Mittwoch, 24. Mai 2017

Ausschluss vom aktiven Dienst: 20-Jähriger hat ADHS

Dortmund (NW) – Ein 20-jähriger Feuerwehrmann aus Dortmund-Nette offenbarte seinen Kameraden der freiwilligen Feuerwehr, dass er an ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) leidet. Täglich nimmt er deswegen ein Medikament zu sich. Wie die „Ruhrnachrichten“ berichten, kann er nun nicht mehr vollumfänglich am aktiven Dienst der Feuerwehr teilnehmen. Zuvor sei er zu einem Arbeitsmediziner geschickt worden, der ihn anfangs für tauglich befand. Im Verlauf der Untersuchung sei auch die ADHS-Erkrankung bekannt geworden. Am Ende stellte der Mediziner keine G 26.3-Bescheinigung aus. Der 20-Jährige darf somit keinen Atemschutz mehr tragen. Die Entscheidung, die G 26.3 nicht auszustellen, sei auch mit der Fürsorgepflicht gegenüber dem Mann und den anderen Aktiven begründet worden. Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund, Jörg Müssig, würde es nach Informationen der Zeitung begrüßen, wenn die Entscheidung differenzierter ausgefallen wäre. Auch Interessenverbände geben zu bedenken, dass ADHS nicht pauschal zur einer Einsatzuntauglichkeit führen muss.

Gegenüber feuerwehrmagazin.de wies ein Sprecher der Feuerwehr Dortmund ausdrücklich darauf hin, dass das ärztliche Gutachten, welches im Zuge der nicht erteilten G 26.3 angefertigt wurde, noch nicht vorliegt. Solange können auch keine Aussagen über einen Zusammenhang mit der ADHS-Erkrankung gemacht werden. 

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Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Feuerwehrmann wird wegen ADHS ausgemustert“ (11. Mai 2016, Ruhrnachrichten)

Symbolfoto: Feuerwehr T. Weege

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