Samstag, 3. Dezember 2016

Cold Water Challenge: Führung tritt zurück

25. Juni 2014 von  

St. Wendel (SL) – Nach der Kritik des Bürgermeisters von St. Wendel an der Veröffentlichung eines „Cold Water Challenge“-Videos, ist die Führung der Feuerwehr St. Wendel von ihren Funktionen zurückgetreten. Der Kommunalchef hatte nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ unter anderem moniert, dass die Einsatzkräfte in dem Filmclip ohne Genehmigung mit Sondersignal in der Stadt gefahren seien und die Veröffentlichung untersagt. Offenbar ist der Streit um das Video aber nur ein Teil der Geschichte – es habe bereits in der Vergangenheit zwischen der Feuerwehrführung und der Stadtverwaltung Probleme gegeben, heißt es in dem Artikel weiter.

Artikel: „Führung des St.Wendeler Löschbezirks Kernstadt tritt nach Kritik an Spaß-Video zurück“ (Saarbrücker Zeitung, 25. Juni 2014)

Kommentare

82 Kommentare zu “Cold Water Challenge: Führung tritt zurück”
  1. Rudolf Drehmer sagt:

    Pressemitteilung der Angehörigen des Löschbezirks St. Wendel-Kernstadt, Feuerwehr St. Wendel
    St. Wendel, den 25.06.2014
    In den letzten Tagen wurde in Presse und Rundfunk über die sog. Cold Water Challenge im Allgemeinen und dem Rücktritt unseres Vorstandes im Besonderen mehrfach berichtet. Einige der in den Berichten genannten Tatsachen stellen sich aus unserer Sicht als unzutreffend dar. Es ist uns daher ein Anliegen, in dieser Sache eine Klarstellung zu bewirken.
    – Zunächst wurde berichtet, dass der Löschbezirk St. Wendel-Kernstadt, anders als andere Teilnehmer der „Cold Water Challenge“, keine Spende an den Verein Paulinchen e. V. getätigt hätte. Erst durch die Spende des Bürgermeisters wäre dieser „Verpflichtung“, die mit der Teilnahme an der „Cold Water Challenge“ einhergeht, nachgekommen worden. Vielmehr sei es dem Löschbezirk St. Wendel-Kernstadt lediglich darum gegangen, für sich ein „Grillfest zu fordern“.

    Vielmehr wurde jedoch von Seiten des Vorstandes unmittelbar nach Abschluss der Dreharbeiten eine Zahlung in Höhe von 112,- Euro an den Verein Paulinchen e. V. getätigt. Für uns war diese Spende eine Selbstverständlichkeit, weshalb wir sie im Video nicht explizit erwähnt haben. Es handelte sich dabei aus unsere Sicht um eine stillschweigende Vereinbarung, die die Teilnehmer der Challenge getroffen haben.

    – Es wurde mehrfach erwähnt, die Teilnehmer der „Cold Water Challenge“ hätten mit Einsatzfahrzeugen unter Inanspruchnahme von Blaulicht und Einsatzhorn eine längere Fahrt durch das Stadtgebiet unternommen.

    Richtig ist, dass während dem Verlassen des Feuerwehrgerätehauses bis zur nächsten Kreuzung (St. Floriansweg – Werkstraße) Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet waren sowie kurz vor der Einfahrt auf das Gelände der Waschstraße. Während des gesamten Restes der Fahrt war weder das Blaulicht noch das Einsatzhorn eingeschaltet. Durch den Zusammenschnitt der Filmaufnahmen entstand jedoch ein anderer Eindruck, der jedoch stilistisch gewollt war.

    – Schließlich wurde eine Gefährdung der Teilnehmer durch den fehlenden Versicherungsschutz bzw. Verstöße gegen Unfallverhütungsvorschriften angeführt.

    Diesbezüglich ist zu sagen, dass während der gesamten Dreharbeiten die Unfallverhütungsvorschriften eingehalten wurden. Weder die Teilnehmer noch Fahrzeuge und Gerät waren Gefahren ausgesetzt. Die Akteure waren sich darüber hinaus im Klaren, dass die Teilnahme unter Umständen nicht vom Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallkasse gedeckt sein könnte und in diesem Falle die private Unfallversicherung zur Schadensübernahme herangezogen werden müsste.

    Wir bitten Sie, dies bei der Berichterstattung zu berücksichtigen.
    Mit freundlichen Grüßen,

    die Angehörigen des Löschbezirks St. Wendel-Kernstadt

  2. Michael aus M. sagt:

    Hallo, ich gehöre keiner Feuerwehr an aber muss sagen das ich das mit der CWC ne super sache finde und meine das eine feuerwehr Führung für sowas nicht zurück treten sollte bzw an den Pranger gestellt wird!!!! Man sollte doch als Gemeinde heutzutage froh und stolz sein das es noch Leute gibt die leben retten und Kameradschaft zeigen ! Und das finde ich zeigt diese CWC ein Zusammenhalt zwischen den Kameraden sollen sich doch mal die Leute aus der Stadtverwaltung hin stellen und den Job ausführen mal schauen wie sie dann darüber denken echt ich kann so ein Bürokraten Schwachsinn nicht verstehen seit stolz drauf das eure Feuerwehr Kameraden präsentieren und durch solche Aktionen vielleicht neue Kameraden ansprechen gehe mal nicht davon aus das Ihr (Stadtverwaltung ) hinter eure Schreibtische hervorkommen wollt und den Job übernehmen wollt !!!!!!!!!

  3. ichbinsroland sagt:

    Lächerlicher Machtkampf! Unterstützt mit Rücktritts Drohungen. Lässt man die Worte Feuerwehr, Vorstand, und Bürgermeister und ersetzt die mit Kasper, dem Teufel und dem Krokodil. Fragt sich jeder was das Kasperl Theater soll. Heut zu Tage ist jeder dem anderen sein Teufel! Und Dieses Theater betrachten wir als Probleme! Probleme die unsere Gesellschaftlichen Krankheiten verursachen…Stress, Burnout und Nerven zusammen Bruch. Beide Seiten sollten sich fragen ob man das nicht bei einem Bier klären könnte.

  4. Rolf sagt:

    Es ist erstaunlich welch eine Diskussion darüber ausbricht. Die Gründer bzw. Teilnehmer hätten sich im Vorfeld besser Gedanken darüber anstellen sollen. Ich selbst habe mir einige Vidios angeschaut, mit dem Fazit:
    Die UVV wurde in den wenigsten Fällen eingehalten, hierzu hat auch die Feuerwehrunfallkasse bereits auch schon Stellung bezogen- kein Versicherungsschutz!!!
    Mißbrauch der Einsatzkleidung und Gerät, in einem Vidio wird das Dach eines Autos entfernt, anschließend mit Löschschaum geflutet und zuletzt baden die Kameraden alle darin. Über die Verletzungsgefahr durch die Kanten brauch erst gar nicht diskutiert werden. Ebenso über die Beschädigung der Einsatzkleidung die ja sehr hochwertig und kostspielig ist. Sie wird nicht mehr ihren Zweck erfüllen können, da das Schaummittel aggressiv auf das Material wirkt. Hier wurde nichts gelernt- ein Beispiel von vielen. Unser Image wird in vieler Hinsicht somit sehr negativ beeinflusst was nicht sein darf! Eine offizielle Unterbindung, wie sie schon in Baden- Württemberg erfolgte, ist daher mehr als gerechtfertigt.

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