Mittwoch, 24. Mai 2017

Beinaheunfall: Wasserhochführung fällt von Drehleiter

30. November 2015 von  

Düsseldorf (NW) – Die Wasserhochführung einer Drehleiter löste sich im Rahmen einer Ausbildung der Berufsfeuerwehr Düsseldorf von ihren Befestigungen und stürzte in die Tiefe. Weder Personen noch Material wurden von dem Bauteil getroffen. Wie das Portal „Drehleiter.info“ berichtet, ereignete sich der Vorfall am 24. November an der Feuerwehrschule der Berufsfeuerwehr Düsseldorf während einer Übung zur Wasserabgabe über eine Drehleiter. Die Wasserhochführung besteht aus Stahl und ist fest im ersten Leitersegment verbaut.  Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei kein Wasser abgegeben worden, schreibt „Drehleiter.info“ weiter. Der Pumpenausgangsdruck habe bei zehn bis zwölf bar gelegen. Eine anschließende Überprüfung aller Drehleitern im Düsseldorfer Stadtgebiet habe ergeben, dass auch andere Fahrzeuge Schäden an der Wasserhochführung aufweisen. Beispielsweise waren Schellen und Schrauben gelöst oder beschädigt.

Weiter Informationen auf www.drehleiter.info!

Drehleiter.info rät allen Feuerwehren, die eine Wasserhochführung im Leitersatz ihrer Drehleiter – ganz gleich welcher Hersteller – fest verbaut haben, die Befestigungen des Rohres in der Oberleiter unverzüglich zu kontrollieren. Im Zweifel kontaktieren Sie den Hersteller des Hubrettungsfahrzeugs.

Wasserhochführung_Drehleiter_Preuschoff

Die Wasserhochführung einer Drehleiter löste sich aus der Verankerung und stürzte ab. Symbolfoto: Preuschoff

Kommentare

1 Kommentar zu “Beinaheunfall: Wasserhochführung fällt von Drehleiter”
  1. stefan_67 sagt:

    Beim Betrachten der Bilder der Feuerwehr Düsseldorf zeigt sich, dass Lösung der Firma Metz nicht gut ist. Die Befestigung der Wasserhochführung alleine mit Schellen, wo die Schrauben nicht zusätzlich durch selbstsichernde Muttern gegen Lösen durch z. B. Vibration gesichert sind, ist nicht ausreichend. Auch die Gestaltung der Auflagepunkte der Wasserhochführung sieht in meinen Augen nicht sonderlich robust aus. Eine festverlegte Wasserhochführung sollte mit dem innersten Leitersegment so verbunden sein, dass unbeabsichtigtes Lösen bzw. ein Herunterfallen nicht möglich ist. Die alleinige Verwendung von 4 Schellen reicht da nicht aus. Mit etwas mehr Aufwand lässt sich deutlich mehr Sicherheit erzeugen. Die Enden der Wasserhochführung sind laut Foto wegen unterschiedlicher Durchmesser geschweißt. Also könnte auch ein Halter angeschweißt werden, der eine Verschraubung mit dem Innersten Leitersegment möglich macht. Der finanzielle Mehraufwand dafür liegt vermutlich im zweistelligen Bereich und dann sollte da nicht lange nachgedacht werden. Geiz ist nicht immer geil, und wenn es sicherheitsrelevant ist, manchmal sogar gefährlich.

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