Donnerstag, 19. Januar 2017

Fahrzeugbeschaffung: Freiwillige Feuerwehr tritt in den Streik

13. Juli 2016 von  

Steinhöring (BY) – Die Freiwillige Feuerwehr Tulling ist in den Streik getreten. Hintergrund sind Probleme bei der Fahrzeugbeschaffung. Wie der „Merkur“ berichtet, beschlossen die Ratsmitglieder der Gemeinde Steinhöring in ihrer letzten Sitzung, dass ein neues Löschfahrzeug erst nach der Aufstellung eines Brandschutzbedarfsplans beschafft werden soll. Damit verzögert sich das Vorhaben um mindestens ein halbes Jahr. Nach Informationen der Zeitung war allerdings im Vorfeld abgemacht, dass die Beschaffung unabhängig von dem Bedarfsplan beschlossen werden sollte. Daraufhin stellten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Tulling ihr derzeitiges Einsatzfahrzeug, ein 29 Jahre altes TSF, vor dem Rathaus ab, übergaben noch in der Sitzung den Fahrzeugschlüssel an den Bürgermeister und meldeten für einen Tag „Status 6“. Die Wehrführung hofft nun auf eine einvernehmliche Lösung.

Auch spannend:

Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Tullinger Feuerwehr stellt ihr Auto vors Rathaus und tritt in Streik“ (13. Juli 2016, Merkur)

Symbolfoto: Feuerwehr T. Weege

Kommentare

5 Kommentare zu “Fahrzeugbeschaffung: Freiwillige Feuerwehr tritt in den Streik”
  1. Mr X sagt:

    O.k. kann man ja mal machen

  2. Kdt aus BY sagt:

    Finde ich eine gute Aktion; Das Thema mit dem Feuerwehrbedarfsplan ist auch durchaus interessant, vorallem da bei uns genau der gleiche Weg beschritten wurde; Was niemand bedacht hatte: Unsere Regierung interessiert der Feuerwehrbedarfsplan einfach nicht, die machen was sie wollen, ob da ein unabhängiges Gutachten vorliegt oder nicht!

    Mittlerweile schade um jede Ehrenamtliche Stunde, wenn die Beamten auf einen zurollen!

    Lasst Euch nicht entmutigen; Ehrenamt ist höher zu bewerten als Amtsschimmel!

  3. Uli sagt:

    Eine journalistische Entgleisung mit vollkommen falscher Verwendung des Begriffes „Streik“. Freiwillige Feuerwehrleute haben kein Streikrecht.
    Es ist vollkommen richtig, dass vor der Ausgabenseite ein Bedarfsplan stehen muss. Alles andere wäre Verschwendung von Steuergeldern.
    Allerdings stellt sich die Frage, warum dieser nicht weit vor der erforderlichen Beschaffung erstellt wurde, da eine Ersatzbeschaffung aus Altersgründen vorhersehbar ist. Da hat wohl jemand in der Verwaltung gepennt.
    Der „Streik“ ist damit ein öffentlichkeits- und medienwirksames Mittel, um der Verwaltung das Versagen um die Ohren zu hauen.
    Ich gehe aber davon aus, dass die Wehr im Einsatzfall sicherlich ausgerückt wäre. Eigentlich hätte sie dann aber gar nicht alarmiert werden können.

  4. Renato aus Sachsen sagt:

    Ein 29 Jahre ist doch kein alter für ein Fahrzeug. Unser TSF hatte se auf 46 Jahre gebracht und wenn es keine Hochwasserschäden davon getragen hätte, würde es heute noch fahren.

  5. J Aus Nazareth sagt:

    @Renato:

    Alte Löschfahrzeuge sollten eine Lebensdauer von 30 Jahren haben. Neue Autos sollten rund 25 Jahre halten. Bei uns in der Gemeinde sind wir mit dem ältesten Löschfahrzeug jetzt bei 32 Jahren. Im Oktober/November soll Ersatz für das alte TSF kommen.
    Logistikfahrzeuge oder ähnliches können gerne länger halten.

    Erstausrückefahrzeuge die länger als 30 Jahre gefahren werden, sind einfach nicht mehr zeitgemäß und entsprechen nicht mehr den Anforderungen einer modernen Wehr.
    Für Aufgaben wie beispielsweise Wasserförderung aus offenen Gewässern mit nachrückenden Einheiten, ist auch ein 50 Jahre altes TSF noch gut, sofern es den Sicherheitstechnischen anforderungen für den Straßenverkehr entspricht.

    kameradschaftliche Grüße!

Kommentare

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