Dienstag, 6. Dezember 2016

Feuerwehrmann nach Facebook-Posting entlassen

10. April 2014 von  

Berlin – Eine Veröffentlichung eines Fotos aus dem Feuerwehrdienst hat einem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr einem Medienbericht zufolge seinen Arbeitsplatz gekostet. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, war der Mann wegen eines Rückenleidens krank geschrieben. Trotzdem habe er gemeinsam mit seinem Kameraden an einer Besichtigung eines Rettungshubschraubers teilgenommen. Wie das Blatt weiter berichtet, habe der Feuerwehrmann ein Foto von sich während der Besichtigung bei Facebook veröffentlicht. Dadurch sei sein Arbeitgeber aufmerksam geworden – und habe ihm die Kündigung ausgesprochen.

Artikel: „Berliner Feuerheld gefeuert“ (Berliner Kurier, 9. April 2014)

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Kommentare

82 Kommentare zu “Feuerwehrmann nach Facebook-Posting entlassen”
  1. Stefan sagt:

    Wäre toll wenn hier einige mal den richtigen Artikel lesen würden statt einfach zu schreiben wie dumm er ist. Seine Ärztin hatte ihm geraten sich zu bewegen. Und so eine Besichtigung ist nichts wo es die große Gefahr gibt sich weiter zu verletzen. Außerdem ist es nicht der einzige Grund für die Kündigung. Die Bahn wirft ihm ja auch anhand eine Facebook Fotos vor in den Urlaub geflogen zu sein, obwohl es nur ein Bild aus einem Computerspiel ist.

  2. kathrin sagt:

    Es ist nicht rechtens diese Kündigung. Ich gehe davon aus das er nicht die Rotorblätter mit Muskelkraft bewegt hat, also hat er nix getan was seiner Genesung schadet. Auch in Berlin kann sich der Chef das nicht erlauben. Oder meint der sein Arbeitnehmer bekommt durch Sozialdienst die Bettpfannew gebracht? Er darf alles machen was seiner Genesung nicht schadet. Also auch Hubschrauber anschauen und Fotos machen.

  3. Steffi 112 sagt:

    Ich finde es schwachsinnig von dem Arbeitgeber! Immerhin wurde gesagt das er sich bewegen soll! Und während man in der Feuerweh r helfen kann kann man sich ja auch bewegen! Der fw’ler ist halt mit um sich bissl zu bewegen!

  4. Kay Schedel sagt:

    Schönen gut Tag. Vorab mir geht es nur darum das mein Arbeitgeber spioniert. Mfg Kay Schedel

  5. Thomas sagt:

    Wenn der Arbeitgeber jemand „los haben“ will, dann finden dieser genügend Gründe. Auch wenn es gar keinen triftigen Grund gibt.
    Sowas passiert sehr oft, gerade ältere, kranke und behinderte Personen
    werden von vielen Arbeitgeber lieber gekündigt, weil sonst Umkosten,
    wie Versicherungen, Anpassung des Arbeitsplatzes, ggf. Neuausbildung anfallen.

    Ich möchte auf keinen Fall jeden Arbeitgeber zum „schwarzen Schaf krönen“.
    Es gibt sehr viele gute Arbeitgeber die gut mit den Angestellten umgehen.

  6. Christopher sagt:

    Wie lach haft echt wegen sowas ne Kündigung aussprechen ich würde dagegen an gehen.

  7. sven sagt:

    Habe beide Artikel gelesen!

    Auch wenn nur der Betroffene gehört wurde:

    1. Wie sinnvoll es ist, ein Foto von sich irgendwo eizustellen, das einen bei zumindest fragwürdigen Aktivitäten zeigt, ist fraglich!

    2. Das tragen von vollständiger Einsatzkleidung, erweckt auch bei mir den Eindruck als sei der Abgebildete (voll) einsatzbereit!

    3. Wenn man eine Teilnahme an Einsätzen u.U. vielleicht noch rechtfertigen kann – sehe ich das bei einer Besichtigung nicht!

    4. Feuerwehrdienst (und nichts anderes war das) mit ärztlich verordneter Bewegung gleichzusetzen ist schon…

  8. G.V. sagt:

    Also ich bin da geteilter Meinung.
    Wenn der Arzt sagt, er soll sich bewegen – OK.
    Dann denke ich ist es auch nicht verwerflich ne Tour durchs Krankenhaus zu machen und nen Hubschrauber anzugucken.
    Allerdings muss man auch sagen, dass der Kamerad seine Einsatzuniform trägt. Und genau das finde ich wiederrum schon komisch. Ich trage bei einer Besichtigung keine Einsatzkleidung??

  9. Senfdazu sagt:

    @ Hau Bitze:

    Mit AU = Ausgehuniform (?), ( Gibt es so was bei euch ? Bei uns ist das die Dienstuniform ) ist man NICHT versichert ?? Sagt WER und WO steht das geschrieben ??

    Allerdings, wenn ich einen Kameraden im Einsatzanzug rumrennen sehe, gehe ich davon aus das er Einsatzbereit ist. Zivilkleidung oder max. eine Tagesdienstkleidung hätte hier vollkommen gereicht. Und er wäre trotzdem versichert. Es wäre dem Arbeitgeber und evtl. einem Richter vor dem Arbeitsgericht besser zu erklären gewesen.

  10. stefan_67 sagt:

    Lasst eure Finger von Facebook und ihr habt weniger Probleme.

    Sehen wir das ganze doch nüchtern aus der Seite des Arbeitgebers, denn der bezahlt einen Mitarbeiter dafür, dass er Leistung erbringt. Ein Mitarbeiter, der „wegen seiner körperlich anstrengenden Arbeit schlimme Rückenprobleme hat und eine Weile nicht arbeiten konnte“ (Zitat Zeitung) kostet einem Arbeitgeber (maximal) 6 Wochen Lohnfortzahlung, ohne dass dafür eine Leistung erbracht wird. Außerdem ist der Mitarbeiter erst 24 Jahre alt. 24 Jahre und schon wegen Rückenprobleme „eine Weile“ arbeitsunfähig geschrieben. Welcher Arbeitgeber hat gerne einen solchen Mitarbeiter? Es ist doch zu erwarten, dass die Rückenprobleme in Zukunft wieder auftauchen werden. Also müsste der Arbeitgeber wieder Lohnfortzahlung leisten. Welcher Arbeitgeber möchte dieses schon? Also werden Wege gesucht, um sich von dem Mitarbeiter zu trennen. Das Foto in Einsatzuniform und die Haltung deuten für einen Außenstehenden jedenfalls nicht darauf hin, dass die Person Rückenprobleme hat. Damit ist ein Kündigungsgrund geliefert. Etwas „besseres“ konnte dem Arbeitgeber doch nicht passieren.

    Natürlich kann der Arbeitnehmer gegen diese Kündigung vor ein Arbeitsgericht gehen. Aber ob er da Recht bekommt und wieder eingestellt werden muss? Sollte es auf einen Vergleich heraus laufen, dann steht der Arbeitnehmer vermutlich weiterhin ohne Job da, die Kündigung würde in eine fristgerechte umgewandelt und er bekommt vielleicht eine kleine Abfindung. Mehr nicht. War es das wert?

    Zum Abschluss zwei Gedanken meinerseits.

    Müssen wir Feuerwehrleute immer in Einsatzkleidung oder Uniform auftreten? Der Kamerad hätte doch auch in ziviler Kleidung mitgenommen werden können, weil er zu dem Zeitpunkt arbeitsunfähig geschrieben war. So wäre für jeden ersichtlich, dass jemand aktuell „nicht in Feuerwehr aktiv ist“, weil er krank ist.

    Soziale Netzwerke mögen ja Vorteile haben, aber es geht auch ohne. Außerdem muss nicht jede Kleinigkeit per Foto festgehalten und jedem gezeigt werden. Es empfiehlt sich, immer erst zu denken und dann zu handeln. Dieses ist bei Arbeitsunfähigkeit noch intensiver notwendig. Ein Arbeitgeber bezahlt einen schließlich dafür, dass man ihn erheitert und Freude macht und nicht aus „reiner Nächstenliebe“. Eine Arbeitsunfähigkeit erheitert einen Arbeitgeber aber nicht und macht ihm auch keine Freude.

  11. Uli sagt:

    Krankschreibung ist maßgeblich. Im Gegensatz zu den Kommentaren darf man nicht als machen, was nach Gutdünken nicht schädlich ist oder der Gesundheit dient. In einer Krankschreibung steht weder die Art des Leidens noch eine mögliche Therapie drin. Maßgeblich ist damit die ausdrückliche gesonderte Anordnung/Verordnung des Arztes, die ggf. nachzuweisen ist. Wer dem Arbeitgeber das ggf. nicht nachweist, hat schlechte Karten. Und wer im Dienstanzug eine dienstliche Besichtigungsfahrt trotz Rückenleidens mit Sitzen, Stehen etc. unternehmen kann, der kann es nicht besonders im Rücken haben. Das könnte er auch bei seinem Arbeitgeber machen.
    Und wenn sich hier jemand über das Schnüffeln seines Arbeitgebers beschwert: Der wird seine Gründe haben.

Kommentare

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