Freitag, 24. März 2017

Gebietsreform in Thüringen: Künftig mehr hauptamtliche Führungskräfte?

Erfurt (TH) – Sollte die geplante Gebietsreform in Thüringen umgesetzt werden, würde dies zu großen Herausforderungen für das Feuerwehrwesen führen. Kleine Gemeinden sollen zu Einheiten mit 6.000 Einwohnern zusammengefasst werden, Kreise künftig mindestens 130.000 Einwohner haben. Nach Ansicht des Landesfeuerwehrverbandes führe dies zu einer höheren Arbeitsbelastung für die Funktionäre, beispielsweise Stadtbrandmeister, berichtet die „Thüringer Allgemeine“. Größere Städte hätten gegenwärtig durchschnittlich bis zu vier Wehren. Nach der Gebietsreform könnten diese bis auf 20 ansteigen. Die Verwaltung der großen Stadtfeuerwehren sei im Rahmen eines Ehrenamts dann nicht mehr zu leisten. Der Verband fordert deswegen, die Kommunen mit mehr finanziellen Mitteln auszustatten. Das Geld soll zur Finanzierung von mehr hauptamtlichen Kräften, vor allem in Führungspositionen, aufgewendet werden. Gleichzeitig sieht der Verband die Möglichkeit, dass künftig mehr Synergieeffekte durch die Zusammenlegung genutzt werden können.

Hier geht’s zum Orginalartikel: „Feuerwehr dringt bei Gebietsreform auf mehr Festeinstellungen“ (09. April 2016, Thüringer Allgemeine)

BF-Symbolbild 02

Ist die Verwaltung großer Feuerwehren im Rahmen des Ehrenamts noch zu leisten? Foto: M. Rüffer

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!