Dienstag, 25. Juli 2017

Feuerwehrmann nach Einsatz angezeigt

7. Juni 2013 von  

Walsleben (BB) – Einsatz mit Nachspiel: Nach einem Flächenbrand ist ein Einsatzleiter der freiwilligen Feuerwehr in Walsleben (Kreis Ostprignitz-Ruppin) von einem Grundstückseigentümer angezeigt worden – wegen Sachbeschädigung. Die Feuerwehr hatte im April einen Flächenbrand gelöscht, beim Einrücken war ein Einsatzfahrzeug auf einer Wiese eingesunken und musste mit Hilfe eines Traktors geborgen werden. Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, forderte der Grundstückseigentümer eine Beseitigung der bei der Bergung entstandenen Furchen. Laut des Artikels hatte das Amt Walsleben anschließend wiederum die Feuerwehr aufgefordert, den Schaden zu beseitigen und sich bei dem Anrainer zu entschuldigen. Bei der Feuerwehr kochen die Emotionen seitdem hoch.

Artikel: „Feuerwehrmann soll für einen im Einsatz entstandenen Schaden aufkommen“ (Märkische Allgemeine, 7. Juni 2013)

Kommentare

41 Kommentare zu “Feuerwehrmann nach Einsatz angezeigt”
  1. Wolfgang sagt:

    Armes Deutschland! In der Not sind die freiwilligen Helfer der Feuwehren gut und recht. Aber wehe der Einsatz ist vorbei….

  2. Dirk sagt:

    Das hätte der sich zu DDR Zeiten nie getraut.
    Aber das sind auch die gleichen Leute die sich über Martinshörner aufregen, aber wehe die Feuerwehr war nicht pronto am Einsatzort wenns um einen selber geht!!!

  3. rauchi sagt:

    Das ist wohl Sache der Gemeine selbst, demnach Bau- oder Betriebshof.
    Der Bürgermeister sollte sich mal schlau machen und er selbst sollte
    sich der Sache annehmen. So wie das sich liest, war es keine Absicht und die Verhältnismäßigkeit wurde eingehalten. Kurz, Bürgermeister haftet für seine Abteilungen… dazu gehört auch die Feuerwehr.
    Bestenfalls können die Kosten über der Einsatz abgerechnet werden.
    Liebe BürgermeisterInnen, mit der Annahme der Wahl haben Sie auch die Feuerwehr am Bein und nicht nur wenn diese was Neues bekommen hat.

  4. Rolf Hildebrandt sagt:

    Ich verstehe die Aufregung nicht ganz, die Dinge sind doch in der Regel gesetzlich festgelegt. Im Rahmen der Nothilfe darf die Feuerwehr Wegerecht über fremde Grundstücke in Anspruch nehmen. Wenn dabei was kaputt geht, kann ja passieren, dann wird es repariert. Wenn der Bauhof der zuständigen Gemeinde sich der Dinge annimmt, ist das in kurzer Zeit zur Zufreidenheit Aller Beteiligten zu lösen. Die Teilnahme am täglichen Leben erfordert nun mal ständige Sorgfalt und Rücksichtnahme, das ist auch bei der Feuerwehr so. Und mit ein bisschen gutem Willen von allen Beteilgten, kriegt man auch solche Dinge geregelt.

  5. bd112 sagt:

    Eine Furche von 300x40cm, ergo Streitwert 1€ oder so ähnlich.
    Und damit muss sich die Justiz beschäftigen, armes Deutschland!

    Die Idee mit dem Reinsch… ist doch garnicht schlecht: Die Kameraden können sich abreagieren und die Furche ist zu!

  6. Alex sagt:

    Ich finde das Begehren der Schadensbeseitigung nicht unverständlich.

    Der Schaden ist nach dem Löschen des Brandes verursacht worden, insofern liegt für mich kein Grund vor hier eine Sonderregelung für die Feuerwehr zu fordern.

  7. FireMA sagt:

    Ich finde so eine Situation für die Feuerwehr doch reichlich unangenehm, Sie hat auf einem Grundstück Schaden angerichtet und soll diesen nun beseitigen, aus Sicht des Eigentümers vollkommen verständlich, schließlich ist auch die Feuerwehr für ihr Handeln verantwortlich und ob hierbei ein Gerichtliches Urteil die Situation löst ist fraglich. Hier wird die Feuerwehr wieder als „blöde“ in der Bevölkerung gesehen. Es wäre ja sicherlich einfacher und für alle Beteiligten angenehmer, vor allem für die betroffene Feuerwehr, sich bei dem Grundstückseigentümer zu entschuldigen und evtl. auch die Furchen mit ein wenig Erde zu begradigen.

  8. Ingo sagt:

    jetzt liegt es an den Behörden! halten sie zu den freiwilligen Helfern oder geben sie dem Bauern recht! für mich würde es in diesem falle keine frage geben! es würde nicht einmal zu einer anklage kommen! als nächstes entsorgen wir die Reste unserer Einsätze, da wir uns ja bereit erklärt haben, an Sonn- und Feiertagen, sowie nachts und an Geburtstagen unsere Freizeit zu opfern, was für die allgemeine Bevölkerung mittlerweile selbstverständlich ist! ein hoch auf diesen Bauern!!!

  9. jean sagt:

    und da wundert es noch wen das immer weniger leute lust haben nem ehrenamt nachzugehen…

    nicht nur das einem das niemand dankt und einem daraus z.teil auch persönliche nachteile entstehen, nein man bekommt auch noch ne anzeige gratis dazu…

  10. Jost Straube sagt:

    Wer einen Schaden anrichtet, muß auch dafür gerade stehen!
    Allerdings hatte der Einsatzleiter und seine Kameraden den „Schaden“ im Rahmen der Nächstenhilfe/Nothilfe, und nicht absichtlich, herbeigeführt.
    Dafür sollte doch die Stadt/Gemeinde eine Versicherung haben.
    Die Feuerwehr muß doch auch ihre Einsatzbereitschaft schnellstens wieder herstellen.
    Mit einem eingesunkenen Löschfahrzeug auf einem Acker lässt sich kein feuer löschen.
    Mein Tip: Immer schön auf ausgewiesenen Parkplätzen die Einsatzfahrzeuge abstellen.

  11. Erik sagt:

    Menschen, das ist doch eine HERRLICHE Fingerübung für den örtlichen FW-Pressewart!

    Alle Feuerwehrleute in voller Ausrüstung antreten, der verantwortliche Einsatzleiter gibt das Kommando und dann wird der Laden mit vereinten Kräften wieder auf Vordermann gebracht!

    ABER: Zuvor wird die gesamte verfügbare lokale, regionale und überregionale Presse, alle verfügbaren TV-Teams und alle Radiostationen im Beritt eingeladen und dann wird hier mal unter Nennung von Namen und Anschriften berichtet!
    UND DANN SEHEN WIR UNS MAL AN, WER DA AM ENDE WIRKLICH DUMM DASTEHT!!!

    …die Feuerwehr hat in der Bevölkerung so ein „gewisses Image“ zu verteidigen und das
    ließe sich mit so einer Aktion prima machen.
    Der Eigner des Grundstücks würde seinen Freunden, Bekannten und Nachbarn aber wohl so einiges erklären müssen. ..! Und spätestens dann wird das Hemd schnell zu kurz sein!

  12. Thomas sagt:

    Liebe Leserbriefschreiber:
    Wenn die Feuerwehr einen Schaden verursacht, ist sie für die Beseitigung als Verursacher auch verantwortlich. Wenn sie dem nicht nachkommt hat der Bürger das Recht, sie anzuzeigen.

    Wo lebt ihr eigentlich, die dies bemängelt? Wo wart ihr in der Rechtskunde? Jeder Gruppenführer und Einsatzleiter kennt diese Verantwortung!

    Denkt ihr echt, ihr könnt machen was ihr wollt und denken, nach Euch die Sintflut, nur weil ihr die Feuerwehr seid? Das wäre ja ein irres Bild, was die Feuerwehr dann abgeben würde!

    Thomas, aktives Mitglied und GF

  13. Alex sagt:

    Hallo

    ich selbst bin auch in der feuerwehr, und finde den streit schlicht unnötig. denn bei einem so geringen schaden, wäre es doch überhaupt keine frage, wenn 2-3 feuerwehr leute sich ne schaufel und ne harke besorgen die furche schliessen. allerdings hätte der bauer aber auch dirkt in einem evtl freundlicberen ton auf die betroffene feuerwehr zugehen können und draum bitten die furche zu schliessen. also ich bin der meinung in einem freundlichen miteinander gehört es sich einfach auch mal nachzugeben und einen schaden in eigenregie zu beseitigen sofern das wie hier ohne aufwand möglich ist.

  14. AK sagt:

    Jede Feuerwehr sollte in Zukunft ihre eigenen Anwälte mitnehmen, die nichts anderes zu tun haben, als den ganzen Einsatz zu filmen und zu dokumentieren, und zwar vom Ausrücken bis zum Einrücken, eine Art Schiedsrichter….

    Das sind genau diese A.-Löcher, die uns hinterherfahren und uns vor Ort blöd anmachen, dass die Sirene die arme Bevölkerung geweckt habe..Wir MÜSSEN helfen-auch denen, die Einsatzfahrzeuge klauen und zu Schrott fahren…und solchen Idioten…Armes Deutschland!

    Oder diejenigen, die in einen Ort ziehen und die ersten sind, die gegen ein geplantes Feuerwehrhaus demonstrieren…Wofür machen wir das eigentlich noch alles?

  15. Huber37 sagt:

    Also ich kann die Reaktion des Grundbesitzers verstehen. Warum? Ganz einfach. Als Feuerwehr dürfen wir zwar fremde Grundstücke „benutzen“ wenn dies notwenig ist, aber wenn dies zu Schäden führt müssen diese auch aufgenommen und reguliert werden. Hier ist der Einsatzleiter ind er Pflicht, nach Ende des Einsatzes, am besten gemeinsam mit dem Grundstücksbesitzer, die Schäden aufzunehmen und zu dokumentieren. Danach hat der Einsatzleiter eine entsprechende Schadensmeldung an die Gemeinde/Versicherung abzugeben. Wer dann reguliert steht auf einem anderen Papier. Hier hat aber ganz eindeutig der Eisnatzleiter seine Aufgaben nicht erfüllt. Jetzt den Beleidigten zu spielen ist etwas schwach. Hätten die Kameraden nch der Bergung ein paar Schaufeln zur Hand genommen wäre es wahrscheinlich gar ncih zu einer soclhe verfahrenen Situation gekommen. Aber wie gesagt „der Fisch fängt beim Einsatzleiter an zu stinken“.

  16. Heiko sagt:

    Wie schon weiter oben steht ist es doch vollig gerechtferigt das der Geschädigte seinen Schaden meldet und behoben sehen möchte. Dafüer sind schliesslich Versicherungen da.
    Ob Bedarf der Nachschulung für Mitarbeiter besteht muss sicher nicht öffentlich diskutiert werden.
    Leider ist es auch schon vorgekommen das Stadtverwaltungen bei Schäden ihre Haftung auf die stadt. Gärtner abschiebt. (Zeig gegen Radfahrer).
    Mit dem Erfolg das nachher rabiat das Grünzeug zurückgeschnitten wurde.

  17. Heiner sagt:

    So wie sich hier einige Kommentare lesen, sind da ein paar verärgerte Feuerwehrleute dabei. Sagen wir es mal so: wenn ein Handwerker bei einem Kunden einen Schaden verursacht, was ja immer mal passieren kann, so haftet er dafür. Wenn ich einem Feuerwehrmann ein Gerät – hier ein Einsatzfahrzeug – an die Hand gebe, so ist er im weitesten Sinne ein Erfüllungsgehilfe der Gemeinde – auch wenn er freiwillig Dienst tut. Da hier wohl eher von leichter Fahrlässigkeit des Fahrers auszugehen ist – schliesslich hat er sich kundig zu machen, ob der zu befahrende Boden tragfähig ist – haftet zuallererst der Beauftragende, also der Bürgermeister als „Chef“ der Wehr. Inwieweit er sich schadlos hält an Dritten, ist tatsächlich eine Rechtsfrage. Aber nicht für den Fahrer bzw. Einsatzleiter. Das dem Besitzer des Grundstückes Schadenersatz zusteht, ist unstrittig. Aber mal ganz ehrlich: ich habe viele hundert Einsätze von Feuerwehren miterlebt, was da seitens der „Wehrmänner und-frauen“ des öfteren Bürger an Sprüchen und Schäden zugemutet wurde, war so manchesmal heftig überzogen – was solche Sprüche zeigen: lass es bei dem brennen und fahrt nicht hin usw. (alleine die Schreibfehler in den Kommentaren lassen auf einen überkochenden Adrenalinspiegel schliessen) scheint hier wohl auch so gelaufen zu sein. Einsätze sind immer für die Beteiligten Stress- und Ausnahmesituationen, aber bei so manchem Feuerwehrmann aber auch Gaffer wird mit einschalten der Sirene das Gehirn abgeschaltet – Gottseidank ist das nur ein ganz, ganz geringer Teil der Retter – aber leider der Teil, der dafür sorgt, das die Rechtschaffenden in Misskredit gebracht werden. Hier ist der Brandinspekteur gefordert, seinen Leuten, aber auch den Verwaltungschefs der Wehr wieder die richtige Richtung zu zeigen. Und der Rest ist Kindergarten – da geh ich als Wehrführer hin und rede mit dem Besitzer und mache die nächste Übung auf dem feld – mit hacke und Spaten und dann wars dass. Kindergarten ist das hier – Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr – kommt gesund nach Hause, Kameraden

  18. Heiner sagt:

    …allerdings scheint hier das Problem wohl weniger in dem Schaden als mehr bei den Beteiligten zu liegen. Da hat wohl der Wehrführer ein ziemlich schlechtes Verhältnis zu seinem Dienstherrn und der Bauer kann wohl die Partei des Bürgermeisters nicht ab – also wohl eher ein zwischenmenschliches Problem. Und gerade deshalb sollten sich vielleicht die Aktiven der Wehr mit flotten Sprüchen zurückhalten – vielleicht – zumindest hats den Anschein – sind in der Richtung ja schon mal „Geschichten gelaufen“ – immer dran denken – ein Bock alleine stösst nicht. Also ruhig Brauner und wieder auf das Besinnen um was es geht – Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr – dann klappts auch mit dem Nachbarn 😉

  19. stefan sagt:

    Ist für mich eine klare Haftpflicht des Trägers der verursachenden Feuerwehr und somit durch diese Gemeinde zu beseitigen. Interessant ist dabei, wie dabei die Gemeinde mit ihrer Feuerwehr umgeht. Scheint dafür ja nichteinmal ein Konzept zu geben. Der verantwortliche Verwaltungsmitarbeiter ist wohl seiner Aufgabe nicht gewachsen, somit nicht tragbar. Schon allein, weil das Thema hier in der Öffentlichkeit breit getreten wird.

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