Samstag, 3. Dezember 2016

Feuerwehr duscht Wildpinkler: Nachspiel

17. Oktober 2014 von  

Stuttgart – Die Feuerwache 3 in Stuttgart-Bad Cannstatt befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Wasen, dem Veranstaltungsort des berühmten „Cannstatter Volksfest“. Für die Berufsfeuerwehr bedeutet die Großveranstaltung auch einen Ausnahmezustand, unmittelbar vor den Fahrzeughallen sind zu Spitzenzeiten zahlreiche Menschen unterwegs. Immer wieder liegen Betrunkene vor den Toren oder übergeben sich, Falschparker stehen direkt vor der Wache. Ausgesprochen ärgerlich sind für die Mitarbeiter ganz besonders die zahlreichen Wildpinkler, die sich trotz Verbotsschilder einfach gegen das Gebäude erleichtern. Aus der Wache heraus versuchten sich die Feuerwehrleute jetzt mit Gegenwehr – und duschten die Pinkler unfreiwillig mit Wasser, das per Eimer aus einem Fenster im Obergeschoss geschüttet wurde. Ein Zeuge filmte das Vorgehen und stellte das Video ins Internet – wodurch auch Medien auf das Thema aufmerksam wurden. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, will die Amtsleitung nun einschreiten. Branddirektor Frank Knödler kündigte ein Gespräch mit den Kollegen an.

Artikel: „Kalte Dusche von der Feuerwehr“ (Stuttgarter Zeitung, 16. Oktober 2014)

Augenzeugen-Video bei Youtube:

Kommentare

20 Kommentare zu “Feuerwehr duscht Wildpinkler: Nachspiel”
  1. SimonP sagt:

    Ich finde das Verhalten der Beamten richtig. Das die Wildpinkler es sofort lernen das sie nicht an die Wache bissen können. 10€ Ordungsgeld ist dafür leider noch viel zuwenig finde , wenn jemand an nen Hauspisst sollte es ne Anzeige wegen Sachbeschädigung geben.

  2. Frank Kl sagt:

    Richtig so, am besten gleich mit einem C-Rohr vor

  3. Rina sagt:

    Ich finde die Aktion der Feuerwehr sehr gut.
    Es ist ja nicht so, das dass Wildpinkeln erlaubt ist!

    Weiter so Jungs! Verteidigt euer Revier!!!
    Gruß Rina

  4. Marco sagt:

    Warum dagegen vorgehen? Ich find es genau richtig was die Kollege da machen!

  5. Ingo Junge sagt:

    Richtig so!
    Cold Water Challenge nach BF Stuttgart Art 🙂
    In anderen Ländern steht Wildpinkeln unter Strafe.
    Aber in Deutschland haben bestimmt die Kameraden das Nachsehen…
    Stellt am besten ein Warnschild auf 😉

  6. Mathias Fischer sagt:

    Ein guter FW-Chef würde zu seinen Männern gehen und sagen: Gute Idee Jungs, ihr habt euren Spaß gehabt, aber nun ist gut. Thema erledigt.

  7. fire sagt:

    Immer drauf. Wer nicht lesen kann gehört bestraft. Und das ist besser wie die 25 € oder 50 € vom ordnungsamt. Ich finde das war eine gelungene aktion

  8. bernd sagt:

    lieber herr knödler . was wollen sie ? bedanken bei den kollegen ? oder finden sie es richtig , das ihre kollegen in einer verpi…… feuerwache arbeiten müssen . sie können ja ihr büro dort einrichten .

  9. Bender sagt:

    Hallo.
    Ich finde das gut das sich die Feuerwehrleute zur Wehr setzen. Es ist ja nicht so als ob da kein Hinweis Schild ist wo drauf stehen hin pinkeln verboten. Wenn man sowas dann trotzdem macht selbst schuld.

  10. feser sagt:

    Sorry,
    in den Staaten darf man einen Menschen straflos erschießen, wenn er dein privates Anwesen unbefugt betritt. Und hier nun wieder ein Faß aufzumachen, weil man sich gegen asoziales Verhalten von Betrunkene mit WASSER wehrt, kann ich mal weider nicht nachvollziehen, aber immer schön die denkende Bevölkerung einschüchtern, wenn man sich mal selber wehrt – und sei es nur mit Wasser…..

  11. Hoehne sagt:

    Ich finde es gut das sich die Feuerwehr so wehrt denn etwas Wasser tut nicht weh. Und wenn dort schon Verbotsschilder hängen sollte man vielleicht woanders sein WC gang verrichten.

    Deswegen finde ich es eine gute Sache das die Kollegen der Feuerwehr so reagieren.

  12. Damberg sagt:

    Hallo Leute,
    ich habe das Video an meine Kameraden in Frankreich, USA und Kanda weitergeleitet, mit einer tollen Resonanz und lustigen Kommentaren. Die Reaktion der Feuerwehr „S“ ist unverständlich, da in allen anderen demokratischen Staaten drastische Strafen auf die Wildpinklerei bestehen und diese humorvolle Lösung als die beste, auch für den Ruf der Feuerwehr, geachtet wird.
    Mit kameradschaftlichen Grüßen
    Rolf

  13. AK sagt:

    Das ist doch nicht mehr wie richtig! Wie asozial ist denn diese Wildpinklerei?Gibts da keine öffentlichen Toiletten??? Andernorts würd edas orrdnungsamt direkt zur Kasse bitten. Das stinkt doch wie Hund, wenn da alle hinpinkeln!!Sollen die doch nächstes jahr jemanden vom Ordnungsamt da hinstellen, der direkt abkassiert..Ich finde das völlig ok, was die Feuerwehr da gemacht hat!

  14. Der mit dem Wassereimer sagt:

    Es pinkeln so viele an die Feuerwache, es stinkt unerträglich!

    Da habe ich einfach einen Eimer Wasser genommen und einem der vielen Wildpinkler einen Nach-Denkzettel verpasst. Denkzettel aus Wasser, nicht mehr und nicht weniger!
    Am nächsten Tag traute ich meinen Augen und Ohren nicht, es war im Internet. Immer mehr Leute wussten Bescheid, auch die Bild-Zeitung.
    Was habe ich getan? Gerne würde ich zu meiner Überzeugung stehen, doch dann müsste ich mit einer deutlichen Bestrafung rechnen. Und die Wildpinkler???
    Man muss zu seinen Taten stehen! Doch dieses Mal bin ich zu feige, es ist zu viel „öffentliches Interesse“ da.

    Sorry

  15. bernd.ffw-sb sagt:

    Weiter so Jungs, euere Reaktion war richtig . Was wäre denn gewesen , wennjetzt ein Einsatz gewesen wäre und so ein Freibierheiner angefahren worden wäre…
    Vielleicht kommt ja die Stadt auf die einen Klocontainer zu installieren, soll ja Geld in klamme Stadtkassen bringen oder eine Aussenstelle des OA in Bad Cannstatt einrichten, da können sie das Geld gleich vor Ort kassieren. Und da pinkeln einige ……;-)

  16. Stefan sagt:

    Also ich habs seinerzeit von meinen Eltern gelernt- nach dem Toilettengang wird mit Wasser abgespült…
    Und da es die Toilettenspülung in der Ecke wahrscheinlich nicht gab hat die Feuerwehr mal wieder ausgeholfen- ist doch nett, oder?

  17. sven sagt:

    Armer Wildpinkler- böse Feuerwehr: ich muss kotzen.
    Ich finde die Reaktion des Feuerwehrkameraden absolut angemessen: das Wasser tut nicht weh und bringt den Wildpinkler nicht um.

  18. Timo sagt:

    Sehe ich auch als Richtig an, man muss sich nicht alles gefallen lassen können doch gegen ein doofen Baum pinkeln. Das müsste unter Strafe von 100€ gestellt werden. Sowas MUSS MAN SICH nicht gefallen lassen.
    Ich denke das die Amtsleitung das an sich nicht schlimm findet aber politisch müssen sie es „nicht gut“ finden. Gerade heutzutage wo viele gegen Retter gewalttätig werden, ist das halb so Schlimm, außerdem ist nur Wasser trocknet wieder und wenn man 2 Promille Intus hat dann juckt das eh keinen.

  19. Uli sagt:

    Alle diejenigen, die sich pro aussprechen, verlassen die Grundlagen unserer Demokratie. Selbstjustiz hat da nichts verloren, erst recht nicht aeitens öffentlich-rechtlicher Einrichtungen. Wenn die Auswüchse vorher bekannt sind, gibt es ausreichend Zeit, durch organisatorische Maßnahmen tätig zu werden, sich z.B. vor dem Gebäude aufzuhalten, direkt einzuschreiten oder die Aufgabe den Ordnungsbehörden zu überlassen. Anonymität aus dem Fenster heraus ist für mich nicht nachvollziehbar. Hier wird das Ansehen der Feuerwehr allgemein massiv beschädigt. Disziplinarische Maßnahmen wären sogar gerechtfertigt. Vielleicht erstattet ein Betroffner Anzeige wegen Körperverletzung!

  20. F-W P sagt:

    Warum hat der Wildpinkler sich nicht Nachbars Haustür ausgesucht, oder die Polizeistation? Weil er da wahrscheinlich mit erheblichem Ärger rechnen konnte. Also lieber bei der Feuerwehr, die merken es ja nicht (oder manchmal doch, wie dieser Fall gezeigt hat!).

    Vielleicht sollte die Feuerwehrführung für dir Zukunft die Toiletten des Feuerwehrhauses gegen entsprechende Gebühr für die Festbesucher öffnen.

    Oder, wenn dies aus rechtlichen Gründen nicht geht, ein Schild aufstellen, wo auf die kostenlose Dusche nach dem Wildpinkeln hingewiesen wird. Vielleicht kann man das auch noch automatisieren, ähnlich wie die automatischen WC- und Pissoir-Spülsysteme, damit sich der arme Feuerwehrkamerad nicht die ganze Nacht um die Ohren schlagen muss.

    Mein Vater hatte bei seinen Geschäftsräumen mal mit ähnlichen Problemen umgehen müssen. Vierbeiner ließen sich relativ schnell mit „Sagrotan“-Konzentrat (auf die Hauswand zur Desinfektion aufgebracht) dazu bewegen sich eine andere Stelle fürs Geschäft aufzusuchen (für Hunde und Katzen ein Geruch, dem sie auch unter Zwang ausweichen wollen). Bei Menschen war es leider wesentlich schwieriger und deutlich zeitaufwändiger, weil man sich meistens die ganze Nacht um die Ohren schlagen musste um den Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen und dann der Polizei zu übergeben.

    Ich hoffe, dass der „Geduschte“ durch das Wasser wieder so nüchtern geworden ist, dass er eingesehen hat, dass seine Tat kein Kavaliersdelikt war, sondern mindestens Sachbeschädigung. Man muss sich mal die Mühe machen und in der Stadt mit offenen Augen durch die Straßen gehen und auf die vielen Pinkelstellen der Vierbeiner achten und sich den Schaden der dadurch an Laternen, Schildermasten und Gebäuden entsteht einmal vor Augen halten.

Kommentare

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