Sonntag, 26. März 2017

„Ich hätte mir so sehr eine Lücke gewünscht“

Hannover (NI) – Das Einsatzkräfte über fehlende Rettungsgassen klagen, ist die eine Seite des Blattes. Doch noch schlimmer ergeht es denen, die vor dem Stau dringend auf Hilfe warten. So wie Michael Jahn im Juni auf der A 2. Ein Lkw war in ein Stauende gefahren und hatte seinen Wohnwagen und Pkw zur Seite gerammt. Während Jahn leicht verletzt aus dem Wrack klettern konnte, war seine Tochter im brennenden Fahrzeug eingeklemmt. In einem hoch emotionalen Interview berichtete der Mann dem NDR von dem Unfall und seinen Gefühlen. Das sich hinter der Unfallstelle keine Rettungsgasse für die sehnlichst erwartete Feuerwehr bildete, beschäftigt ihn auch nach Wochen. „Ich hätte mir so gewünscht, dass eine Lücke oder ein freier Tunnel erkennbar gewesen wäre, wo die Hilfe durch gekommen wäre…“ erzählte er gegenüber dem NDR. Die Feuerwehr bestätigte, dass sie aufgrund der fehlenden Rettungsgasse große Probleme hatte, die Einsatzstelle anzufahren. Und noch etwas regt zum Nachdenken an – mehrere Bundeswehrsoldaten, die als Ersthelfer sofort eingriffen, erwiesen sich als enorme emotionale Hilfe – auch wenn erst die Feuerwehr die Eingeklemmte befreien konnte. Vater und Tochter überstanden den Unfall mit leichten Verletzungen.

Hier geht´s zum Originalbeitrag: „Unfall im Stau – eine Familie erzählt“ (NDR, „Hallo Niedersachsen“, 7. August 2016)

Video: Rettungsgasse aus der Perspektive der Polizei:

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