foto: Timo Jann

Symbolbild Feuerwehr. Foto: Timo Jann

Nach einer Gasexplosion am 18. Dezember 2012, bei der neuen Menschen verletzt wurden, wollte die Reise-Journalistin Fotos an der Einsatzstelle machen. Allerdings bestand weiterhin Explosionsgefahr. Der Einsatzleiter ließ den Bereich großräumig Absperren. Auch nach mehrmaliger Aufforderung und einem Platzverweis durch den Einsatzleiter war die Frau nicht bereit, den Gefahrenbereich zu verlassen, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Dieser habe sie dann zu Boden geworfen. Dabei habe die Frau Verletzungen der Halswirbelsäule,  Schädelprellungen und Abschürfungen an den Ellenbogen erlitten, heißt es in dem Bericht. Auch der Daunenmantel wurde beschädigt. Sie verlangt 350 Euro für den Mantel, je 250 Euro Verdienstausfall als freie Journalistin für insgesamt 24 Tage, sowie 1.800 Euro Schmerzensgeld.

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Die Feuerwehr habe nach Informationen der Zeitung nach dem Vorfall Selbstanzeige bei der Polizei gestellt. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen jedoch rasch ein. Der Anwalt der Stadt gab vor Gericht an, der Einsatzleiter habe versucht, die Frau aus dem Gefahrenbereich zu drängen. Im Gerangel sei es zu dem Sturz gekommen. Insofern trage die Journalistin eine Mitschuld. Zeugenaussagen sollen bei der Klärung des Vorfalls helfen.

Kommentare

5 Kommentare zu “Journalistin stürzt bei Feuerwehreinsatz und klagt vor Gericht”
  1. Olli sagt:

    Wann werden Journaliste begreifen, dass auch sie sich an Recht und Gesetz halten müssen und sie nicht außerhalb unseres Rechtssystems agieren?

    Hier war wohl eher das Ego der Fotografin verletzt!

  2. Alex sagt:

    Auch ich arbeite als Freier Journalist und ich muss schon sagen, wer sich nicht gerade in den Bereichen journalistischer Promis bewegt, erwirtschaftet schwerlich 250 Euro am Tag….ich bewerte das Verhalten der „Kollegin“ auch aus meiner Sicht als Feuerwehrmann für sehr durchschaubar, dreist und einfach nur einfältig.

  3. Uli sagt:

    Man kann ja mal versuchen, unzureichende Einkünfte auf diesem Weg aufzubessern. Diese Dame tut allen Journalisten keinen Gefallen mit ihrem Verhalten während des Einsatzes und erst recht nicht jetzt!

  4. Jürgen sagt:

    Ich hoffe ,daß das Gericht dieser ´Dame` eine Strafe aufbrummt.

  5. Joggi sagt:

    Ist die Journalistin vielleicht auch noch blond ?

Kommentare

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