Samstag, 3. Dezember 2016

Bevorzugung von Feuerwehrleuten abgelehnt

3. Juli 2014 von  

Großschirma (SN) – Eine Bevorzugung von freiwilligen Feuerwehrleuten bei der Besetzung von kommunalen Stellen? Ein politischer Vorstoß, als Idee zur Stärkung der Feuerwehren gedacht, wird in Großschirma (Kreis Mittelsachsen) vermutlich keine Anwendung finden. Der Bürgermeister hatte den Vorschlag einer Stadtrat-Fraktion durch einen Anwalt prüfen lassen. Wie die „Freie Presse“ berichtet, rät der Jurist von einer derartigen Regelung ab. Der Grund: ein potentieller Verstoß gegen den Gleichbehandlungs-Grundsatz.

Artikel: „Ortschef lehnt Sonderrecht für Feuerwehr ab“ (Freie Presse, 3. Juli 2014)

Kommentare

6 Kommentare zu “Bevorzugung von Feuerwehrleuten abgelehnt”
  1. Christian sagt:

    Was ich an dem Bericht in der Freien Presse „bedenklich“ finde ist der Ausdruck „Freizeit-Brandschützer“. Wenn damit allein gemeint ist das wir unsere freizeit für den Brandschutz opfern, solls mir Recht sein. Es klingt aber eher nach was anderem. Ich habe jedenfalls nicht 24/7 nur Freizeit, Einsatzbereit bin ich trotzdem!

  2. jean sagt:

    Ich finde wenn sich Leute sehr intensiv für Allgemeinheit, die Gesellschaft einsetzen, da nicht nur viel Zeit und zum Teil auch Geld in Form von eigener Ausrüstung einsetzen und vor allem ihr Leben und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, denn mal ehrlich niemand von uns weis ob er vom nächsten Einsatz heil zurück kommt, durchaus bei öffentlichen Stellen bevorzugt werden sollten.
    Denn nicht nur das sie sich mehr für die Gesellschaft einsetzen, sie bringen den öffentlichen Arbeitgebern auch viele Vorteile durch ihre zusätzlichen Qualifikationen mit und wenn sie da eingestellt würden, wären sie sowohl in Beruf als auch im Ehrenamt mehr motiviert…
    Aber soweit denken die Entscheider nicht, wenn die rechtlichen Vorgaben nicht passen müssen die vielleicht auch mal angepasst werden, wenn es sinnvoll ist… Aber das geht ja nicht weil man im Zweifelsfall einen von der EU auf den Deckel bekommt.

  3. Stephan sagt:

    Immer wieder das selbe…. Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen!!! So sollten diese auch bevorzugt Feuerwehrleute einstellen. Warum wird dann nicht die Feuerwehrtätigkeit zu einem bestimmten Teil in das Stellenprofiel geschrieben???? So werden alle Bewerber mit den selben Profil gleich behandelt! Da müssten die Kommunen „Farbe bekennen“. Sehr sehr schwer…

  4. Mathias Fischer sagt:

    In Trier(RLP) werden FF-Feuerwehrleute auf betreiben des Personalrates explizit von internen Stellenausschreibungen nicht berücksichtigt.

  5. Frigo sagt:

    Einfach FF-Mitgliedschaft als Vorraussetzung bei Berwerbungen für kommunale Stellen und schon wäre eine Lösung gefunden. Aber soweit konnte man dort offensichtlich nicht denken.
    Wahrscheinlich hat der Anwalt irgendwas gegen die FF allgemein, sodass sein Urteil klar war!

    Jeder Bürgermeister sollte sich freuen, wenn FF-Mitglieder im Ort arbeiten und im Alarmfall zum GH eilen können. Dies sollte man unterstützen und nicht wie hier noch behindern.

  6. Jens sagt:

    Die Aufgabe des Brandschutzes liegt nunmal in der Hand der Kommune. Wie soll eine Kommune dieser Aufgabe nachkommen? Richtig in dem sie selber eine ausreichende Anzahl an Feuerwehrkräfte beschäftigt.Nur wenn die Kommune selber eine ausreichende Anzahl an FM (SB) beschäftigt ist auch die Tagesverfügbarkeit sichergestellt. Liebe Kritiker, Anwälte und Richter machen sie sich bitte mal Gedanken darüber…..Auch wenn es rechtlich wahrscheinlich nicht richtig ist würde ich versuchen die Aufgaben des Brandschutzes mit in die Stellenbeschreibungen einzubringen. Und zum guten Schluss….sollte sich jemand benachteiligt fühlen so steht ihm doch jederzeit frei in die örtliche Feuerwehr einzutreten.

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