Samstag, 10. Dezember 2016

Feuerwehrmann nach Einsatzfahrt angezeigt

6. März 2015 von  

Hainichen (SN) – Nachspiel nach einer Einsatzfahrt in Hainichen (Kreis Mittelsachsen): ein Verwaltungsangestellter hat den Maschinisten eines Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr angezeigt. Das Feuerwehrfahrzeug war auf dem Weg zum Einsatzort entgegen der erlaubten Richtung in eine Einbahnstraße eingefahren. Die „Freie Presse“ zitiert den Maschinisten des Fahrzeuges, der angab, mit Signal, Blaulicht und in Schrittgeschwindigkeit in die Straße eingefahren zu sein. Der Verwaltungsangestellte habe das Fahrverhalten laut des Zeitungsartikels als unverhältnismäßig wahrgenommen. Der Maschinist machte gegenüber der Polizei eine Aussage, die Anzeige liegt nun zur weiteren Bearbeitung bei der Bußgeldstelle. Der Bürgermeister kündigte an, dass die Stadt ein mögliches Bußgeld übernehmen würde.

Artikel: „Feuerwehrmann droht Bußgeldverfahren“ (Freie Presse, 6. März 2015)

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Kommentare

60 Kommentare zu “Feuerwehrmann nach Einsatzfahrt angezeigt”
  1. kurt krampl sagt:

    Ich weiß nicht ob solche Menschen wissen wieviel Zeit ein Freiwilliger Feuerwehrler in diese Arbeit investiert. Ich hab auch 30 Jahre mitgemacht und hab auch meine Truppmannausbildung gemacht. Da waren wir 16 Abende unterwegs und hatten eine Prüfung. Dann kommen die monatlichen Übungen mit Material Überprüfung. Ganz abgesehen von den Leistungsprüfungen für die man sich auch vorbereitet. Wenn man dann noch die Ausbildung zum Maschinisten oder Atemschutz Träger ansieht weiß man erst was diese Männer auf sich nehmen nur um helfen zu können. Ich danke hiermit ALLEN Freiwilligen Feuerwehrmännern und Frauen für ihren Einsatz: Danke und weiter so !!!!

  2. Lothar Meintrup sagt:

    Wenn ich sehe wie sich Autofahrer verhalten wenn ein Rettungswagen oder ein anderes Einsatzfahrzeug nähert ein einfaches stehenbleiben ist da schon zu viel (Platz machen)es wird ihnen sehr schwer gemacht zum einsatzort zu kommen. Mansche haben Glück das es keine Anzeigen von seiten der Einsatzfahrer bekommen wegen Behinderung.

  3. Huber37 sagt:

    Bei manchen Kommentaren wei „sollt mir nicht im Dunkeln begegenen“ schäme ich mich, dass diese unter der Überschrift „Feeurwehr“ publiziert werden. Bei anderen Kommentaren wundert es mcih nicht, dass die Feuerwehr anscheinend als „Spinner und Blaulichtkranke Idioten“ bezeichnet werden. Viele haben es noch nciht kapiert oder wollen es nicht kapieren – auch Mit Blaulicht und sondersignal haben wir keine Narrenfreiheit mit unseren Fahrzeugen! Der hier geltende § 35 STVO hat eben drei! entscheidende Teile. 1. er gewährt Befreiung von den Vorschriften der STVO aber! nur, wenn „das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.“ Zwie Einschränkungen, die der eine oder andere gerne übeliest oder vorher aufgehört hat zu lesen. „Hoheitliche Aufgaben“ und „dringend“. Bei „Person in Gefahr2 wohl wenig Diskussionsbedarf, bei PKW-Brand, Katze auf Baum, Ölspur? Was machen da 30 Sekunden später, eine Minute später aus, wenn ich noch in der Hilfeleistungsfrist ankomme? Dringend geboten? Darf sich jeder selbst überlegen. 3. „gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ – Siehe Beispiele oben. Es ist immer abzuwägen, stumpfes Beharren auf vermeintlichen Rechten hilft keinem, es schadet eher dem Image und hilft oft nicht wirklich weiter. Wieviele Sekunden gewinne ich? Und wie wirkt sich das auf den Einsatz aus? Ich komme 10 Sekunden früher an, mit allen Risiken, aber die AGT sind nicht fertig ausgerüstet – Hurra was für ein Gewinn! Ich habe es schon mal geschrieben – Zeit gewinne oder verliere ich woanders nicht auf der Strasse durch möglichst viele Übertretungen der STVO.

  4. rs10 sagt:

    Hallo,
    als Fahrer eines Feuerwehrfahrzeuges darf ich auch entgegengesetzt eine Einbahnstrasse befahren! Vorraussetzung ist daß ich meine SONDERSIGNALE an habe. Und natürlich daß der Einsatz angeordnet wurde. Bei diesem geschilderten
    Einsatz wird die Bußgeldstelle die Anzeige zur Kenntnis nehmen und kein Bußgeld
    dem Fahrer auferlegen. Man sollte aber nur wenn es garnicht anders geht, eine Einbahnstrasse aus der anderen Richtung befahren. Um unsere ach so hilflosen
    Autofahrer nicht zu erschrecken! Sonst kommt es zu solchen Reaktionen wie hier.
    Nämlich zur Anzeige.
    RS

  5. Uwe Kuhlmann sagt:

    Bezeichnend ist auch die weiche Einstellung des Bürgermeisters, der den Feuerwehrmann verteidigen sollte bis auf jüngste Gericht, anstatt anzukündigen, das Bußgeld zu übernehmen.
    So wird das nie besser. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bußgeldstelle diese Anzeige schon entsprechend bearbeitet und ohne Bußgeld abschließt.
    UK, Fw Rhf

  6. Huber37 sagt:

    @rs10 ja genauso ist es richtig!!!!!! Blaulicht und Horn an und ich darf alles!!! Hast Du eigenlich mal den § 35 STVO gelesen und auch verstanden????? Sagt Dir „hoheitliche Aufgabe“ was? sagt Dir das Wort „dringend“ was? Steht im § 35 was von „Einsatz angeordnet“? von wem? Und in dem geschilderten Fall: Was war es denn für ein Einsatz? Steht nirgends drin. War er dringend nach § 35? Aber Hauptsache Kommentar geschreiben und gezeigt, dass man ein gepfelgtes Halbwissen gut für das Image der Feuerwehr!

  7. Mathias Fischer sagt:

    @ RS. bei Einfahren gegen sie Einbahnstraße gilt § 35, Nicht § 38 STvo.
    Für fahren gegen die Einbahnstra0e gibt es gar kein Bußgeld. Sondern nur ein Verwarngeld. 25 Euro.

  8. Knut sagt:

    Es ist eine Ermessensfrage, ob eventuell Menschenleben
    in Gefahr waren, und die Anfahrt zur Einsatzstelle dadurch
    erheblich verkürzt werden konnte.
    Wegen eines Bagatelleinsatze wäre es nicht nachvollziehbar!

  9. gs sagt:

    @Huber37
    Du musst ein Beamter sein, der sich den Arsch am Schreibtisch breit drückt und von einer Einsatzpraxis keinerlei Ahnung hat.

  10. Hallo.!

    Ich sehe kein Rechtschutzbedürfniss des Anzeigers und ich sehe auch kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung.
    Da der Herr Anzeiger ein Verwaltungsangestellter ist sollte vielleicht der
    kleine Dienstweg in Erwägung gezogen werden um diese lächerliche Sache
    unbürokratisch zu erledigen.

Kommentare

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