Yacht nach Brand gesunken: US Air Force rettet deutsche Segler

Bremerhaven (HB) – Ein Vater (66 Jahre alt) und sein Sohn (48 Jahre alt) befanden sich mit ihrer Segelyacht auf dem Weg von Jamaika nach Deutschland. Aus unbekannter Ursache brach ein Brand an Bord aus. Die beiden Männer konnten gerade noch rechtzeitig in die Rettungsinsel fliehen, bevor das Schiff sank.

Zuvor war es Ihnen noch gelungen, über Sattelitentelefon die Frau des Schiffsbesitzers zu verständigen und die Koordinaten der Unglücksstelle durchzugeben. Die Frau ihrerseits rief sofort ihren in Bremerhaven wohnenden Sohn an. Der Bremerhavener gab den Notruf unverzüglich an die Integrierte Regionalleitstelle Unterweser-Elbe weiter.

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Die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war an der Rettung von zwei deutschen Seglern im Atlantik beteiligt. Foto: DGzRS

Daraufhin informierte diese die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen darüber, dass eine Segelyacht im Nordatlantik brennen würde. Die Besatzung sei in Sicherheit, aber ein Mann sei vermutlich schwer verletzt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Männer bereits in der Rettungsinsel, die Yacht war am Sinken. 

Seenotleitung informiert US-Küstenwache

Die Seenotleitung nahm umgehend Kontakt zur amerikanischen Küstenwache in Miami  auf. Fast zeitgleich ging bei den amerikanischen Kollegen auch ein automatisierter Alarm der Notfunkbake der brennenden Yacht ein. Demnach lag der Unglücksort ungefähr 800 Kilometer von der Küste entfernt im Atlantik.

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Die Küstenwache leitete den Tanker „Nord Nightingale“ um und bat aufgrund der großen Entfernung vom Festland die United States Air Force um Unterstützung. Diese schickte ein Flugzeug des 920. Rescue Wing, einer Abteilung, die normalerweise für die Suche und Rettung von Soldaten in Kriegsgebieten zuständig ist, zur Notfallposition.

Fallschirmspringer retten die deutschen Segler

Der Tanker traf als erstes an der Einsatzstelle ein, konnte aber nicht helfen. Wenig später war auch die Air Force vor Ort. Fünf Fallschirmspringer mit Schlauchbooten sprangen aus dem Flugzeug ab, aus dem auch medizinische Ausrüstung abgeworfen wurde. Die Schiffbrüchigen wurden ins Boot geholt und vom Rettungsteam zum Tanker „Nord Nightingale“ gebracht. 

Inzwischen befinden sich beiden Deutschen in einem Krankenhaus in Orlando (Florida). Der 48-Jährige liegt mit schweren Brandverletzungen auf der Intensivstation. Ihm war es trotzdem ein großes Bedürfnis, allen beteiligten Rettern und Organisationen für die Rettung zu danken, teilt die DGzRS mit. 

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