Sattelzug rast in gesicherte Unfallstelle

Zwei Feuerwehrleute sterben auf der A2

Netzen (BB) – Großeinsatz auf der Autobahn 2 in Richtung in Berlin. Gegen 2.15 Uhr war nach ersten Erkenntnissen ein Kleintransporter in Höhe der Abfahrt Brandenburg auf einen Lkw aufgefahren. Den schwer verletzten Transporterfahrer musste die Feuerwehr aus dem Wrack befreien. Während des Einsatzes raste dann ein Sattelzug nahezu ungebremst in die gesicherte Unfallstelle. Der Sattelzug touchierte zuerst einen Polizeiwagen, dann rammte er ein Feuerwehrfahrzeug. Der Aufprall war so heftig, dass das Feuerwehrfahrzeug umstürzte und zur Seite geschleudert wurde. Dabei begrub es zwei Feuerwehrleute unter sich. Die beiden Kameraden starben noch am Unfallort.

Notfallseelsorger kümmerten sich um die unter Schock stehenden Einsatzkräfte. Ein Ende der Sperrung zwischen Brandenburg und Netzen war am Montag noch nicht abzusehen. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch.

Die beiden Polizisten, die in dem gerammten Polizeiwagen saßen, hatten großes Glück. Sie blieben unverletzt. Die beiden Kräfte waren gerade dabei gewesen, den ersten Unfall zu protokollieren.

Update (06.09.2017; 09.15 Uhr):  Bei den tödlich verunglückten Einsatzkräften handelt es sich um einen 23 und 38 Jahre alten Kameraden aus Kloster Lehnin (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Bei den aus dem Leben gerissenen Männern handelt es sich um Familienväter. Unter den Opfern ist Kloster Lehnins Gemeindewehrführer Sebastian K.. Mit ihm verliert auch die Potsdamer Berufsfeuerwehr einen hoch geschätzten Kollegen.

Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg hat noch am Dienstag ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Bankverbindung lautet:
Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V.
VR Bank Lausitz eG
IBAN: DE17 1806 2678 0001 1211 20
BIC: GENODEF1FWA

Bitte im Verwendungszweck „Einsatz auf der A2“ angeben.

Der Deutsche Feuerwehrverband bittet darum, die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren ab sofort bis zum Abend des 30. September 2017 mit Trauerflor zu versehen.

 

7 Kommentare zu “Zwei Feuerwehrleute sterben auf der A2”
  1. Heino Schütte

    Mein tiefstes Mitgefühl. Einen oder in diesem Fall sogar zwei Kameraden im Einsatz zu verlieren, ist das Schlimmste, was passieren kann. Ich wünsche den Familien und der betroffenen Feuerwehr ganz viel Kraft. Es wird ein langer und schwerer Weg, dieses Ereignis zu begreifen und zu verarbeiten. Ausblenden wird man es niemals mehr können. Ich hab’s selber verspüren müssen.

  2. THW Mario

    Ich wünsche den Familien und den Kameraden von den beiden getöteten Feuerwehrmännern in diesen schweren Stunden sehr viel Kraft.

    Liebe Kameradinnen und Kameraden (organisationsübergreifend), kommt in Zukunft immer gesund von den Einsätzen zurück !!!

  3. hans jürgen haas

    Guten Abend,
    die Nachricht vom Tod der beiden Kameraden hat mich traurig gestimmt. Auch wenn ich 1999 wegen eines Arbetsunfalls den Dienst quittieren musste bin ich im Geiste immer noch dabei. Ob es stimmt oder nicht weiß ich nicht “Abstandswarner abschalten Lkw”? Habe vor einigger Zeit eine Reportage gesehen das man das Ding ausser Kraft setzen kann. Man schaue sich die LKW Unfälle auf den Autobahnen immer wieder an.Wünsche nur das alle KameradenINNNEN ohne Schaden immer nach Hause kommen.

  4. Mein aufrichtiges Beileid! Sie rückten aus, um zu helfen und kommen nie wieder zurück. In Ludwigshafen tarb ein weiterer Kamerad, 11 Monate nach dem Unglück bei BASF. Drei tote Kameraden an einem Tag. Schwer zu verstehen!

  5. Mein Herzlichstes Beileid allen Betroffenen.
    Wünsche viel Kraft und Mut das zu verarbeiten.

  6. Frank Merbitz

    Ich möchte auf diesem Wege mein tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck bringen und allen Familienangehörigen, Freunden, Bekannten und den Feuerwehrangehörigen sehr viel Kraft und die nötige Unterstützung für jeden Einzelnen wünschen. Gerade dieses Unglück zeigt uns ganz genau, dass wir im Einsatz nicht gut genug und sicher geschützt sein müssen. Leider ist dies nicht immer der Fall und es kommt immer wieder zu furchtbaren Unfällen. Wir sind zu jedem Einsatz mit dem Ziel unterwegs, dass wir helfen möchten und immer heil und unverletzt nach Hause kommen! Das sollten wir nie vergessen!

  7. Rüd. Keller

    Auch mich macht diese Nachricht sehr traurig und möchte hiermit mein tiefes Mitgefühl zum Ausdruck bringen! Ebenso wünsche ich den Hinterbliebenen und den Kamerad/innen viel Kraft bei der Bewältigung und Verarbeitung dieses tragischen Ereignisses! – Allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren sowie sämtlichen Rettungskräften aller Organisationen wünsche ich allzeit erfolgreiche Einsätze und eine gesunde Heimkehr von den Einsätzen!

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