Freitag, 29. Juli 2016

Fahrzeugbeschaffung: Streit in der Feuerwehr

8. Februar 2016 von  

Fröbersgrün (SN) –  Die Feuerwehr Fröbersgrün hat die Möglichkeit, ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug einer befreundeten Wehr aus Baden-Württemberg zu übernehmen. Die Kosten würden sich auf 12.000 Euro belaufen. Aus Sicht der Wehrführung ein Schnäppchen. Der Feuerwehrleiter der Gemeinde Rosenbach (Vogtlandkreis), zu der der Ort Fröbersgrün gehört, sieht das anders. Seiner Meinung nach passe das Fahrzeug nicht in das Gesamtkonzept der Rosenbacher Feuerwehr, berichtet die „Freie Presse“. Als wasserführendes Fahrzeug sei es überflüssig, da es bereits drei in der Gemeinde gäbe. Außerdem störe ihn die Größe. Zum Fahren ist der Führerschein Klasse C erforderlich. Der Gemeindewehrleiter wolle langfristig eher kleine Fahrzeuge beschaffen. Er sehe die Gefahr, dass es perspektivisch nicht mehr genügend Fahrer geben wird, die über den nötigen Führerschein verfügen.

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Kommentare

6 Kommentare zu “Fahrzeugbeschaffung: Streit in der Feuerwehr”
  1. T. Cleven sagt:

    Zitat: „Zum Fahren ist der Führerschein Klasse C erforderlich. Der Gemeindewehrleiter wolle langfristig eher kleine Fahrzeuge beschaffen. Er sehe die Gefahr, dass es perspektivisch nicht mehr genügend Fahrer geben wird, die über den nötigen Führerschein verfügen.“

    … was ist das bitte für ein Argument ??? – Woraus soll sein Feuerwehrfuhrpark demnächst bestehen, aus ELW, MTF und TSF ? Klasse C1 ist eh eine „tote FE-Klasse“, die nur Fw-Leute haben, wenn sie aus der alten Klasse 3 umgeschrieben wurde, die jüngsten davon sind heute 36 Jahre alt.

    Klasse C1 macht so gut wie niemand, weil für geringe Mehrkosten gleich Klasse C erworben werden kann, privat braucht so gut wie niemand Klasse C1 und beruflich erst recht nicht, weil es beruflich die bessere Perspektive ist Klasse C zu erwerben.

    Der Wehrleiter wird um die Finanzierung von FE er Klasse C langfristig nicht herum kommen, daher stünde er sich besser, das Gebrauchtfahrzeug anzuschaffen und für das so eingesparte Geld mehrere Kameraden mit einer FE der Klasse C auszustatten.

  2. Joe Fischer sagt:

    Mich wundert es schon, das es immer noch so engstirnige Führungskräfte gibt. Da kann man ein wirkliches Schnäppchen für Sage und Schreibe 12.000 EURO bekommen, und nur weil es dem Herrn Gesamtwehrführer nicht in den Kram passt soll es nicht angeschafft werden.
    Seine Argumente schreien doch wirklich zum Himmel, ein 4. wasserführendes Fahrzeug werde nicht benötigt, wäre OK bei einer Neubeschaffung, und was bitte soll an der Größe auszusetzen sein, oder das es zu wenig passende Führerscheine gibt, das sind alles Argumente die für eine „Neubeschaffung“ gelten, aber nicht für ein supergünstiges Gebrauchtfahrzeug.
    Dann die Aussage, er will mittelfristig nur noch kleine Fahrzeuge anschaffen. Ja am Besten vielleicht die sogenannten „Multicars“ oder Traktoren mit TSA bzw. TSF’s? Mit dem Geld was hier im Gegensatz zu einem Neufahrzeug eingespart wird, wir sprechen hier nicht von ein paar Tausend Euro, sondern von „Hunderttausend“, können so viele passende Führerscheine finanziert werden, das wahrlich genug Maschinisten für das Fahrzeug vorhanden sind.
    Dem Wehrführer von Fröbersgrün kann ich deshalb nur zustimmen, weil es wirklich eine sinnvolle und vor allem kostengünstige Ersatzbeschaffung ist, und dem Gemeinderat kann ich nur raten den Kauf abzusegnen.

  3. Uli sagt:

    Mich wundert hier die Ferndiagnose in den Beiträgen, ohne einsatztaktische Konzepte und die örtlichen Gegebenheiten zu kennen. Erst recht ist es für mich anmaßend und daneben, die Überlegungen mit der Beschaffung von Multicars oder Traktoren abzuqualifizieren!

  4. Falko sagt:

    Die Meldungen im Feuerwehrmagazin lese ich ganz gern, aber die oft unqualifizierten Kommentare sind einfach nur peinlich. Wie sagt mein Lieblingskabarettist immer: „Wer keine Ahnung hat, einfach mal….“

  5. manni sagt:

    Schliesse mich da an. Was soll das kanze hier?
    Erst denken dann schreiben, es kommt nicht nur auf das kontebt an sondern auch wie gros ost die Wehr, welche fahrzeuge gibt es schon in der gemeinde etc. etc.

    Wir haben nur ein TSF und sind glücklich damit, es ist nagelneu beschaft worden und ist mir lieber als ein gebrauchtes LF das dann immer mucken macht. Sollten zwar eines mit wasser bekommen, habe uns aber gewehrt da wir den atemschutz nicht gewärleisten können.

    Also nicht immer größer und dicker denken sondern auch einen gang zurück schalten.

  6. Horst sagt:

    Die wirklichen Probleme bei der Geschichte – die aber niemand sieht – sind nicht nur die Führerscheine.
    Seit geraumer Zeit ist es nur mit einem Führerschein nicht getan. Die C oder CE Führerscheinklassen muss man 5-jährig auffrischen, was nicht ganz günstig ist.

    Zudem muss ein LKW >7,5to in regelmäßigen Abständen zum „BremsenTÜV“, was auch nicht kostenlos ist.

    Wenn man mit dem LF dann im Einsatzfall direkt ausrücken will, muss auch der Bremsdruck extern erhalten werden.

    Zudem muss bei einem gebrauchten Fahrzeug häufiger mit Schäden und Asfällen gerechnet werden…

    Die Liste könnte man noch bis ins Unendliche ziehen.

Kommentare

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