Samstag, 10. Dezember 2016

Zwei Tote bei Brand in Berlin-Charlottenburg

Berlin – Bei einem Wohnungsbrand in Charlottenburg fand die Berliner Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag zwei tote Personen auf. Vermutlich handelte es sich um ein junges Ehepaar. Nach ersten Erkenntnissen sollte der Mann zunächst die Frau getötet und dann den Brand gelegt haben. Ein brisanter Fall in einer Serie von Brandeinsätzen der Berliner Feuerwehr in den letzten Tagen.

Gegen 23.50 Uhr rückte die Feuerwehr zu einem gemeldeten Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Charlottenburg aus. Vor Ort stand ein Zimmer in der zweiten Etage eines fünfgeschossigen Wohnhauses in Brand. Über eine Drehleiter retteten Einsatzkräfte eine Person aus der fünften Etage über eine Drehleiter. Ein Angriffstrupp führte zwei Personen mit Fluchthauben durch den verrauchten Treppenraum ins Freie. Als die Kräfte in die Brandwohnung eindrangen, stießen sie auf zwei leblose Körper. Für die Bewohner kam jede Hilfe zu spät.

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Berliner Feuerwehr im Einsatz. Symbolfoto: Timo Jann

Mit einem C-Rohr löschte ein Angriffstrupp die Flammen. Die Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung auf weitere Räume verhindern. Acht Kräfte waren unter Atemschutz im Einsatz. Sie kontrollierten die Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus. Die Entrauchung erfolgte mittels Drucklüfter.

Zum Einsatz kamen zwei Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge (LHF), eine Drehleiter (DLAK), ein Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie ein Einsatzleitwagen (ELW) 1.

CAFS-Einsatz bei Wohnungsbrand in Steglitz

In der Nacht zu Montag wurde die Feuerwehr um 0.52 Uhr zu einem Wohnungsbrand im Ortsteil Steglitz alarmiert. Ein Zimmer im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses brannte ein Zimmer in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten, auf die Fassade des Gebäudes überzugreifen. Mit zwei C-Rohren und CAFS-Druckluftschaum bekämpften Atemschutzkräfte den Brand und konnten eine Ausbreitung im letzten Moment verhindern.

Drei Hausbewohner mussten vom Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser transportiert werden. Im Einsatz waren drei LHF, eine DLK, drei RTW, ein NEF und ein ELW der Berliner Feuerwehr.

Zwei verletzte Feuerwehrbeamte

Samstagnachmittag stand eine Wohnung im Ortsteil Gesundbrunnen vollständig in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit fünf LHF, zwei Drehleitern, zwei RTW, zwei ELW und Sonderfahrzeugen zu dem Brandeinsatz aus. Vor Ort hatte sich das Feuer von einer Wohnung im vierten Obergeschoss bereits in das ausgebaute Dachgeschoss ausgebreitet. Atemschutztrupps gingen mit zwei C-Rohren zum Innenangriff vor. Über eine Drehleiter bekämpfte ein weiterer Trupp mit einem C-Rohr die Flammen von außen.

Bei den Löscharbeiten verletzten sich zwei Einsatzkräfte aufgrund herabstürzender Holzbalken. Eine 35-jährige Feuerwehrfrau erlitt einen Schulterblattbruch und ein 41-jährige Feuerwehrmann prellte sich die Schulter. Nach der rettungsdienstlichen Versorgung am Einsatzort wurden die Verletzten zur Untersuchung in das Bundeswehrkrankenhaus gebracht.

Das Wohnhaus wurde mit Hilfe eines Drucklüfters belüftet. Aufgrund erheblicher Beschädigungen musste die Bauaufsicht das Gebäude nach Abschluss der Löschmaßnahmen sperren.

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