Freitag, 9. Dezember 2016

Feuerwehrmann angefahren: hohe Geldstrafe

26. Februar 2014 von  

Ebersberg (BY) – Eine Geldstrafe von 12.600 Euro muss ein Autofahrer zahlen, der einen Kameraden der Feuerwehr Poing vorsätzlich mehrfach angefahren hatte. Wie der „Merkur“ berichtet hatte der 56-jährige Autofahrer den 18-Jährigen Feuerwehrmann, der einen Einsatz bei einer Ölspurbeseitigung absicherte, dreimal mit seinem Pkw gerammt und dabei leicht verletzt. Vor Gericht und im Vorfeld hatte sich der Täter reumütig gezeigt und entschuldigt. Im Gerichtssaal überreichte der Mann zudem noch  1.000 Euro in bar an sein Opfer – jeweils 500 Euro als Schmerzensgeld und für die Kameradschaftskasse.

Artikel: „Autofahrer rammt absichtlich Feuerwehrmann“ (Merkur, 26. Februar 2014)

Kommentare

32 Kommentare zu “Feuerwehrmann angefahren: hohe Geldstrafe”
  1. René oleschko sagt:

    Das ist doch mal ein netter Autofahrer, einer der wenigen die ihre Schuld einsehen

  2. J. sagt:

    Oh Mann -.- da kann man nur mit dem Kopfschütteln, Reumut hin oder her….

  3. Marcel Reiter sagt:

    Bisweilen muss ich auch an der Intelligenz Einiger der hier Schreibenden zweifeln. Kaum wird irgendein Fall publiziert, in dem ein Angehöriger einer Hilfsorganisation verletzt, gefährdet oder auch nur behindert wird, wird förmliche Hexenjagd betrieben. Leute, die auf der einen Seite die Werte der Feuerwehr hochloben, Uneigennützigkeit und bedingungslose Hilfe am Nächsten, wollen drakonische Strafen verhängen und oftmals die Täter am besten gleich für zwei Wochen an den Pranger stellen.
    Diese widerliche Bigotterie, die sich in den neuen Medien zuhauf findet, zeichnet ein überaus schlechtes, von Stammtischparolen geprägtes Bild einiger Kameraden. Und sowas unter aller sämtlichen Beiträgen.

    Dass das Verhalten des Autofahrers in diesem Fall – ich habe mir im Übrigen zumindest den Artikel durchgelesen, auch wenn die Presse mit der Schilderung von Vorfällen ja meist nicht allzu realitätsnah ist – überaus dispektierlich ist, steht außer Frage. Sicher braucht es auch ein erhitztes Gemüt um so zu handeln; dieser Autofahrer hat seine Schuld allerdings sehr offen gestanden und keinerlei Anzeichen gemacht, gegen ein Urteil vorzugehen (was nicht sehr erfolgreich gewesen wäre), obwohl es um eine beträchtliche Geldsumme geht.

    Unschöner Vorfall, unschöne Folgen. Dennoch saubere Klärung. Dass es dennoch genügend Kameraden gibt, die sich entweder auf standpunkttechnisch fragwürdige oder auf ähnlich dispektierliche Weise darüber äußern, ist unnötig.

  4. Thomas Krull sagt:

    Ich war selber fast 20 Jahre bei der Feuerwehr. Der Kerl hätte mit Sicherheit nie Einsicht gezeigt, wäre er nicht vor Gericht gekommen. Sich jetzt reumütig zu zeigen und von sich aus zumindest eine gewisse Entschädigung zu zahlen, ist in meinen Augen eine Farce. Die Zahlung kam doch nur unter dem Eindruck der Gerichtsverhandlung und der zu erwartenden Verurteilung! Der junge Kamerad versucht auch diesen Autofahrer vor Schaden zu bewahren und wird angefahren? Wer sein Auto als Waffe benutzt, ist als Fahrzeugführer eindeutig ungeeignet! Eine Entziehung der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von mindestens 1 Jahr wäre sinnvoller gewesen, so dass er noch einmal in die Fahrschule müsste.

  5. luknic sagt:

    Einer zeigt auf die Hexe, und alle Sammel Brennholz!!!!

    Marcel Reiter und Guido Bischoff haben das vollkommen richtig Erfasst!!!

  6. A.Kraus sagt:

    JEDER, der hierzulande die Absicht hat, einen Führerschein zu machen, sollte VOR DER ANMELDUNG in der Fahrschule zur MPU geschickt werden! Und dem Typen sollte lebenslang der „Lappen“ abgenommen werden, zusätzlich 500 Sozialstunden verhängt werden. Geldstrafen schrecken überhaupt gar nicht ab, das hat der doch bestimmt aus der Portokasse bezahlt. Wenn einer nie wieder fahren darf, weil er sein Fahrzeug wie hier als „Waffe“ eingesetzt hat, ist er dann richtig bestraft!

  7. A.Kraus sagt:

    Ich würde eine Entschuldigung von so jemandem NICHT annehmen, sondern ihn noch auf hohes Schmerzensgeld verklagen, die Summe dann aber spenden, z. B. an Paulinchen e. V.

  8. Lader sagt:

    Marcel Reiter
    Leider sind das alles Kommentare die von Facebook importiert sind ich glaube nicht das dies andersrum genauso ist. So das die in Facebook ihren kommentar lesen können.

    Du hast aber so recht mit deinen Äußerungen.
    Ich wurde es begrüßen wenn das Feuerwehr-Magazin mal etwas zum seriösen Auftreten in der Öffentlichkeit schreiben würde. Werden sie aber wohl nie tun weil sie da einem Großteil auf sie Füße treten werden.

    Interaktionen auf Facebook sind gut fur mehr Reichweite und das ist gut für eine größere Auflage und das bringt mehr Geld

  9. Christian Pannier sagt:

    Marcel Reiter hat so Recht!
    Ich habe bis heute nicht verstanden, warum die Redaktion des FeuerwehrMagazins Kommentare über die Webseite einzeln freischaltet, über Facebook hingegen jeder Schwachsinn sofort und ungefiltert in der Kommentarspalte erscheint. Liebes FeuerwehrMagazin, überlegt euch doch bitte mal, wie diese Artikel samt Kommentaren auf einen Außenstehenden wirken. Man muss bei Kommentaren wie „An den Pranger binden und danach Nackt durch die Stadt treiben!“ doch den Eindruck gewinnen, das deutsche Feuerwehrwesen bestehe zu einem gewissen Prozentsatz aus Vollpfosten und das FwM sei ihr Sprachrohr.
    Im Übrigen habe ich bei einigen Kommentaren so meine Zweifel, ob die Schreiber die geistige Eignung für den Feuerwehrdienst aufweisen.

  10. Christian Pannier sagt:

    P.S.: Liebe Redaktion des FwM: Würdet ihr Kommentare wie beispielsweise den von Stefan Dokta auch als Leserbrief im Heft drucken? Falls ja tut ihr mir leid, falls nein: Warum wird der dann hier veröffentlicht?

  11. Lader sagt:

    Könnte der der die Kommentare freischaltet mal nen status durchgeben?
    Wird intern an einer Lösung gearbeitet oder alles egal?

Kommentare

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