Donnerstag, 8. Dezember 2016

Falscher Telefonbucheintrag belastet Leitstelle

15. Dezember 2014 von  

Wittmund (NI) – Seit kurzer Zeit nehmen die Disponenten der Kooperativen Regionalleitstelle Ostfriesland (KRLO) eine gestiegene Zahl an Anrufen entgegen. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch die Anrufer melden keine Notfälle, oder wollen einen Krankenhaustransport bestellen, sondern möchten andere Dinge mit Verantwortlichen der Leitstelle klären. Wie die „Ostfriesische Nachrichten“ schreiben, führt dies zu einer erhöhten Belastung der Disponenten und bindet unnötig Ressourcen. Dem Fehler kamen die Leitstellen-Mitarbeiter nun auf die Spur. In einigen ostfriesischen Telefonbüchern ist für allgemeine Anrufe für die Landkreisverwaltungen Aurich, Leer und Wittmund die Rufnummer 19222 angegeben. Die Rufnummer ist bundesweit aber für Krankentransporte vorgesehen. Bei der nächsten Auflage der Telefonbücher soll der Fehler behoben werden.

Artikel: „Telefonbucheintrag sorgt für Ärger“ (Ostfriesische Nachrichten, 13. Dezember 2014)

Symbolfoto: Leitstelle (hier die ILS München). Foto: Michael Rüffer

Symbolfoto: Leitstelle (hier die ILS München). Foto: Michael Rüffer

Kommentare

2 Kommentare zu “Falscher Telefonbucheintrag belastet Leitstelle”
  1. Mathias Fischer sagt:

    Falsch. Die 19222 ist eine Werbenummer des DRK/BRK , die zwar , natürlich , die 112 unterstützt, aber weiterhin noch viel mehr die 19222 bewirbt und immer noch ihre Autos damit beklebt. Ergibt ja auch Sinn: Krankentransport ist ein (Riesiges)Geschäft. Und hiervon wollen die DRK gGMBHs ein großes Stück abhaben.

  2. Jörn sagt:

    @all: In den oben genannten Landkreisen hat man wohl noch nichts von der bundesweit gültigen Rufnummer 115 gehört. Diese einst in der ehemaligen DDR landesweit geltende „medizinische Notrufnummer“ wurde im Mai 1991 abgeschafft und ist dann in den späten Nullerjahren wieder „auferstanden aus den Ruinen“ – diesmal jedoch als „Behördenkummernummer“ (weitere Informationen unter http://www.d115.de).

    Und die jahr(zehnte)lang insbesondere im Südwesten als „medizinische Notrufnummer“ propagierte 19 222 sollte endlich aus dem Alltag verschwinden. Ein Hilfesuchender kennt in der Regel nicht den Unterschied zwischen einem akuten Notfallgeschehen und einem (planbaren) Krankentransport. Deshalb macht für ihn, den Ottonormalverbraucher, nur eine Nummer für nichtpolizeiliche Gefahren Sinn: der Euronotruf 112! Alles andere ist Schmu!

    Dass insbesondere das Rote Kreuz in Niedersachsen und auch in Nordrhein-Westfalen verstärkt auf die 19 222 als Krankentransport-Servicenummer setzt, ist mehr als ärgerlich, zumal die Nummer erstens kostenpflichtig ist und im Mobilfunknetz ohne Ortskennziffer gar nicht funktioniert!!!

    Ach, ich vergaß: Im Saarland und in Teilen von Rheinland-Pfalz sind die Rettungsleitstellen nur unter der 19 222 direkt zu erreichen. Ein Unding!!!

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